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		<title>Arzneimittel des Monats - Dr. Dr. med. Maximilian Jenny</title>
		<description><![CDATA[Klassische Homöopathie, Medizin, Arzt, Privatpraxis Dr. med. Jenny, Klassische Homöopathie nach Georgos Vithoulkas und Dr. Vijayakar, Farokh Master, seit 2004 intensive Weiterbildung mit Praful Vijayakar, Predictive Homöopathie]]></description>
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		<lastBuildDate>Tue, 28 Apr 2026 08:55:06 +0000</lastBuildDate>
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		<managingEditor>becker@cyclotron.de (Dr. Jenny)</managingEditor>
		<item>
			<title>Anagallis arvensis</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/238-anagallis-arvensis.html</link>
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			<description><![CDATA[

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<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#klassische-literatur" title="Klassische Literatur" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-klassische-literatur" data-toggle="tab" data-id="klassische-literatur" role="tab" aria-controls="klassische-literatur" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Klassische Literatur</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" title="Meine Erfahrung &amp;amp; Einordnung Primulaceae" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" data-toggle="tab" data-id="meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" role="tab" aria-controls="meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Meine Erfahrung &amp; Einordnung Primulaceae</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#nomen-est-omen" title="Nomen est Omen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-nomen-est-omen" data-toggle="tab" data-id="nomen-est-omen" role="tab" aria-controls="nomen-est-omen" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Nomen est Omen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium" data-toggle="tab" data-id="repertorium" role="tab" aria-controls="repertorium" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
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<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p>Verwendung findet eine homöopathische (=potenzierte) Aufbereitung der gesamten Pflanze des Acker-Gauchheil. Eine Interpretationsmöglichkeit des Namens wäre wegen der Wetterempfindlichkeit („närrisches Kraut“, Gauch = ahd Kuckuck, Narr, Tor), da die Blüten sich schnell öffnen und wieder schließen. Auch öffnen sich die Blüten erst relativ spät am Vormittag, typischerweise zwischen 9 und 11 Uhr, je nach Sonneneinstrahlung. Anagallis sind also „Spätaufsteher“ im Pflanzenreich.&nbsp;</p>
<p>Sobald die Sonne stärker scheint, öffnen sich ihre Blüten sehr schnell – tatsächlich schneller als bei vielen anderen Pflanzen, schließen sich bei schlechtem Wetter aber auch unmittelbar, sobald Wolken aufziehen, die Sonne fehlt, es zu kühl wird oder Wind oder Regen drohen. Anagallis reagiert also außerordentlich empfindlich auf Licht- und Feuchtigkeitsveränderungen.<img style="margin: 6px 0px 2px 2px; float: right;" src="../../images/Bilder_AMB/Anag_Pflanze_und_Blte_Bild_1.jpg" alt="Anag Pflanze und Blte Bild 1" width="257" height="150" /></p>
<p>Zum lateinisch / griechischen Namen existieren mehrere, leicht voneinander abweichende Erklärungen. Bei Murphy heißt es, das griechische Wort 'Anagelao', zu Deutsch 'laut herauslachen' läge dem Namen zugrunde (s.a. unter 'Nomen est Omen'). Einer leicht abweichenden Deutung nach kommt der Gattungsname Anagallis&nbsp; aus dem Altgriechischen ἀνά (aná) = „wieder“ / „empor“ und ἀγάλλω (agállō) und bedeute „glänzen“, „strahlen“, „sich freuen“. Eine klassische botanische Deutung ist: „die Wieder-Glänzende“ / „die wieder Erstrahlende“. Damit meinte man, dass die Blüten sich bei Sonnenschein öffnen und bei Bewölkung sofort schließen – sie „strahlen wieder“, sobald die Sonne kommt.</p>
<p>Auch der Bezug zur Freude („sich freuen“) ist sprachlich korrekt.&nbsp;<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">Damit ist die grundsätzliche 'Stoßrichtung' des Mittels in der mentalen Sphäre schon einmal gut umschrieben, auch wenn es teilweise und meinem Dafürhalten nach deutlich negativer klingt, als es dem aufmerksamen Behandler in der Praxis erscheinen mag.</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;"></span></p>
<p>Eine exzellente Zusammenstellung der traditionellen Anwendung von Ackergauchheil, inklusive der homöopathischen Verwendung, findet sich im Internet bei https://www.henriettes-herb.com/eclectic/madaus/anagallis.html . Dabei ist die Erstellerin Henriette Kress, eine Botanikerin aus Helsinki, Finland. 'Henriette's herbal is one of the oldest and largest herbal medicine site on the net. It's been online since 1995, and is run by Henriette Kress, a herbalist in Helsinki, Finland.'</p>
<p>&nbsp;<span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Murphy, Robin, Lotus Materia Medica, Health Harmony 2010, ISBN 8131908593</span></p>
<p>&nbsp;</p>

</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="klassische-literatur" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-klassische-literatur" aria-hidden="true">
<a id="anchor-klassische-literatur" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Klassische Literatur</h2>
<p>Als erste Prüfung kann Anagallis auf eine lange Tradition zurückblicken, da es von Hahnemann zwischen 1820 und den 1830igern erstmals einer Prüfung unterzogen wurde. Schon damals fiel eine mentale Wachheit mit Ruhelosigkeit und Hautausschlägen, v.a. an den Händen, auf. Ein 'heiterer, wacher' und fast 'überaktiver Geist' und Intellekt wird in der klassischen Literatur oft beschrieben.</p>
<p>'Außerordentliche Heiterkeit des Geistes, mit Neigung zu Singen und zu Lachen.'<a title="Zachi Evenor, cropped by User:MathKnight unter Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license" href="https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/Zachi%20Evenor,%20cropped%20by%20User:MathKnight%20unter%20Creative%20Commons%20Attribution-Share%20Alike%204.0%20International%20license"><img style="margin: 2px 0px 2px 2px; float: right;" src="../../images/Bilder_AMB/Anag_Pflanze_und_Blte_Bild_2.jpg" alt="Zachi Evenor, cropped by User:MathKnight unter Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license" width="264" height="300" /></a></p>
<p>'Erwacht früh, den Kopf voll mit vielen Gedanken.'</p>
<p><strong>Allen</strong> (eigene Zusammenfassung):&nbsp; &nbsp;</p>
<p>Bei allen finden wir ein starkes Augenmerk auf den charakteristischen 'Hautreaktionen besonders den explizit ausgeprägten Handekzemen ... trockene und raue Hände, die Haut dort löst sich ab und zeigt Risse' ... es finden sich auch 'Bläschen und pustulöse Ausschläge oder kleine wasserhelle Bläschen oder gelblich-eitrige Pusteln, die manchmal gruppiert stehen ... Eruptionen besonders auf dem Handrücken und zwischen den Fingern ... gelegentlich mit Juckreiz ... Brennen ... und Stechen' (dies entspricht einem klassischen dyshidrosiformen Ekzem-Bild). ... Risse an den Fingerspitzen ... typisch ist also der 'vesikuläre, pustulöse' und später 'nässende und dann krustige Charakter' mit klarem Bezug zu den Händen, 'Brennen, Stechen und starkem Jucken'. Gleichzeitig bestehen tiefe schmerzhafte Risse' und eine 'Verschlimmerung durch Wasser oder Feuchtigkeit'.&nbsp;</p>
<p><strong>Vermeulen</strong> (eigene Zusammenfassung):</p>
<p>Bei Vermeulen ist ebenfalls die Haut – besonders der Hände und Finger zentrales Thema! Er legt ein Hauptaugenmerk auf vesikuläre Ekzeme der Hände mit kleinen, klaren Bläschen, die juckend und stechen und oft gruppiert sind und dyshidrosis-artig erscheinen. Gleichzeit besteht laut Vermeulen's Materia medica eine Tendenz zu Fissuren und einem Aufspringen der Haut, besonders an den Fingern, den Fingerkuppen und dem Handrücken. Dieses Auftreten ist zeitlich korreliert, nach den ersten Bläschen käme es zur raschen Bildung von Rissen. Gleichzeitig spricht er von nässenden Eruptionen, die nach einem Aufkratzen oder spontan nässende gelbliche Krusten bilden. Alle Hautsymptome werden durch Feuchtigkeit, Waschen, Wasser sowie Kälte und ein Arbeiten mit den Händen verstärkt.</p>
<p>Er hebt hervor, dass diese Kombination außergewöhnlich typisch ist und Anagallis daher ein unterschätztes, aber sehr pointiertes Hautmittel sei.</p>
<p>Vermeulens Beschreibung der Psyche von Anagallis-Patienten führt das weiter, was seit Hahnemanns Zeiten bekannt ist “Geistige Stimulation, Kreativität, Ideenfluss” sowie Anregung, Inspiration, geistige Lebendigkeit. Alles kann im Geist von Anagallis-Paienten aber auch zu einer Überaktivität mentaler Prozesse führen, der plötzlich aufkommende Ideen nicht mehr korrekt verarbeiten kann und deshalb in ein Gefühl geistiger Weite oder Leichtigkeit mündet.&nbsp;</p>
<p>Insgesamt beschreibt er auch ein Grundgefühl der Stimmungsaufhellung, die eine dauerhafte euphorische und lichte Stimmung produziert, sowie eine angeregte, heitere Geselligkeit mit anderen Menschen.</p>
<p>Eine (leichte) Reizbarkeit entsteht hierbei durch Unterbrechung und Störungen.</p>
<p>Das Urogenitalsystem zeigt eine erhöhte Empfindlichkeit und Reizung.</p>
<p>Vermeulen betont auch eine erhöhte sexuelle Erregbarkeit mit einem urethralen Jucken, einer Reizblase sowie leichten urogenitalen Entzündungen. In der modernen Homöopathie wird das oft als 'Überreizung des sensorisch-nervösen Systems' gedeutet.&nbsp;</p>
<p><strong>Sankaran</strong> formt aus dieser geistigen Stimulation bei Anagallis ein für Anagallis bestimmendes Mittelthema, wobei es zu dem Mittel keine offizielle literarische Veröffentlichung gibt.</p>
<p>&nbsp;Bei <strong>Murphy</strong> lesen wir außerdem, wie wir es bereits kennen, von einer 'großen Heiterkeit' und einem 'aktiven Geist'. Auch&nbsp;<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">gibt</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;"></span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">Murphy Coffea als direktes Vergleichsmittel an und bezieht sich auf die Aufgeregtheit und Freude, die sich in den Personen zeit, die eines der Mittel benötigen.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Allen, T. F., Enzyklopädie der reinen Materia Medica, http://www.homeoint.org/allen/c/cop.htm</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Allen, H. C., Leitsymptome homöopathischer Arzneimittel, Herausgegeben, bearbeitet und ergänzt von Manfred Freiherr von Ungern-Sternberg, 4. Auflage, Urban und Fischer, München 2005</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Murphy, Robin, Lotus Materia Medica, Health Harmony 2010, ISBN 8131908593</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Sankaran, R. Seminar-Notizen / Mumbai-Lectures (unveröffentlicht bzw. kursintern)</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Vermeulen's Synoptic I, aus MacRepertory Pro for Windows 6.1.7</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Vermeulen, F. Concordant Materia Medica. Emryss Publishers, Haarlem 1994.</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Vermeulen, F. Synoptic Materia Medica I: Nature’s Materia Medica. Emryss Publishers, Haarlem 1992.</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Vermeulen, F. Synoptic Materia Medica II: Enhanced Clinical Extracts. Emryss Publishers, Haarlem 1996 (häufig einfach als “Synoptic 2” zitiert.)</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Vermeulen, F. Prisma: The Arcana of Materia Medica Illuminated. Emryss Publishers, Haarlem 2002.</span></p>
<p><span style="font-size: 8pt;">•<span style="white-space: pre;"> </span>Vermeulen, F. The Concordant Reference. Emryss Publishers, Haarlem 2010.</span>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" aria-hidden="true">
<a id="anchor-meine-erfahrung-einordnung-primulaceae" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Meine Erfahrung &amp; Einordnung Primulaceae</h2>
<p>Interessanterweise empfinde ich persönlich Anagallis sehr viel näher an z.B. Thea sinensis (moderne Bezeichnung Camellia sinensis), als an seinem nächsten botanischen Verwandten Cyclamen, das sich generell eher verlassen und wertlos fühlt.&nbsp;Anagallis hat im Mittelbild&nbsp;die Heiterkeit und geistige Stärke&nbsp;einer ganz anderen Gruppe von Mitteln, die wir eher als&nbsp;'Aufputschmitteln', wie Thea, Ephedra, Piper-methysticum, Coffea oder auch Opium, Heroin und Cann-i kennen:</p>
<p>• Geist, Gemüt; witzig, geistreich (35): ... alco <strong>ARAN-IX</strong>&nbsp;<strong>BOS-S</strong>&nbsp;... cann-i caps&nbsp;... <strong>COFF</strong>&nbsp;cortiso croc&nbsp;... dulc ephe-v&nbsp;... hyos&nbsp;... <strong>LACH</strong>&nbsp;... <strong>OP</strong>&nbsp;...&nbsp;sol-t ...<strong>STRAM</strong>&nbsp;... <span style="text-decoration: underline;">thea</span>&nbsp;...</p>
<p>Tatsächlich ist es auch botanisch mit dem Tee verwandt, da beide Spezies zu den Heidekrautartigen (Ericales) gehören. Die Tee-Pflanze ist allerdings in einer anderen Familie untergebracht, hier den Theacea (früher in den Ternstromiaceae, die ersteren jetzt untergeordnet wurden.</p>
<p>Wenn man sich bei der Erstanamnese, oder auch bei späteren Kontakten zurücklehnt und überlegt, was für ein Mensch da vor einem sitzt, fällt dem Behandler eher ins Auge, wie clever, geistig regsam und belesen der Patient ist.&nbsp;</p>
<p>Folgende Rubrik half in einem Fall das richtige Mittel zu finden und ist damit für mich eine der zentralen Eigenschaften von Anagallis arvensis:</p>
<p><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">•</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;"></span>Geist, Gemüt; Kraft, Stärke (Energiestatus); vermehrte Geisteskraft (70):&nbsp;... alco&nbsp;... anag anh ...&nbsp;<strong>BOS-S</strong>&nbsp;... cann-i&nbsp;... cod <span style="text-decoration: underline;">coff</span>&nbsp;... fl-ac ... herin ... pip-m&nbsp;... thea ...<strong>TUB</strong>&nbsp;...</p>
<p>Während mir eine solche Eigenschaft bei einem Menschen, der z.B. Cyclamen, einem anderen Primelgewächs in der Homöopathie benötigte, noch nie begegnet ist, erwartet man es auch eher bei den oben bereits erwähnten 'geistreichen/witty' Mitteln! Hierbei stehen natürlich auch Lachesis und Hyoscyamos weit vorne, wie auch Codeinum, das teilweise als anregende Droge im Alltag missbraucht wird, da es eine Vorstufe von Morphin<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">&nbsp;ist und Morphin wirkt stark euphorisierend (tatsächlich werden e</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">twa 5–15 % des Codeins in der Leber</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">&nbsp;in </span>Morphin<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;"> umgewandelt)</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">.&nbsp;</span>Insgesamt ist das also eine Gruppe von Mitteln mit einer euphorisierenden, ganz analog was wir bei einem Menschen erwarten, der ein solches Heilmittel als homöopathische Aufbereitung benötigt! Das sollte man immer vor Augen haben, wenn einem das Mittel vielleicht in einer anderen körperlichen Rubrik begegnet. Gleichzeitig findet sich auch die Hautausschlagssymptomatik v.a. der Hände in der Vorgeschichte des Patienten. Dann ist Anagallis eine sehr gute und vielversprechende Wahl!</p>
<p>Tatsächlich ist der Anag-Patient eher ein Nachtmensch, besitzt einen blitzgescheiten Verstand und ragt in seinem intellektuellen Verstehen weit über das hinaus, was man von seinem bürgerlichen Beruf erwarten würde. Dabei sind sind sie heiter gelaunt und sehen (im Idealfall) alles von der positiven Seite. Sie genießen das Leben, ohne dabei Grenzen zu überschreiten. Nach der Mittelgabe, also einem größeren Ausgleich, kann sie wirklich kein Wässerchen mehr trüben! Dabei finden wir auch die Eigenschaft des Spätaufstehens und entsprechend spät zu Bettgehens.</p>
<p>&nbsp;</p>

</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="nomen-est-omen" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-nomen-est-omen" aria-hidden="true">
<a id="anchor-nomen-est-omen" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Nomen est Omen</h2>
<p>In der klassischen Botanik hat das unter dem Namen Ackergauchheil bekannte Pflänzchen verschiedene Namen. Ich möchte hier wieder aus www.henriettes-herb.com zitieren:</p>
<p>'Namensursprung: Anagallis, der von Dioskurides gebrauchte Name der Pflanze, steht vielleicht im Zusammenhang mit ἀγαλλίς (agallis), das eine Irisart bedeuten soll, oder mit ἀγάλλειν (agállein) = schmücken. Linné leitete den Namen vom griechischen ἀναγελάο (anageláo) = ich lache, ab, da man dem Gauchheil im Altertum die Kraft, Melancholie zu vertreiben und Heiterkeit zu erzeugen zuschrieb. Richtiger mutet die Erklärung von Kratz an, daß der Name sich von ἀναλάλλις = die Bescheidene ableitet, da es sich um ein ganz bescheidenes Pflänzchen handelt. ...</p>
<p>Gähheil (Eifel), Goarteel. Die Blüte öffnet sich erst etwa um 9 Uhr vormittags und schließt sich bereits gegen 3 Uhr nachmittags wieder, daher die Volksnamen: Nainibleaml (Niederösterreich), Neunerle (bayerisches Schwaben), Nüni-Blüemli (Luzern), Zehniblüemli (Thurgau), Firobedblüemli = "Vier Uhr zu Bette" (Thurgau) ... Ful-Liese (Mecklenburg), Faule(s) Liesl (bayrisch-österreichisch), Fauli Gredl (Niederösterreich), Fulenzchen, Ful' Elschen, Faule Ma(g)d (Gotha). Nach den zierlichen, augenähnlichen Blüten heißt der Gauchheil auch Katza(n)äugla (Schwäbische Alb), Hühneraug (Schweiz: Waldstätten), Roti Henna-äugli (St. Gallen), nach deren roter Farbe Bluetströpfli (Schweiz). ...</p>
<p>Botanisches: Die kleine einjährige Kalkpflanze des Mittelmeergebietes ist dem Menschen fast in alle Erdteile gefolgt und bewohnt Schuttplätze und verlassene Äcker. Ihre 6-30 cm langen, niederliegenden oder aufrechten Stengel wie auch die kreuzweise gegenständigen, unterseits etwas punktierten Laubblätter sind in der Jugend dicht mit kurzen Köpfchenhaaren besetzt; später verkahlen sie. Ihre Blüte mit radförmiger, zinnoberroter, selten weißer oder lila Krone öffnet sich gegen 9 Uhr (= Neunerle). Bei bevorstehendem Regen sollen die Blüten auch tagsüber geschlossen bleiben. Frucht eine fast kugelige Kapsel mit halbkugeligem Deckel. Blütezeit: Juni bis Oktober.'</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<p>• Gemüt; ANGST; Brust, in der; abends; agg.; Bett, im (2): anag, bor<span style="white-space: pre;"> </span></p>
<p>• Gemüt; AKTIVITÄT, Geschäftigkeit, Tätigkeit; allgemein; hyperaktiv (40): agar, ... anag, ... bell, ... cinnb, ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>Coff</strong></span>, <span style="text-decoration: underline;">coff-t</span>, ... med, ... phos, ...</p>
<p>• Gemüt; FURCHT; allgemein; Wasser, vor (34): .... anag, ... <strong>Hyos</strong>, ... <strong>Lyss</strong>, ... <strong>Stram</strong>, ...</p>
<p>• Geist, Gemüt; Vergnügen (17): aether anag ang ara-m cann-i carb-ac cod falco-p fic-i germ ilx-p leon lim-b-c phos sec thea til</p>
<p>• Gemüt; GEISTESKRÄFTE gesteigert; allgemein (22) / Geist, Gemüt; Kraft, Stärke (Energiestatus); vermehrte Geisteskraft (70): anag, anh, ars, calc, camph, cann-i, clem, cod, dig, eaux, ferr, hyper, lach, nat-m, nep, op, pip-m, sulph, thea, thuj, verat, visc</p>
<p>• Gemüt; FREUDE; allgemein; stört die Gedanken, beim Zuhören (1): anag</p>
<p>• Gemüt; GEDANKEN; Schwinden, Verlust der; Predigt, während einer (1): anag</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>• Haut; HAUTAUSSCHLÄGE; ringförmiges, kleieartiges Ekzem (1): anag</p>
<p>• Blase; Urinieren; verzögertes, muss warten, bis Urin anfängt zu laufen; Pressen; muss (68):&nbsp;... <strong>ACETAN ACON&nbsp;</strong>...<strong> ALOE&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">ALUM</span></strong>&nbsp;alum-p anag&nbsp;... <strong>APIS APOC ARG-N ARN BELL CACT</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">cann-i</span>&nbsp;cann-s ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>CAUST</strong></span>&nbsp;... <strong>CHIM</strong>&nbsp;... <strong>TUB</strong>&nbsp;...&nbsp;</p>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 10:30:59 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Copaiva</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/235-copaiva.html</link>
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			<description><![CDATA[<p><img src="../../images/Cop_1_Hautreaktion.jpg" /></p></span></p>
<p>
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<ul class="nav nav-tabs" id="set-rl_tabs-2" role="tablist">
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-2" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-2" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-2" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-2" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner"><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">Die</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">&nbsp;&nbsp;</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#poor-man’s-meat" title="Poor man’s meat" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-poor-man’s-meat" data-toggle="tab" data-id="poor-man’s-meat" role="tab" aria-controls="poor-man’s-meat" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Poor man’s meat</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#carbone" title="Carbone" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-carbone" data-toggle="tab" data-id="carbone" role="tab" aria-controls="carbone" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Carbone</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#schmetterlingsblütler" title="Schmetterlingsblütler" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-schmetterlingsblütler" data-toggle="tab" data-id="schmetterlingsblütler" role="tab" aria-controls="schmetterlingsblütler" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Schmetterlingsblütler</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#differenzial-diagnosen" title="Differenzial Diagnosen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-differenzial-diagnosen" data-toggle="tab" data-id="differenzial-diagnosen" role="tab" aria-controls="differenzial-diagnosen" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Differenzial Diagnosen</span></a></li>
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<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-2" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-2" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-2" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p>Der Name leitet si<img style="margin: 6px 6px 0px 0px; border: 2px solid #000000; float: left;" title="Copyright: Phiolen Public domain aus https://en.wikipedia.org/wiki/Copaiba" src="../../images/Bilder_AMB/Cop_4_fraktioniert_unfraktioniert.jpg" alt="Cop 4 fraktioniert unfraktioniert" width="162" height="151" />ch von Copalli, dem aztekischen Wort für Harz ab. Die Ursprungssubstanz ist Copaiba ein öliges Harz, das aus dem Stamm von verschiedenen südam<img style="margin: 6px 0px 6px 6px; border: 2px solid #000000; float: right;" title="Copyright: George Henry Fox, A.M., M.D. - Photographic Atlas of the Diseases of the Skin, Vol. 1, Public Domain, Created: 1 January 1905" src="../../images/Bilder_AMB/Cop_1_Hautreaktion.jpg" alt="Cop 1 Hautreaktion" />erikanischen fiederblättrigen Schmetterlingsblütler-Bäumen (Genus Copaifera) gewonnen wird. Es stammt aber nicht von einer einzigen, genau beschriebenen Pflanze, sondern teilweise werden in der Literatur sogar bis zu 40 (leicht) unterschiedliche Arten als Ursprungspflanze angegeben.</p>
<p>Je nach sprachlicher Orientierung werden die Begriffe Copaiva, eher im Bereich eines portugiesischen Einflusses, wie typischerweise im Amazonas-Becken, wo die Bäume heimisch sind, oder Copaiba, im englisch-sprachigen Bereich, benutzt.&nbsp;</p>
<p>Das dicke, transparente Exsudat variiert in der Farbe von einem hellen Gold bis zu dunklem Braun, was vom Verhältnis zwischen Harz und essentiellem Öl abhängt. Es wird traditionell zur Herstellung von Lacken benutzt.</p>
<p>Die Produktion von Copaiba-Öl ist sozial bedeutend für die Amazonas-Region, denn dieser Bereich des Landes zeichnet für ungefähr 95% der gesamten brasilianischen Balsam-Produktion verantwortlich. Diese wird auf ca. 500 Tonnen pro Jahr insgesamt geschätzt.</p>
<p>Dem Baum-Exsudat wird nach Dampfdestillation zu Copaiba-Öl in der&nbsp;<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">medizinischen Verwendung&nbsp;</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">sowohl eine generell entzündungshemmende, als auch eine hautreizende Wirkung <img style="margin: 6px 6px 6px 0px; float: left;" title="This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license, Author: Maša Sinreih in Valentina Vivod" src="../../images/Bilder_AMB/Cop_3_Balsam.jpg" alt="" width="75" height="151" />zugeschrieben (s. Bild rechts).&nbsp;Letztere könne zu einem erythematösen Ausschlag führen, der an Scharlach erinnere. Die homöopathische Literatur und das Repertorium gibt uns im Gegensatz dazu einige pustulöse, fleckige und knotige, juckende Auschlagssymptome an der ganzen Haut, die in meinen Augen besser mit dem gezeigten Bild von 1905 zur Deckung zu bring<img style="margin-top: 6px; margin-bottom: 6px; float: right;" title="Copyright: Caryophyllene Public domain aus https://en.wikipedia.org/wiki/Caryophyllene, NEUROtiker (talk) - Own work (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:NEUROtiker) Public Domain, created: 7 July 2008" src="../../images/Bilder_AMB/Cop_2_Caryophyllene_Formel.jpg" alt="" width="172" height="157" />en sind.</span></p>
<p>Das Destillat ist aromatisch, aber leicht bitter und stechend beim Genuss. Als wichtigster Wirkstoff wird von Biologen und Chemikern der Hauptbestandteil Sesquiterpen, ein Hydrocarbon, und das darin enthaltene β-Caryophyllen angesehen (chemische Strukturformel s. Bild).</p>
<h5><em>Bild 1: Phiolen Public domain aus https://en.wikipedia.org/wiki/Copaiba&nbsp;</em></h5>
<h5><em>Bild 2: George Henry Fox, A.M., M.D. - Photographic Atlas of the Diseases of the Skin, Vol. 1, Public Domain, Created: 1 January 1905</em></h5>
<h5><em>Bild 3: Caryophyllene Public domain aus https://en.wikipedia.org/wiki/Caryophyllene, NEUROtiker (talk) - Own work (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:NEUROtiker) Public Domain, created: 7 July 2008</em></h5>
<h5>Bild 4: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license, Author: Maša Sinreih in Valentina Vivod</h5>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="poor-man’s-meat" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-poor-man’s-meat" aria-hidden="true">
<a id="anchor-poor-man’s-meat" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Poor man’s meat</h2>
<p>Noch ein Wort zu dem Begriff 'poor man's meat', das Fleisch des armen Mannes, der für die Hülsenfrüchte Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Lupinen, Erdnüsse u.a. verwendet wird. Teilweise werden darüberhinaus auch nahrhafte Pilze eingeschlossen. Sie bieten eine reichhaltige Quelle an Nährstoffen und auch Proteinen, weshalb sie den Genuss von Fleisch ersetzen können. Dieser war lange Jahrhunderte wohlhabenden Menschen vorbehalten. Der Proteinreichtum der Hülsenfrüchte kommt durch Bakterien zustande, die eine Symbiose mit den Wurzeln der Pflanze bilden und es ihr ermöglichen Stickstoff als Proteinbaustein aus der Atmosphäre zu fixieren und in Ammonium-Verbindungen umzuwandeln. Diese&nbsp;<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">können&nbsp;</span><span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">von Pflanzen dann direkt verstoffwechselt werden, während andere Pflanzen auf Sticktoffdünung, Gülledüngung oder verwesenden Tierkadaver angewiesen sind. Den meisten Pflanzen steht dieser Stoffwechselweg nicht zur Verfügung, weshalb sie zum intensiven Anbei Düngung benötigen, oder auch Exkremente oder Kadaver. Auch in der Mehrfelder-Wirtschaft, die jahrhundertelang gepflegt wurde, spielten Leguminosen zur Stickstoff-Anreicherung des Bodens deshalb eine bedeutende Rolle.</span></p>
<p>Technisch wurde das erst nach dem ersten Weltkrieg möglich durch das sog. Haber-Bosch-Verfahren, weshalb es damals einen großen Sprung in der Produktivität der Landwirtschaft gab.</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="carbone" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-carbone" aria-hidden="true">
<a id="anchor-carbone" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Carbone</h2>
<p>Da es sich bei der Medizin um ein Harz handelt, stehen automatisch auch (Hydro)-Carbon Eigenschaften im Vordergrund. Damit ist es Ähnlich zu Guaiacum, Abis nigra, Bals-p, Camph (<a title="Arzneimittel des Monats Camph" href="https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/232-camphora.html" target="_blank" rel="noopener">s. auch dort</a>, wobei ich damals nicht auf die Carbon-Eigenschaften eingegangen bin), Asa foetida u.a.. Eine bekannte Eigenschaft von Carbonen ist ihre Langsamkeit, Schüchternheit und Zurückhaltung (lt. Dr. Vijayakar aus Mumbai mit Ausnahme von Kreosotum, einem schnellen Carbon, bei dem sich die Schüchternheit und Zurückhaltung sogar körperlich zeigt, indem die Zähne schon kurz nach der Zahnung kariös verfallen). Carbone imponieren eher zurückhaltend und mild und sind stark von Prüfungsangst und derartigen negativen Vorahnungen geplagt, die sie daran hindern, ihr Leben richtig in Angriff zu nehmen und voran zu kommen; Camphora ist zwar auch dominant liebt es aber eigentlich getröstet zu werden und möchte aus einer tief empfundenen Unsicherheit heraus in seiner eigenen, sicheren, Welt leben. Guaiacum wird andererseits zum Eigenbrötler, der irgendwie aus der arrivierten Gesellschaft herausfällt.</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="schmetterlingsblütler" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-schmetterlingsblütler" aria-hidden="true">
<a id="anchor-schmetterlingsblütler" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Schmetterlingsblütler</h2>
<p>Leguminosen sind keine Medikamente der Fülle und des Überflusses, sondern fühlen sich eher verarmt und vom Fluß des Lebens abgeschnitten. In dieser Rolle leben sie ihr Leben und versuchen oft gar nicht daraus zu entkommen. Dies kann z.B. auch in einer kinderreichen Familie passieren, wo ein Kind einfach mitschwimmt, ohne groß vom Durchschnitt abzuweichen. Sie finden sich damit ab und haben aus diesem Grund keine sehr ausgeprägten Charaktereigenschaften, sind auf eine besondere Art irgendwie unentwickelt. In abgewandelter Form findet man diese Eigenschaften bei den meisten Schmetterlingsblütlern, deren Persönlichkeit sie selbst als zerfallend (Baptisia), gelähmt (Lathyrus), überhöht und lächerlich, gleichzeitig aber auch entehrt (Robinia) oder auch übertrieben religiös und entsprechend auch sündig empfinden.&nbsp;<span style="font-family: inherit; font-size: 1rem;">Derris pinnata versucht sich mittels übergroßer Kritik und schließlich mit Mordlust (v.a. mit einem Messer) und Zerstörung seine Persönlichkeit abstecken zu wollen.&nbsp;</span></p>
<p>Bei Copaiva, als Harz und Hydrocarbon kommt zusätzlich eine Reaktionsarmut hinzu, wie sie typisch für letztere Mittelgruppe ist. Es gibt keine Möglichkeit diesen empfundenen Mangel anzugehen. Er wird zwar empfunden, aber im Außen sind sie regungs- und reaktionslos. Obwohl sie im Inneren durchaus empfinden, dass etwas nicht stimmt, unternehmen sie einfach nichts, um dem entgegen zu wirken. In der Rubrik&nbsp;</p>
<p>•<span style="white-space: pre;"> </span>Geist, Gemüt; Wahnideen, Illusionen; Schafe; schwarze Schaf, sie ist das (1): cop</p>
<p>kann man schön sehen, was damit gemeint ist. Ein Schaf kämpft nicht, sondern fügt sich in sein Schicksal, wie wir alle wissen. Hier fällt mir eine andere Geschichte ein. Wenn der Boden für Brombeeren zu nährstoffarm wird, können sie auf die Idee kommen, mit ihren langen dornigen Fangarmen, ein Schaf einzufangen, das sich darin verheddert und langsam wartet, bis es stirbt. Damit ist der Boden für die Brombeerpflanze wieder reich gedüngt. Ganz analog gibt es bei Copaiva keine rebellischen oder aufbegehrenden Tendenzen. Vollkommen anders ist die Situation z.B. bei Robinia pseudacacia, einer anderen Leguminose, gelagert. Hier wird allerdings auch kein Harz (= organiches Hydrocarbon), sondern die Rinde zur Herstellung der Arznei verwendet. Robinia schießt in seinen Fantasien in eine ganz andere Richtung und neigt zum Hyperkompensieren, indem sie sich 'besser wie ein Kaiser' fühlen, jede Art von Dunkelheit aus ihrem Leben verbannen möchten und zu religiösem Fanatismus neigen, um dieses Ziele zu erreichen. Allgemein haben die Leguminosen Schwierigkeiten mit der Ausbildung eines starken und klaren Ich-Bewußseins, bzw. schießen damit vollkommen ins Kraut, wie bei Melilotus oder bei Robinia. Am eindrücklichsten ist die Situation aber bei Baptisia, dem seine eigene Ich-Identität vollkommen durcheinander gerät:</p>
<p>•<span style="white-space: pre;"> </span>Gemüt; VERWIRRUNG, geistige; Identität, bezüglich der eigenen; Dualität, Empfindung von (33): alum, Anac, anh, arg-n, Bapt, calc-p, cann-i, cann-s, cycl, des-ac, Gels, lach, lil-t, ... naja, nat-m, nux-m, op, paro-i, petr, phos, ... sec, sil, stram, ther, thuj, tril, xan</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="differenzial-diagnosen" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-differenzial-diagnosen" aria-hidden="true">
<a id="anchor-differenzial-diagnosen" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Differenzial Diagnosen</h2>
<p>Abzugrenzen sind die Leguminosen von den Asteriden, oder sogar den Superasteriden, einer noch übergeordneten Gruppe, die sehr oft ein einzelnes, wiederholten oder ein chronisches Träuma in der Historie aufweisen. Dies möchte ich als Arbeitshypothese verstanden wissen, über die man im Einzelnen diskutieren müsste, die sich in meiner Erfahrung aber ganz klar so abzeichnet. Bei den Leguminosen, den Hülsenfrüchtlern, gibt es kein eigentliches traumatisches Ereignis sondern einfach eine der persönlichen Entwicklung nicht förderliche Umgebung, die zu verschiedenen Ausprägungen einer unvollständigen Entwicklung im Erwachsenenalter führen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Thu, 30 May 2019 06:00:55 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Quecksilber und seine Familie</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/233-quecksilber.html</link>
			<guid isPermaLink="true">https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/233-quecksilber.html</guid>
			<description><![CDATA[<div class="caption"><img class="img-right" style="margin: 0px 0px 5px 5px; float: right;" title="By Bionerd - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4972709" src="../../images/Bilder_AMB/Merc-Petri_dish_pouring.jpg" alt="By Bionerd - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4972709" width="233" height="294" />Eine Eigenschaft, die praktisch alle Quecksilber Patienten miteinander Teilen ist eine Geschichte des 'Ungeschützt-seins' zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens, meist in der Kindheit. Dies hat in der Folge zu einem rebellischen Wesen geführt, das gegen Strukturen ankämpft, die er als feindlich und bekämpfenswert erkannt hat.</div>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; Wahnideen, Illusionen; Feind; jeder sei ein (5): dysp-c lac-h <strong>MERC</strong>&nbsp;plat <strong>PULS</strong></li>
</ul>
<p>All dies ist natürlich unterschiedlich akzentuiert bei den verschiedenen Quecksilber-Verbindungen und in unterschiedlicher Ausprägung, wie im weiteren zu besprechen sein wird. Außerdem ist das individuelle Empfinden sehr relativ, d.h. eine Person wird eine äußere Situation als dramatisch und prägend erleben, die von einer anderen als vollkommen harmlos und indifferent erlebt wird. <br />Dies hängt sicher mit den individuellen 'Erinnerungspaketen' zusammen, mit denen wir bereits auf die Welt kommen und die unser Gefühlsleben und unsere Reaktionen maßgeblich beeinflussen. Der eine Mensch reagiert auf diese oder jene Situation <span class="nn_tooltips-link hover" data-toggle="popover" data-html="true" data-template="&lt;div class=&quot;popover nn_tooltips &quot;&gt;&lt;div class=&quot;arrow&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;popover-inner&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;popover-title&quot;&gt;&lt;/h3&gt;&lt;div class=&quot;popover-content&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;" data-placement="bottom" data-content="nicht im Sinne einer medizinischen Reaktion" title="im Sinne einer Idiosynkrasie=Überempfindlichkeit">'allergisch'</span>, was ein anderer als vollkommen harmlos erlebt. Demnach scheint die allem zugrunde liegende Eigenschaft von Quecksilber-Verbindungen ein Sicherheitsbedürfnis und Schüchternheit zu sein, das von der Person überkompensiert wird woraus eine kämpferische Persönlichkeit resultiert, die an das Kalium-Präparat Causticum erinnert. Letzteres kämpft aber eher für die Allgemeinheit, während Merkurius primär eher an der eigenen Sicherheit gelegen ist. <br />Quecksilber sehr schnell, im Denken wie im Handeln und auch in den körperlichen und Krankheitsmanifestationen und logischerweise auch recht destruktiv. Alle körperlich zerstörerischen Vorgänge sind schnell und zerstörerisch, wie bei Hepar sulphuris, Belladonna, Nitricum Azidum, Aconin, Tarentula oder dem hysterischen Moschus (1).<br />Gleichzeitig ist es aber auch ein Metall, das stark und durchsetzungsfreudig ist, wie die anderen Metalle, z.B. Cuprum, Zincum, Platina, Manganum oder Aurum.<br />Praktisch alle Quecksilber-Verbindungen sind impulsiv und finden sich deshalb oft irgendwann in Situationen, die sie durch ihre sehr spontanen und bis zu einem gewissen Grade unüberlegten Reaktionen herbeigeführt haben, die sie aber unzufrieden machen.<img style="margin-left: 5px; float: right;" src="../../images/Bilder_AMB/Merc_rhomb_struct.jpg" alt="Rhombohedral.png, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1723409" width="253" height="309" /></p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; unzufrieden, missvergnügt, unbefriedigt; grundlos (3): <strong>CLEM</strong>&nbsp;merc puls</li>
<li>Geist, Gemüt; unzufrieden, missvergnügt, unbefriedigt; immer (5): cina <span style="text-decoration: underline;"><strong>HEP</strong></span>&nbsp;lach <span style="text-decoration: underline;"><strong>MERC</strong></span>&nbsp;nit-ac</li>
<li>Geist, Gemüt; unzufrieden, missvergnügt, unbefriedigt; mit allem (108): ... <span style="text-decoration: underline;">ammc</span>&nbsp;anac ant-c ... aur aur-m-n ... caust <strong>CHAM</strong>&nbsp;... croc cupr ... eug ferr-p ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>HEP</strong></span>&nbsp;... <strong>KALI-AR</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">kali-c</span>&nbsp;kali-p kali-s ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>MERC</strong></span>&nbsp;merc-c ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>NAT-M</strong></span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>NIT-AC</strong></span>&nbsp;… <strong>SULPH</strong>&nbsp;...</li>
</ul>
<p>Was man häufig beobachten kann ist das Verlangen nach Selbstverteidigung, Quecksilber-Patienten treiben oft Karate oder <span class="nn_tooltips-link hover" data-toggle="popover" data-html="true" data-template="&lt;div class=&quot;popover nn_tooltips &quot;&gt;&lt;div class=&quot;arrow&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;popover-inner&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;popover-title&quot;&gt;&lt;/h3&gt;&lt;div class=&quot;popover-content&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;" data-placement="bottom" data-content="Eine Art der Selbstverteidigung" title="Mixed Martial Arts">MMA</span>, oder eine andere Form der zulässigen, meist waffenlosen, Kampfkünste.</p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; Wahnideen, Illusionen; Feind; jeder sei ein (5): dysp-c lac-h <strong>MERC</strong>&nbsp;plat <strong>PULS</strong></li>
<li>Geist, Gemüt; Wahnideen, Illusionen; Feind; umgeben von Feinden (21): <strong>ANAC</strong>&nbsp;ars bani-c cand-a caras carbn-s <strong>CROT-H</strong>&nbsp;diosp-k dros dysp-c kali-ar lac-del marm-a <strong>MERC</strong>&nbsp;op succ teg-a thal thea thuj verat</li>
</ul>
<p>Warum Pulsatilla hier so hochwertig erscheint ist mir persönlich nicht nachvollziehbar, die wesentlich offensichtlichere Eigenschaft des Mittels scheint mir eher eine Bedürfnis nach Halt, Rückversicherung und Trost zu sein. Wenn man dies weiter verfolgt, kann man vielleicht irgendwann im Inneren von Pulsatilla auf das Gefühl stoßen, die Umwelt sei feindlich gesinnt. Pulsatilla ist ja innerlich weich und fühlt sich der Welt nicht gewachsen, weshalb es weint und nach Stützung verlangt. Bei Anacardium ist dieses Gefühl einer feindlichen Umwelt hingegen vollkommen einsichtig, sie fühlen sich bedroht und drohen zurück, sind dabei aber deutlich kälter und gröber als Mercurius-Verbindungen. Ein weiteres, unschwer zu erkennendes, Unterscheidungsmerkmal ist die Tatsache, dass Mercurius praktisch immer unruhig und hochreaktiv ist, schnell und voller Ideen, was bei Anarcadium sehr anders imponiert. Sie sind statischer und v.a. berechenbarer in ihren Reaktionen. Quecksilber hat fast immer auch innerlich eine Unstetigkeit, während Anacardium auf kleinste Provokationen schon reagiert, aber eben immer auf Provokationen.</p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; Ideen, Einfälle; Reichtum an Ideen, kreative Gedanken, zuviel; Gedanke wird bereits vom nächsten gejagt, jeder, bei Manie, Geisteskrankheit (1): <strong>MERC</strong></li>
</ul>
<p>Auf ihre Art sind sie zwar auch ruhelos, sportlich recht aktiv und bei Anfeindungen reaktiv (sie gehören zur Pflanzenordnung der Seifenbaumartigen, den Sapindales, wie auch das bekannt unruhige und nach Bewegung drängende Rhus toxicodendron oder Ruta graveolens). Letzeren fehlt aber natürlich die Metall-Eigenschaft von Mercurius, das durchaus dominant und nach einer Führungsposition strebt, was den Seifenbaumartigen fast allen abgeht.</p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; Bestimmtheit (75): ...&nbsp;<strong>CAUST</strong>&nbsp;...&nbsp;<strong>LACH</strong>&nbsp;...&nbsp;<strong>MERC</strong>&nbsp; ...</li>
<li>Geist, Gemüt; diktatorisch (99): abrot&nbsp;... allox anac <strong>ANDROC</strong>&nbsp;apis <span style="text-decoration: underline;">arn</span>&nbsp;ars aur aur-m-n aur-s&nbsp;... <strong>CAMPH</strong>&nbsp;cann-i caul <strong>CAUST</strong>&nbsp;... <strong>CHEL...</strong>&nbsp;<strong>DULC</strong>&nbsp;... <strong>FERR</strong>&nbsp;ferr-acet ferr-c <strong>FL-AC</strong>&nbsp;gall-ac&nbsp;... <strong>LACH</strong>&nbsp;... <span style="text-decoration: underline;"><strong>LYC</strong></span>&nbsp;lyss mag-c med <strong>MERC</strong>&nbsp;mill <strong>NUX-V</strong>&nbsp;oxyg ozon <strong>PALL</strong>&nbsp;<strong>PHOS&nbsp;PLAT</strong>&nbsp;... querc-r <span style="text-decoration: underline;">salx-f</span> <span style="text-decoration: underline;">...</span>&nbsp;<strong>SULPH</strong>&nbsp;...</li>
</ul>
<p>Bei den Iod-Verbindungen von Quecksilber findet sich eine Leichtigkeit und Gewissenhaftigkeit, dabei haben sie durchaus ein gutes Selbstvertrauen (1). Sie sind einfach deutlich lebhafter, dabei aber auch nachgiebiger (1) als das metallische Quecksilber. Ihr Ursprungsmetall ist nicht zu verleugnen:</p>
<ul>
<li>Gemüt; SINGEN; allgemein; fröhlich (20): acon, agar, anan, bell, caps, carbn-s, choc, ... , merc-i-f, merl, <span style="text-decoration: underline;">nat-m</span>, neon, op, spong, ther, verat</li>
</ul>
<p>Außerdem reisen sie gerne:</p>
<ul>
<li>Gemüt; REISEN; Reiselust (38): am-c, am-m, anan, ... bac, ... Calc-p, carc, caust, chel, ... cimic, ... elaps, elat, ... , goss, hipp (2), ... , ign (2), iod (2), kola, ... , lyss, mag-c, merc (2), merc-i-f, ... , thea, TUB, verat</li>
</ul>
<p>Bei dem Chlorid von Quecksilber, Mercurius corrosivus genannt, finden wir die typische Beziehung von Chlor-Verbindungen auf eine einzige Person, mit der sie sich gut verstehen und auf die sie sich beziehen. Dies ist aus der generellen Eigenschaft der Halogene zu verstehen, keine starken Bindungen einzugehen, dafür aber die wenigen vorhandenen Bindungen stärker auszuprägen. Wir sehen dies besonders stark in Nat-m, Fluoricum Acidum und Calc-f z.B.. Schon die eigenen Angehörigen sind ihm zu viel, er kann sich nur auf einzelne einlassen, und auch hier nur, wenn sie ihm nicht zu nahe kommen.</p>
<ul>
<li>Gemüt; BEKLAGT sich; Angehörigen und Umgebung, über seine (2): <span style="text-decoration: underline;">merc</span>&nbsp;merc-c</li>
</ul>
<p>Quecksilber-Chlorid-Patienten in der Homöopathie sind noch einen Tick zerstörerischer und haben deshalb die aus der klassischen Literatur bekannten Probleme mit blutigen Stühlen. <br />Auch das Temperaturempfinden der Mitglieder der Familie kann sehr unterschiedlich sein, die Iod-Verbindungen sind z.B. eher warmblütig und frieren nicht so leicht, während <a href="http://homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/218-cinnabaris.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cinnabaris</a>, als Mischung von <a href="http://homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/218-cinnabaris.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quecksilber und Schwefel</a> doch überraschenderweise eher kaltblütig, wenn auch, wie ebenfalls viele Mercurius-Verbindungen, recht empfindlich auf beide Temperatur-Extreme ist.<br />Eine andere Eigenschaft, die bei Quecksilber-Verbindungen vorhanden sein sollte, ist der übertriebene Speichelfluss. Er kann sich entweder aufgrund einer Erfahrung beim Zahnarzt, der viel absaugen muss und sich darüber beschwert, oder darin äußern, dass der Patient nicht beim Zähneputzen durch die Wohnung laufen kann, weil sonst alles heraus läuft. Dies ist eine Eigenschaft, die ich in dem Zusammenhang gewöhnlich abfrage.<br />Allgemein ist das Gefühl gegenüber der Außenwelt entsprechend der Empfindung gegenüber sich selbst. Ähnlich sind wie wir ja auch im Traum meist alle Protagonisten selbst, als unterschiedliche Facetten unseres Unterbewußten:</p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; unzufrieden, missvergnügt, unbefriedigt; sich selbst, mit (1): <strong>MERC</strong></li>
<li>Gemüt; STREITSUCHT, zänkisch; sich selbst, mit (1): merc</li>
</ul>
<p>Offenbar ist diese Unzufriedenheit mit der näheren Umgebung dann v.a. auf die Familie fokussiert:</p>
<ul>
<li>Gemüt; BEKLAGT sich; Angehörigen und Umgebung, über seine (2): <span style="text-decoration: underline;">merc</span>, merc-c</li>
</ul>
<div class="img-right"><img class="img-right" style="margin: 0px 0px 3px 5px; float: right;" src="../../images/Bilder_AMB/Merc_shivling.jpg" alt="With courtesy of https://www.hindu-blog.com/2008/04/unique-mercury-shivling-at-earth-peace.html " width="228" height="269" />Bei Mercurius wird dies offenbar besonders deutlich. In Süd-Indien wird dem Quecksilber auch eine bedeutende Rolle in einer spirituellen Entwicklung beigemessen, was sich in der Herstellung von Shiva-Lingams aus Quecksilber zeigt (2, 3, 4, 5). <br /><img class="img-left" style="margin: 5px 5px 5px 0px; float: left;" src="../../images/Bilder_AMB/Merc-Zink_Merc-Cadm.jpg" alt="" width="107" height="416" />Eine ähnliche Bedeutung hatte das Element wohl auch bei den Azteken oder bei ihren Vorgänger-Kulturen in Zentralamerika (6).<br /><img class="&quot; class=“img-right“ src="https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/ alt="" />Eine weitere Einordnung und Vergegenwärtigung der Eigenschaften von Mercurius ist in die der Metalle der Gruppe mit Zink, Cadmium und Quecksilber (nach zunehmender Dichte bzw. Periode). Allesamt haben sie früh eine Situation erfahren, in der sie ausgeliefert waren und sich ungeschützt gefühlt haben (was natürlich auch bei anderen Mitteln, allen voran den Asteraceen vorkommen kann, die es aber als Verletzung erleben). Metalle gehen im Unterschied zu letzteren in die Gegenoffensive über, was teilweise dazu führen kann, dass es nicht unmittelbar und direkt so erzählt wird, sondern einer gewissen Interpretation der persönlichen Geschichte des Patienten bedarf. Der Behandler muss sich, wie fast immer, auch in die Situation des Patienten hineinversetzen und versuchen zu 'erspüren', wie sich ein Mensch dann fühlen kann. Alle Metalle haben eine gewisse Durchsetzungskraft und Aggressivität, was sie ja als Metalle (in der homöopathischen Anwendung) auszeichnet. Aber dennoch reagieren alle ein wenig anders. Im Unterschied zu edleren Metallen ist bei diesen 3 in erster Linie dennoch eine Art Abhängigkeit auffallend, sie können durchaus Einzelkämpfer sein, aber sie haben dennoch jemanden, der über ihnen steht und dem sie sich verpflichtet fühlen (im Gegensatz zu z.B. Gold oder Platin, die sich selbst genug sind). Nur in einer gewissen Abhängigkeit, die ihnen ja auch Schutz verleiht, können sie ihre Wut und ihre Impulse ausleben.</div>
<p><img class="img-right" style="margin: 5px 0px 0px 5px; float: right;" src="../../images/Bilder_AMB/Merc_ancient_sign.jpg" alt="Ancient sign By Lexicon - Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=688876" width="102" height="130" />Man kann das auch an der Mythologie ablesen, wo der Gott Merkur auf Befehl seines Vaters Jupiter den 100-äugigen Argus tötet. Ansonsten ist der Gott ein eher manipulativer, täuschender, eloquenter, gewitzter und auf persönlichen Gewinn ausgerichteter Handeltreibender. Persönlich bin ich sehr beeindruckt von dieser Ähnlichkeit zwischen griechischer Mythologie und homöopathischem Mittelbild.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>(1) Vijayakar, Dr. Prafull, Mumbai, Indien, eigene Aufzeichnungen 2007-2013</h5>
<h5>(2) https://www.indiamart.com/proddetail/parad-shivlingam-mercury-shivalingam-2043632688.html&nbsp;</h5>
<h5>(3) https://www.rudraksha-ratna.com/articles/largest-mercury-shivalingam&nbsp;</h5>
<h5>(4) https://www.hindu-blog.com/2008/04/unique-mercury-shivling-at-earth-peace.html&nbsp;</h5>
<h5>(5) https://www.hindu-blog.com/2008/04/unique-mercury-shivling-at-earth-peace.html&nbsp;</h5>
<h5>(6) https://www.spektrum.de/news/grosse-mengen-quecksilber-unter-pyramide-gefunden/1344112&nbsp;</h5>
<h5>&nbsp;</h5>]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Sat, 30 Mar 2019 09:55:40 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Camphora</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/232-camphora.html</link>
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<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#klassische-literatur-2" title="Klassische Literatur" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-klassische-literatur-2" data-toggle="tab" data-id="klassische-literatur-2" role="tab" aria-controls="klassische-literatur-2" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Klassische Literatur</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#meine-erfahrungen" title="Meine Erfahrungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-meine-erfahrungen" data-toggle="tab" data-id="meine-erfahrungen" role="tab" aria-controls="meine-erfahrungen" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Meine Erfahrungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-2" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-2" data-toggle="tab" data-id="repertorium-2" role="tab" aria-controls="repertorium-2" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
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<a id="anchor-klassische-literatur-2" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Klassische Literatur</h2>
<p><img style="margin: 0px 0px 6px 6px; float: right;" title="User: Millevache; GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later" src="../../images/Bilder_AMB/Camph_Hong_Kong.jpg" alt="Camph Hong Kong" width="424" height="318" />Um einen Eindruck der klassischen homöopathischen Literatur bezüglich Camphora zu geben, möchte ich hier das von W. Boericke beschriebene Bild in Auszügen vorausschicken (1): 'Hahnemann sagt: Die Wirkung dieser Substanz ist sehr verwirrend u. schwierig für die Untersuchung, sogar beim gesunden Organismus, weil ihre Erstwirkung, häufiger als bei irgendeinem anderen Mittel, wechselt und sich vermischt mit den Vitalreaktionen (Nachwirkungen) des Organismus. Deswegen ist es oft schwierig zu entscheiden, was zu den Vitalreaktionen des Körpers gehört und was zu den Wechselwirkungen infolge der Erstwirkung des Kampher.' Er betont 'Kollaps' und 'eisige Kälte ganzen Körpers; plötzliches Schwächegefühl; Puls klein u. schwach. Nach Operationen bei unternormaler Temperatur u. niedrigem Blutdruck, … . Angangsstadien einer Erkältung mit Frösteln und Niesen. … Sehnenhüpfen und äußerste Ruhelosigkeit. …&nbsp; Charakteristisch für Campher, daß der Patient nicht bedeckt sein will trotz eisiger Kälte des Körpers. Eines der Hauptmittel bei Schock.&nbsp; … Augen: Fixiert, starrend; Pupillen erweitert. Gefühl, als ob alle Gegenstände zu hell u. glitzernd wären. ... Gesicht: Blaß, hager, ÄNGSTLICH, verzerrt; BLÄULICH, kalt. Kalter Schweiß. … Extremitäten: Rheumatischer Schmerz zwischen den Schultern. Erschwerte Bewegung. Taubheit, Vibrieren u. KÄLTE, Knacken in den Gelenken. Wadenkrämpfe. Eiskalte Füße, Schmerzen wie von Verstauchung. Fieber: Puls klein, schwach, langsam. Eisige Kälte des ganzen Körpers. Kalte Perspiration. Kongestives Frösteln. Zuge kalt, schlaff, zitternd. Haut: Kalt, blaß, blau, livide. Mag nicht zugedeckt werden (SEC.).</p>
<p>Bei Lippe (2) finden wir erstmals ein Symptom, das ich bei Patienten selbst beobachten konnte, nämlich 'Schlaflosigkeit wegen nervöser Überreizung (Coff, Kali-p, Nux-v, Phos, Stram)'. Hering (3) schreibt hingegen von 'Geistige(r) Erregbarkeit', was in die gleiche Kerbe schlägt und, wenn auch nicht sehr selten, dennoch ausgesprochen zutreffend auf die von mir erkannten Fälle von Camphora war.</p>
<p><img style="margin: 6px 6px 6px 0px; float: left;" title="Blüte zu KENPEI's photo; GFDL,Creative Commons Attribution ShareAlike 2.1 Japan License" src="../../images/Bilder_AMB/Camph_Bluete.jpg" alt="Camph Bluete" width="335" height="295" />Bezeichnenderweise für die klassische Beschreibung mit Kollaps und Kälte lesen wir bei Charette (4): 'Hauptsächliche Indikationen – Ganz allgemein ist der Kampfer ein Heilmittel all jener Krankheitszustände, die jäh anfangen, eine schwere Prostration hervorrufen und von einem Erkalten des Körpers, kleinem, schwachem Puls und drohendem oder ausgeprägten Kollaps begleitet sind. Dieser Zustand findet sich vor allem bei Cholera, wobei Camphora in der Tat ein sehr wertvolles Mittel ist; aber auch bei Pneumonie, Bronchitis capillaris, nach allen Folgen einer Erkältung, einer Verwundung, nach Zurücktreten eines Exanthems oder bei Muschelvergiftung kann man Camphora mit Erfolg anwenden.'. Im Folgen geht er über auf die Differentialdiagnose mit den beiden anderen Cholera-Mitteln, Veratrum album und Cuprum. Hierbei stellt er bei Camph den raschen Kollaps heraus, bei Verat die Durchfälle und bei Cupr die begleitenden Krämpfe. Analog lesen wir bei Morrison (5) etwas, das ich bisher so noch nicht gehört hatte: ' Verdauungstrakt: Die frühe Verbreitung der Homöopathie war weitgehend dem Erfolg von Camphora bei der Behandlung während Cholera-Epidemien zu verdanken.'</p>
<p>Nicht unpassend auch Kents (6) Worte '... Es passt bei akuten Erkrankungen, die mit großer nervöser Erregung - bis hin zur Raserei - einhergehen, mit Krämpfen und Konvulsionen, und die schließlich in völlliger Erschöpfung enden. …'.</p>
<p>Dennoch sehen wir, dass, abgesehen von der Erregbarkeit, kein wirklich prägnantes Bild aus der klassischen Literatur ableitbar erscheint. Umso mehr ist dies jedoch wieder einem Mann, Prafull Vijayakar in Mumbai zu verdanken, der jedenfalls mir ermöglichte, aufgrund seiner prägnanten Beschreibung das Mittel zu erkennen und erfolgreich zu verordnen.</p>
<h5>(1) Boericke, W., Materia Medica, aus MacRepertory für Windows Pro 6.1.7</h5>
<h5>(2) Lippe, A. Handbuch homöopathischer Charakteristika: Eine Arzneimittellehre für die Praxis, Haug Verlag, Stuttgart 2003, aus dem Original Textbook of Materia Medica von 1866</h5>
<h5>(3) Hering, Constantin, Condensed Materia Medica, 3. Auflage, F. E. Boericke, Philadelphia 1884, Übersetzung des Autors</h5>
<h5>(4) Charette, Gilbert, Homöopathische Arzneimittellehre für die Praxis, Hippokrates Verlag Stuttgart, 6. Auflage 1991</h5>
<h5>(5) Morrison, Roger, Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Betätigungssymptome, Kai Kröger, Verlag für homöopathische Literatur, Groß Wittensee 1997</h5>
<h5>(6) Kent, J. T., Homöopathische Arzneimittelbilder, 2., aktualisierte Auflage, Karl F. Haug Verlag 2009, ISBN: 9783830473503&nbsp;</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="meine-erfahrungen" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-meine-erfahrungen" aria-hidden="true">
<a id="anchor-meine-erfahrungen" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Meine Erfahrungen</h2>
<p><img style="margin: 0px 0px 6px 6px; float: right;" title="Frucht B.navez - Reunion island - AUG 2005, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license" src="../../images/Bilder_AMB/Camph_3_Austr.jpg" alt="Camph 3 Austr" width="431" height="323" />Camphora ist irgendwo zwischen dem Wunsch nach Bestimmung und Tonangeben, was eine metallische Qualität darstellt, und dem Wunsch getröstet zu werden, angesiedelt (1). Es hat feine Gesichtszüge und eine schmale und spitze Nase. Eine, wie man sagen könnte, 'adrette Erscheinung', die sich zu behaupten und durchzusetzen weiß. Allerdings fehlen dem Mittel ebenjene metallischen Eigenschaften, die für ein solches 'Durchsetzen' eher typisch sind und die Ahnlehnungsbedürftigkeit von Campher erinnert schon fast an Pulsatilla, dessen soziales Agieren aber deutlich anders ist, da es immer wieder auch aufgerichtet und rückversichert sein möchte, es braucht Zuneigung und kann durchaus selbstsüchtig in dieser Hinsicht sein. Camphor-Patienten denken alleine und wollen auch alleine sein, nur eben unterbrochen vom Trost ihnen nahestehender Personen, und auch nur dann, wenn sie das möchten oder es in ihren Augen notwendig ist.</p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; diktatorisch; dogmatisch (18): ars <span style="text-decoration: underline;">camph</span>&nbsp;<strong>CAUST</strong>&nbsp;chlam-t <strong>FERR</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">ferr-acet</span>&nbsp;impa-w kali-br <strong>KALI-C</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">lach</span>&nbsp;lyc <span style="text-decoration: underline;">merc</span>&nbsp;nux-v oxyg querc-r <span style="text-decoration: underline;">sep</span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">stoi-k</span>&nbsp;thuj</li>
<li>Gemüt; RECHTHABEREI, Bestimmtheit (20): adam, androc, ars, camph, <span style="text-decoration: underline;">caust</span>, choc, cupr, dulc, ferr, hep, hydrog, lac-h, <span style="text-decoration: underline;">lach</span>, lim-b-c, <span style="text-decoration: underline;">merc</span>, nux-v, op, ozone, plat, sep</li>
<li>Gesicht; Spitz, hager; Nase: aether anath <strong>ANT-T</strong> apis <strong>ARS</strong>&nbsp;calc-p <span style="text-decoration: underline;"><strong>CAMPH</strong></span>&nbsp;<strong>CARB-V</strong>&nbsp;<strong>CHINA</strong>&nbsp;<strong>COCC</strong>&nbsp;<strong>CUPR</strong>&nbsp;<strong>HELL</strong>&nbsp;kali-cy kali-p <strong>LACH</strong>&nbsp;laur <strong>MYOS</strong>&nbsp;nux-v op <span style="text-decoration: underline;"><strong>PH-AC</strong></span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">plb</span>&nbsp;podo puls <span style="text-decoration: underline;"><strong>RHUS-T</strong></span>&nbsp;sec sieg spong <strong>STAPH</strong>&nbsp;<strong>TAB</strong>&nbsp;thul-m <span style="text-decoration: underline;"><strong>VERAT</strong></span>&nbsp;<strong>VERAT-V</strong></li>
</ul>
<p>Durch diese Eigenschaften haben Camph-Menschen auch ein ungewöhnliches Verhältnis zu Gesellschaft, das man nicht eindeutig zuordnen kann. Einerseits tut es ihnen gut, v.a. wenn die Gesellschaft Trost bietet, auf der anderen Seite sind sie auch gerne mit sich und ihren Gedanken alleine oder ziehen ein gutes Buch vor. Sie sind auf keinen Fall 'Partylöwen' und brauchen ihre Privatsphäre. Aufgrund dieser Komplexität kann es auch ein paar Konsultationen dauern, eh man an das Mittel denkt.</p>
<ul>
<li>Gemüt; TROST, Zuspruch; amel. (16): ars, asaf, <strong>Camph</strong>, carc, cic, falco-p, gels, hell, lyss, pall, parth, <span style="text-decoration: underline;">phos</span>, <strong>Puls</strong>, raph, sac-alb</li>
<li>Gemüt; GEDANKEN; allgemein; gedankenvoll; sich selbst, über (4): camph, cic, ferr-ma, viol-o</li>
<li>Gemüt; GEDANKEN; allgemein; hartnäckig; sich selbst, über; will von Gedanken über sich selbst abgelenkt werden (1): camph</li>
</ul>
<p>Dabei beschreibe ich, wie meist, den sog. sykotischen Zustand der Arzneien, den wir zumeist in der Praxis antreffen. Ein echter psorischer Zustand ist sehr selten und eigentlich nur unwesentlich unterschieden, jedenfalls was die wahlanzeigenden Symptome anbelangt, da wir auch in einem psorischen Zustand nach sykotischen Symptomen Ausschau halten, die in so einem Fall zur Auswahl wesentlich höherwertiger und damit verlässlicher sind.</p>
<p>Die Patienten sind 'erregbar', wie schon Constantin Hering schrieb, und das zeigt sich in einer Tendenz zum hastigen Sprechen, eine der Eigenschaften, die dem Behandler vielleicht zuerst auffallen wird und unsere Gedanken immer auf das Mittel lenken sollte. Dabei merken die Patienten, dass sie sich aufregen und es geht ihnen auch nicht so besonders gut dabei.<img style="margin: 6px 0px 6px 6px; float: right;" title="KENPEI's photo; GFDL,Creative Commons Attribution ShareAlike 2.1 Japan License" src="../../images/Bilder_AMB/Camph_Bluete_geschlo.jpg" alt="Camph Bluete geschlo" width="439" height="353" /></p>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; Reden, redet; hastig (81): <strong>ACON&nbsp;</strong>act-sp aids alco <strong>AMBR</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">amet</span>&nbsp;anac androc anh arg <strong>ARN</strong>&nbsp;<strong>ARS</strong>&nbsp;atro atro-s aur aur-s <strong><span style="text-decoration: underline;">BELL</span></strong>&nbsp;borr-b <strong>BRY</strong>&nbsp;bufo calc-hp <strong>CAMPH</strong>&nbsp;cann-i cann-s caust chlol cic cimic cina <strong>COCC</strong>&nbsp;cymb-c falco-c <strong>FL-AC</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">gink</span>&nbsp;haliae-lc <strong>HELO</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>HEP</strong></span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>HYOS</strong></span>&nbsp;<strong>IGN</strong>&nbsp;irid kali-c kali-p lac-c <span style="text-decoration: underline;"><strong>LACH</strong></span>&nbsp;lil-t loxo-r <strong>LYC</strong>&nbsp;<strong>LYSS</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">m-art</span>&nbsp;<strong>MED</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>MERC</strong></span>&nbsp;merc-v <span style="text-decoration: underline;">mez</span>&nbsp;mobil-ph morph <strong>MOSCH</strong>&nbsp;neod nico-r nux-v op <span style="text-decoration: underline;"><strong>PH-AC</strong></span>&nbsp;<strong>PLAT</strong>&nbsp;plb posit <strong>PULS</strong>&nbsp;pyrog <span style="text-decoration: underline;">rhus-t</span>&nbsp;ros-ca-a sac-alb salx-f <span style="text-decoration: underline;"><strong>SEP</strong></span>&nbsp;stann <strong>STRAM</strong>&nbsp;stry <strong>SUL-AC</strong>&nbsp;tab tax <strong>THUJ</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">uran</span>&nbsp;<strong>VALER</strong>&nbsp;<strong>VERAT</strong></li>
<li>Geist, Gemüt; Gemütserregung, Anspannung, erregbar; rasend, wild (8): aether <strong>ARG-N</strong>&nbsp;atro camph hyosin <strong>KALI-I</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">plac</span>&nbsp;tity-t</li>
</ul>
<p>Eine besondere Beachtung verdient weiterhin die Rubrik</p>
<ul>
<li>Mirillis Themen; Sarkasmus, beissender Spott (139): ... aml-n ... bar-c ... <strong>BUT-AC</strong>&nbsp;calc ... camph ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>CARB-V</strong></span>&nbsp;carbn-o ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>GRAPH</strong></span>&nbsp;guai ... petr ... (Kohlenstoffverbindungen zu Demonstrationszwecken vom Autor ausgewählt)</li>
</ul>
<p>da es sich bei dem Mittel um das Harz des Baumes, eine langkettige Kohlenstoffverbindung (C10H16O) handelt und nicht um ein botanisches Produkt, wie Blatt, Blüte, Ast oder Wurzel. Dies scheint ursächlich verantwortlich dafür zu sein, dass man bei einer vorsichtigen Anamnese auch einen gewissen Sarkasmus herausspürt, wie er für Kohlen(wasserstoff)-Verbindungen in der Homöopathie typisch ist. Es ist hier das Verlangen, der Wunsch nach etwas bei dem gleichzeitigen Unvermögen diesem Verlangen irgendwie nachzukommen oder es auch nur klar zu formulieren, das zu Sarkasmus im Allgemeinen führt. Eine Vorstellung kann nicht direkt angegangen werden, aus welchem Grund auch immer, und dies führt zu Sarkasmus im allgemeinen. Ganz typisch und geradezu ein Kennzeichen desselben ist ja Sarkasmus im Kabarett, wo der Künstler auf einen 'Missstand' hinweisen will, ohne ihn selbst angehen oder beseitigen zu können.</p>
<p>Betonen möchte ich noch einmal, dass in meiner Praxis die erwähnte klassische Symptomatik mit Kälte des Körpers bei dem Verlangen, sich aufzudecken oder auch die Kollapsneigung nie vorhanden war.</p>
<h5>(1) Vijayakar, Dr. Prafull, Mumbai, Indien, eigene Aufzeichnungen 2007-2013</h5>
<h5>(2) Hering, Constantin, Condensed Materia Medica, 3. Auflage, F. E. Boericke, Philadelphia 1884, Übersetzung des Autors</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-2" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-2" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-2" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<ul>
<li><img style="margin: 0px 0px 6px 6px; float: right;" title="CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=319095" src="../../images/Bilder_AMB/Camph_Jp.jpg" alt="Camph Jp" width="428" height="338" />Geist, Gemüt; diktatorisch; dogmatisch (18): ars <span style="text-decoration: underline;">camph</span>&nbsp;<strong>CAUST</strong>&nbsp;chlam-t <strong>FERR</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">ferr-acet</span>&nbsp;impa-w kali-br <strong>KALI-C</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">lach</span>&nbsp;lyc <span style="text-decoration: underline;">merc</span>&nbsp;nux-v oxyg querc-r <span style="text-decoration: underline;">sep</span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">stoi-k</span>&nbsp;thuj</li>
<li>Gemüt; RECHTHABEREI, Bestimmtheit (20): adam, androc, ars, camph, <span style="text-decoration: underline;">caust</span>, choc, cupr, dulc, ferr, hep, hydrog, lac-h, <span style="text-decoration: underline;">lach</span>, lim-b-c,&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">merc</span>, nux-v, op, ozone, plat, sep</li>
<li>Geist, Gemüt; Reden, redet; hastig (81):&nbsp;<strong>ACON&nbsp;</strong>act-sp aids alco&nbsp;<strong>AMBR</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">amet</span>&nbsp;anac androc anh arg&nbsp;<strong>ARN</strong>&nbsp;<strong>ARS</strong>&nbsp;atro atro-s aur aur-s&nbsp;<strong><span style="text-decoration: underline;">BELL</span></strong>&nbsp;borr-b&nbsp;<strong>BRY</strong>&nbsp;bufo calc-hp&nbsp;<strong>CAMPH</strong>&nbsp;cann-i cann-s caust chlol cic cimic cina&nbsp;<strong>COCC</strong>&nbsp;cymb-c falco-c&nbsp;<strong>FL-AC</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">gink</span>&nbsp;haliae-lc&nbsp;<strong>HELO</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>HEP</strong></span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>HYOS</strong></span>&nbsp;<strong>IGN</strong>&nbsp;irid kali-c kali-p lac-c&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>LACH</strong></span>&nbsp;lil-t loxo-r&nbsp;<strong>LYC</strong>&nbsp;<strong>LYSS</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">m-art</span>&nbsp;<strong>MED</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>MERC</strong></span>&nbsp;merc-v&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">mez</span>&nbsp;mobil-ph morph&nbsp;<strong>MOSCH</strong>&nbsp;neod nico-r nux-v op&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>PH-AC</strong></span>&nbsp;<strong>PLAT</strong>&nbsp;plb posit&nbsp;<strong>PULS</strong>&nbsp;pyrog&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">rhus-t</span>&nbsp;ros-ca-a sac-alb salx-f&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>SEP</strong></span>&nbsp;stann&nbsp;<strong>STRAM</strong>&nbsp;stry&nbsp;<strong>SUL-AC</strong>&nbsp;tab tax&nbsp;<strong>THUJ</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">uran</span>&nbsp;<strong>VALER</strong>&nbsp;<strong>VERAT</strong></li>
<li>Gemüt; TROST, Zuspruch; amel. (16): ars, asaf, <strong>Camph</strong>, carc, cic, falco-p, gels, hell, lyss, pall, parth, <span style="text-decoration: underline;">phos</span>, <strong>Puls</strong>, raph, sac-alb</li>
<li>Geist, Gemüt; Gemütserregung, Anspannung, erregbar; rasend, wild (8): aether <strong>ARG-N</strong>&nbsp;atro camph hyosin <strong>KALI-I</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">plac</span>&nbsp;tity-t</li>
<li>Gemüt; GESCHWÄTZIGKEIT, Redseligkeit; Reden, Ansprachen, hält (7): arn, camph, cham, ign, <span style="text-decoration: underline;">lach</span>, lachn, lyss</li>
<li>Geist, Gemüt; anklammern; greift nach anderen Personen (22): agar <strong>ANT-T</strong>&nbsp;ars bar-c <span style="text-decoration: underline;">bism</span>&nbsp;bism-n <span style="text-decoration: underline;">bor</span>&nbsp;<strong>CAMPH</strong>&nbsp;cina coff <strong>CUPR</strong>&nbsp;cupr-acet <span style="text-decoration: underline;">gels</span>&nbsp;iodof irid op phos psil-s <strong>PULS</strong>&nbsp;sol-t <strong>STRAM</strong>&nbsp;tax</li>
<li>Geist, Gemüt; Gebärden, Gesten, macht; Hände, streckt sie aus, greift, zupft usw.; Personen, nach umstehenden (10): acetan <strong>ANT-T</strong>&nbsp;ars bell <strong>CAMPH</strong>&nbsp;cocc merc op phos stram</li>
<li>Mirillis Themen; Sarkasmus, beissender Spott (139): ... aml-n ... bar-c ... <strong>BUT-AC</strong>&nbsp;calc ... camph ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>CARB-V</strong></span>&nbsp;carbn-o ... <span style="text-decoration: underline;"><strong>GRAPH</strong></span>&nbsp;guai ... petr ... (Kohlenstoffverbindungen zu Demonstrationszwecken vom Autor ausgewählt)</li>
<li>Geist, Gemüt; Gedanken versunken, in; Gedankensphären, wie in höheren, aber er ist sich dessen nicht bewusst (1): camph</li>
<li>Gemüt; GEDANKEN; allgemein; gedankenvoll; sich selbst, über (4): camph, cic, ferr-ma, viol-o</li>
<li>Gemüt; GEDANKEN; allgemein; hartnäckig; sich selbst, über; will von Gedanken über sich selbst abgelenkt werden (1): camph</li>
<li>Gemüt; FURCHT; allgemein; Spiegeln im Zimmer, vor; sich selbst sehen zu müssen (1): camph</li>
<li>Geist, Gemüt; Entfliehen, versucht zu; Fenster, aus dem (11): <strong>AESC</strong> <strong>AETH</strong> <strong>ARG-N</strong> <strong>AUR</strong> <strong>BELL</strong> bry calc-sil <strong>CAMPH</strong> <strong>GELS</strong> glon valer</li>
<li>WAHNIDEE, Einbildung; Körper; Gehirn; balanciere auf einer schwachen Spitze und laufe Gefahr, jeden Augenblick umzustürzen (1): camph</li>
<li>Gemüt; WAHNIDEE, Einbildung; Gegenstände; manchmal dick, manchmal dünn, beim Schließen der Augen in leichtem Schlaf (1): camph</li>
<li>Gemüt; GEMÜTSERREGUNG, Gefühlsspannung, erregbar; allgemein; Wort, durch jedes (1): camph</li>
<li>Geist, Gemüt; Wahnideen, Illusionen; Welt; neuen Welt, er bewege sich in einer (7): borr-b camph corv-c lar-ar lsd oplo-h taosc</li>
<li>Gemüt; WAHNIDEE, Einbildung; Welt; sie habe ihre eigene kleine, in der die Dinge klar seien, außen sei unsicher (1): camph</li>
<li>Gemüt; VORSCHLÄGE; macht absurde (1): camph&nbsp;</li>
<li>Geist, Gemüt; Reden, redet; fremder Sprache, in (7): camph lac-as lach m-arct <strong>NIT-AC</strong>&nbsp;sol-n <strong>STRAM</strong></li>
<li>Geist, Gemüt; Delirium; wiederholt denselben Satz oder Wörter (3): camph culx-p <span style="text-decoration: underline;">zinc</span><br /><br /></li>
<li>Gesicht; Spitz, hager; Nase: aether anath&nbsp;<strong>ANT-T</strong>&nbsp;apis&nbsp;<strong>ARS</strong>&nbsp;calc-p&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>CAMPH</strong></span>&nbsp;<strong>CARB-V</strong>&nbsp;<strong>CHINA</strong>&nbsp;<strong>COCC</strong>&nbsp;<strong>CUPR</strong>&nbsp;<strong>HELL</strong>&nbsp;kali-cy kali-p&nbsp;<strong>LACH</strong>&nbsp;laur&nbsp;<strong>MYOS</strong>&nbsp;nux-v op&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>PH-AC</strong></span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">plb</span>&nbsp;podo puls&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>RHUS-T</strong></span>&nbsp;sec sieg spong&nbsp;<strong>STAPH</strong>&nbsp;<strong>TAB</strong>&nbsp;thul-m&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>VERAT</strong></span>&nbsp;<strong>VERAT-V</strong></li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Thu, 28 Feb 2019 13:35:54 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Proteus mirabilis</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/231-proteus-mirabilis.html</link>
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<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-3" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-3" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-3" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-3" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#meine-erfahrungen-2" title="Meine Erfahrungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-meine-erfahrungen-2" data-toggle="tab" data-id="meine-erfahrungen-2" role="tab" aria-controls="meine-erfahrungen-2" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Meine Erfahrungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-3" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-3" data-toggle="tab" data-id="repertorium-3" role="tab" aria-controls="repertorium-3" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
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<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-3" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-3" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-3" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Prot_mira_colourful.jpg" alt="Prot mira colourful" width="293" height="217" style="margin: 2px 0px 6px 6px; float: right;" title="https://www.venganza.org/2007/01/a-scientist-converts-evidence-of-his-children/" />Proteus mirabilis ist Teil der Enterobakterien-Familie, Bakterien die sich im Darm des Menschen aufhalten. Sie sind fakultative Anaerobier, die Maltose aber keine Laktose fermentieren k&ouml;nnen. Proteus ist durch seine Flagellen sehr beweglich und kann Polysaccharide sezernieren um an festen Oberfl&auml;chen besser anhaften zu k&ouml;nnen, weshalb es oft auf medizinischem Ger&auml;t zu finden ist. Es wird reichlich in der Erde und Oberfl&auml;chen-Wasser gefunden und ist eben Teil der normalen menschlichen Intestinal-Flora, kann aber auch f&uuml;r Krankheiten verantwortlich zeichnen. Dann ist sein Hauptangriffspunkt im menschlichen K&ouml;rper der Harntrakt, wo es f&uuml;r Harnwegsinfekte (HWI) verantwortlich ist. Meist sind Frauen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr von HWIs betroffen. Hierbei zeichnet Proteus bei sonst gesunden Frauen f&uuml;r ca. 1 &ndash; 2% aller Infektionen verantwortlich (E. Coli ist der meist verbreitete Verursacher). In Krankenh&auml;usern ist Proteus f&uuml;r 5% der dort erworbenen HWI verantwortlich und bei einem Infekt als Folge einer Katheter-Versorgung sogar in 20 bis 45% der F&auml;lle (s. oben, eine Folge des Anhaftens an medizinischem Ger&auml;t durch das ausgeschiedene Polysaccharid). 90% aller Proteus-Infektionen sind von Proteus mirabilis verursacht, wobei die Erkrankung von&nbsp; Urethritis, Zystitis, Prostatitis, oder Pyelonephritis &uuml;ber den ganzen Urogenitaltrakt gehen kann. Auch rezidivierende Nierensteine k&ouml;nnen ein Hinweis auf eine zugrundeliegende Proteus-Infektion sein. (1)</p>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Proteus_McConkey.jpg" alt="Proteus McConkey" width="231" height="244" style="margin: 5px 9px 5px 0px; float: left;" title="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=612033" />Die Geschichte des Mittels Proteus mirabilis in der Hom&ouml;opathie ist eine ganz andere und ich muss gestehen, dass ich pers&ouml;nlich diese sog. Darmnosoden in den vergangenen Jahren, in denen ich mich mit Hom&ouml;opathie besch&auml;ftigt habe, fast g&auml;nzlich ignoriert habe. Dies beruht einmal auf der Tatsache einer fehlenden orthodoxen Arneimittelpr&uuml;fung, aber schon ihre Einordnung als 'Nosoden' im Sinne einer Herkunft aus krankem, pathologischem oder in Zersetzung befindlichem Material finde ich schon schwierig. Eigentlich sind wir ja von den kleine 'Mitessern' in unserem Darm abh&auml;ngig und die Besiedlung des menschlichen Darmkanals mit ihnen hat eine sehr gro&szlig;e Bedeutung (2) f&uuml;r unsere Verdauung und damit unser Leben. Deshalb liegen Darmausgang und Geburtskanalende z.B. in unmittelbarer N&auml;he und sorgen damit f&uuml;r eine rasche, postpartale Besiedlung des Neugeborenen mit der intestinalen Flora der Mutter (2). Einen ersten Kontakt mit speziell Proteus hatte ich jedoch, wie so oft, durch Dr. Vijayakar in Mumbai, der von einem durch das Mittel geheilten Fall in seinem Buch 'Die Theorie der Unterdr&uuml;ckung' (3), das ich aus dem Englischen &uuml;bersetzt habe, berichtet. Ausschlagebend f&uuml;r die Verordnung waren dabei folgende Rubriken:</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; GEWALT, Heftigkeit; allgemein; ver&auml;rgert, wenn (3): oena, prot, <span style="text-decoration: underline;">sil&nbsp;</span></li>
<li>Gem&uuml;t; KRABBELT, rollt; Fu&szlig;boden, auf dem; Zorn, im (1): prot</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Zorn, &Auml;rger; leidenschaftliche Ausbr&uuml;che; f&auml;llt zu Boden, tritt und schreit (6): calc cham lac-drom nat-m prot tub</li>
<li>Gem&uuml;t; ROLLEN; Boden, auf dem (9): acet-ac, ars, <span style="text-decoration: underline;">calc</span>, cic, <strong>Op</strong>, paeon, prot, <span style="text-decoration: underline;">sulph</span>, tarent</li>
</ul>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Prot_Dr_Bach_Oil.jpg" alt="Prot Dr Bach Oil" width="227" height="338" style="margin: 5px 0px 5px 6px; float: right;" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license photo by Alice Flores " />Aber weiter in der Geschichte dieses 'unorthodoxen' Medikaments, das auf den englischen Arzt Dr. Edward Bach (1886-1936) zur&uuml;ckgeht, allerdings zuerst ohne Kenntnis der Hom&ouml;opathie als 'Vakzine' verwendet wurde. Im weiteren zitiere ich sehr h&auml;ufig aus dem Buch von Wolfgang Mettler, 'Die Darmnosoden' (4), was dann, au&szlig;er den Anf&uuml;hrungszeichen, nicht gesondert gekennzeichnet ist. Bach ging davon aus, die meisten Erkrankungen w&uuml;rden vom Darm aus verursacht und somit sei die bakterielle Besiedlung des Darmes auch f&uuml;r die Heilung verantwortlich. 'So trug zu Anfang dieses Jahrhunderts ein namhafter Chirurg eine Theorie vor, wonach die meisten chronischen Leiden Folgen einer Autointoxikation vom Colon her seien. Auf Grund dieser Theorie behandelte er viele seiner chronisch Kranken durch eine Teilresektion des Colons. Entweder stimmte die Hypothese dieses Chirurgen oder es war die psychologische Wirkung des chirurgischen Eingriffs, jedenfalls besserten sich viele Patienten auf die Operation hin.' Wir k&ouml;nnen diese Aussage oder These nat&uuml;rlich nicht &uuml;berpr&uuml;fen, mit meiner Ansicht von Mensch und Krankheit ist es jedoch nicht in &Uuml;bereinstimmung zu bringen. Bach folgte diesem Ansatz, und fertigte nach dem Vorbild von Impfungen eigene Pr&auml;parate an, die er den Patienten verabreichte. 'Fand man bei der Stuhluntersuchung des Patienten eines dieser Organismen, so stellte man daraus [nach seiner Anzucht] eine Vakzine her, die man ihm [regelm&auml;&szlig;ig] injizierte.' Er teilte die Bakterienst&auml;mme schon fr&uuml;h nach ihren metabolischen Eigenarten in 6 Gruppen ein, Dysenterie, G&auml;rtner, Faecalis alkaligenes, Morgan, Proteus und Coli mutabile. '1917 wurde bei Bach ein b&ouml;sartiger Milztumor festgestellt, dessen Auswirkungen nach der Operation er angeblich nur durch Willenskraft &bdquo;besiegte&ldquo;, um seine Vorhaben zu beenden. Ab 1918 war Bach [dann aber] Arzt am London Homoeopathic Hospital, wo er aus seinen Nosoden[-Vakzinen] die sogenannten Bach-Nosoden [hom&ouml;opathische Medikamente] entwickelte, denen er spezifische Charaktereigenschaften der Patienten zuordnete.' (5) Der 'Sprung zur Hom&ouml;opathie war also geschafft und Bach arbeitete weiter an seiner Methode der Bek&auml;mpfung von Krankheiten mittels seinen Darm-Vaczinen. Dabei hatte er seine engen Mitarbeiter 'Dr. Wheeler und Dr. Dishington, zu denen sich sp&auml;ter noch Dr. J. Paterson (1890 &ndash; 1955), ein Pathologe aus Glasgow hinzugesellte. ...1928 gibt Bach seine Londoner Praxis auf, um sich ganz der Suche nach Pflanzen widmen zu k&ouml;nnen, die in ihrer Wirkung den Vakcinen gleichkommen. Er m&ouml;chte eine Heilmethode schaffen, die allen Menschen leicht verst&auml;ndlich und leicht zug&auml;nglich sein soll. ... Leider verbrennt er zu Beginn seiner neuen Forschungen alle Unterlagen &uuml;ber seine bisherigen Forschungsergebnisse. Er widmet sich der Suche und Erforschung der &bdquo;Bachbl&uuml;ten,, bis zu seinem Lebensende 1936. ... Vor seinem Tode verbrennt er auch dieses Mal alle seine Aufzeichnungen. ... Die weitere Erforschung der Darmnosoden wurde aber fortgef&uuml;hrt durch Dr. John Paterson aus Glasgow zusammen mit seiner Frau Elizabeth Paterson.</p>
<p>Die Erfahrungen von Dr. Bach und seinen Mitarbeitern und seine eigenen Beobachtungen setzten Paterson in den Stand, eine Liste von Darmkeimen mit ihren zugeh&ouml;rigen Arzneimitteln aufzustellen und damit ein klinisches Bild zu verkn&uuml;pfen, d.h., f&uuml;r jeden Typ von Darmkeim eine &bdquo;Arzneipr&uuml;fung&ldquo; anzugeben. In diesem Fall wurde der Begriff &bdquo;Arzneipr&uuml;fung&ldquo; nicht in dem strikten Hahnemann&rsquo;schen Sinn &ndash; Pr&uuml;fung am gesunden Menschen &ndash; gebraucht, sondern als klinisches Beobachtungsergebnis am Kranken.' Jetzt wird auch klar, warum bei manchen Arzneimittel-Bildern Bach und bei anderen Paterson in Klammern hinzugef&uuml;gt ist. Letzterer hat offenbar die Idee weiter gef&uuml;hrt und um einige Pr&auml;parate erweitert (6). 'Dazu kommen noch einige Darmnosoden, die von franz&ouml;sischen Hom&ouml;opathen wie Vannier, Fortier - Bernoville u.a. hergestellt und erforscht wurden.' (7) ... Es ist Elizabeth Paterson gewesen, die uns als erste eine Liste von Symptomen erstellt hat, die sie von Patienten aufgezeichnet und gesammelt hat, die mit verschiedenen Nosoden in 330 klinischen F&auml;llen behandelt wurden (A Survey of the Nosodes). ... Des weiteren kamen von vielen Autoren klinische Symptome hinzu. ... Im August 1949 hielt Dr. John Paterson auf dem Kongress der Liga Hom&ouml;opathica Internationalis in Lyon einen Vortrag &uuml;ber die Darmnosoden. ... Die von Paterson angewandten Nosoden sind Verd&uuml;nnungen von Bakterienkulturen, die durch &Uuml;berimpfung von Faeces auf die &uuml;blichen Kulturb&ouml;den gewonnen wurden.' Soweit im Gro&szlig;en und Ganzen Dr. Mettler.&nbsp;</p>
<p>Das Misstrauen vieler Hom&ouml;opathen, inklusive mir selbst, den Darm-Nosoden gegen&uuml;ber d&uuml;rfte damit erkl&auml;rt sein. Hinzu kommt der Mangel an klaren Symptomen, die man der Materia Medica entnehmen k&ouml;nnte. Bez&uuml;glich Proteus sagte uns Dr. Vijayakar immer nur, er habe es fr&uuml;her in der Universit&auml;tsambulanz bei st&uuml;rmisch pl&ouml;tzlichen Symptomen gebraucht, die &uuml;ber den Patienten hereingebrochen seien, z.B. bei Herzinfarkten. Eine Durchfall-Historie in der Vorgeschichte sollte zus&auml;tzlich vorhanden sein. (8)</p>
<h5>(1)&nbsp; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK442017/ (&uuml;bersetzt und zusammengefasst duch den Autor)&nbsp;</h5>
<h5>(2) Collen, Alanna, Die stille Macht der Mikroben, EAN: 9783641152727, Originaltitel: 10 % Human, Riemann Verlag 2015</h5>
<h5>(3) Vijayakar, Dr. Prafull , Die Theorie der Unterdr&uuml;ckung, ISBN: 978-3-937 121-03-X, Verlag Kristina Lotz 2004</h5>
<h5>(4) Mettler, Wolfgang, Die Darmnosoden, Verlag M&uuml;ller &amp; Steinicke GmbH, M&uuml;nchen 2000</h5>
<h5>(5) http://www.xn--homopedia-27a.eu/index.php/Artikel:Edward_Bach</h5>
<h5>(6) Morgan (Bach), Morgan-pure (Paterson), Bacillus Proteus (Bach), Bacillus Nr. Sieben, Bacillus Nr. Zehn, Bacillus G&auml;rtner (Bach), Bacillus Dysenterie-Co (Bach), Sycotic-Co (Paterson), Bacillus mutabilis (Paterson), Bacillus f&auml;calis (Bach), Cocal-Co (Paterson), Colibacillinum, Anticolibacill&auml;res Serum, Streptoenterococcus, Parathyphoidinum - B, Eberthinum</h5>
<h5>(7) https://www.miasmenlehre.de/mettler/mettler-buch_darm.html</h5>
<h5>(8) Vijayakar, Dr. Prafull, Mumbai, Indien, eigene Aufzeichnungen 2007-2013</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="meine-erfahrungen-2" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-meine-erfahrungen-2" aria-hidden="true">
<a id="anchor-meine-erfahrungen-2" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Meine Erfahrungen</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Prot_mirab_pair.jpg" alt="Prot mirab pair" width="222" height="184" style="margin-right: 9px; margin-bottom: 5px; float: left;" title="https://www.venganza.org/2007/01/a-scientist-converts-evidence-of-his-children/" />Wie so oft kann ich mich nur den Erfahrungen von Dr. Vijayakar anschlie&szlig;en (1), der von einer beeindruckenden Heftigkeit und Bedrohlichkeit der Symptome spricht. Aus diesem Grund, sei das Mittel in seiner Studienzeit h&auml;ufig bei Herzinfarkten eingesetzt worden. Damit hat es eine gewisse &Auml;hnlichkeit zu Cantharis, das ebenfalls komplett revoltiert, dabei aber seinen Dreh- und Angelpunkt eher im Urogenitalbereich hat, w&auml;hrend er bei Proteus im Verdauungstrakt liegt. Meist sind es Durchfall-Erkrankungen, es kann sich jedoch auch um eine andere parasit&auml;re Besiedlung handeln. Die ganze Person ist davon eingenommen und betroffen, und alles geht sehr schnell. So hei&szlig;t es bei Paterson (2) 'Es scheint schwierig, ein einziges Wort anzubieten, womit man das Bild von Proteus (Bach) herleiten k&ouml;nnte. Ich m&ouml;chte aber sagen, dass es nur selten eine Wirkung haben wird, wenn nicht alle die herausragenden Symptome des peripheren oder zentralen Nervensystems mit einiger Pl&ouml;tzlichkeit erschienen. &hellip; &hellip; Ausbr&uuml;che gewaltt&auml;tigen Zorns, besonders wenn man sich ihnen entgegen stellt. Der Patient wird alles entgegen schleudern, was erreichbar ist, treten und schlagen. Das Kind widersetzt sich der elterlichen Kontrolle, liegt auf dem Boden, tritt und schreit. Emotionale Hysterie, was uns das Mittel Ignatia nahelegt, wird auch in den Pr&uuml;fungen beschrieben.'&nbsp;<br />Das ganze System des von einer Proteus-Pathologie betroffenen Menschen ist ein einem Aufruhr, wie der Tumult einer Menschenmenge, die am Rande der Panik steht. Die zugrunde liegende Emotion kann hierbei Angst, Furcht, Betroffenheit, Entr&uuml;stung oder Ekel sein, alles ist wie ein 'Erdbeben' des gesamten Nervensystems. Dabei erscheint dem unvoreingenommen Betrachter die Ursache vielleicht gar nicht so dramatisch, die 'bebende Reaktion' des Betroffenen ist es aber um so mehr. Wenn man eine solche Situation sieht, sollte man unbedingt an das Medikament denken und wenn ein wenig ein Zusmmenhang mit Durchfall oder vielleicht auch Harnwegsinfekten bestehen sollte, kann man es auch mit Zutrauen verordnen!</p>
<p>In diesem Zusammenhang ebenfalls von Interesse, ist eine weniger positive Erfahrung mit einer anderen Darmnosode, dem Bacillus dysenteriae (dys-co), das eine ausgesprochen heftige Reaktion bei einem &auml;lteren Patienten hervorrief, wie ich sie in ihrer Dramatik nur selten erlebt habe. Es kam zu einer recht unangenehmen Verschlechterung der Gesamtsymptomatik, wie ich sie dergestalt nicht oft bei einem nur teilweise passenden Mittel erlebt hatte.</p>
<p>Offenbar hat nicht nur Proteus diese allgemeine Heftigkeit, die man sich als Kennzeichen unbedingt merken sollte.</p>
<h5>(1) Vijayakar, Dr. Prafull, Mumbai, Indien, eigene Aufzeichnungen 2007-2013</h5>
<h5>(2) http://www.homeoint.org/books5/paterson/bowelnosodes.htm (&Uuml;bersetzung des Autors)</h5>
<p>&nbsp;</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-3" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-3" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-3" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<ul>
<li><img src="../../images/Bilder_AMB/Prot_mirabilis_01.jpg" alt="Prot mirabilis 01" width="326" height="215" style="margin-left: 6px; margin-bottom: 5px; float: right;" title="The American Society for Microbiology grants the public nonexclusive rights to copy, distribute, adapt or display under a Creative Commons Attribution &ndash; Noncommercial &ndash; NoDerivatives 4.0 International license (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/)" />Gem&uuml;t; GEWALT, Heftigkeit; allgemein; ver&auml;rgert, wenn (3): oena, prot, sil&nbsp;</li>
<li>Gem&uuml;t; SCHREIEN, Kreischen; allgemein; Zorn, im (10): cast, <span style="text-decoration: underline;">cham</span>, corv-c, <span style="text-decoration: underline;">iod</span>, <span style="text-decoration: underline;">lac-eq</span>, lap-c-b, nux-v, prot, puls, zinc</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; reisst, zerrt; Dingen, an (45): agar arg-n asaf <strong>BELL</strong>&nbsp;<strong>BUFO</strong>&nbsp;calc <strong>CAMPH</strong>&nbsp;<strong>CANTH</strong>&nbsp;caps carc chel cimic <strong>CIMX</strong>&nbsp;con cordy-a cupr cupr-acet dysp-p gink hist hura <strong>HYOS</strong>&nbsp;<strong>IGN</strong>&nbsp;iod <strong>KALI-P</strong>&nbsp;<strong>LIL-T</strong>&nbsp;loxo-r lyc lyss mand merc nit-ac <strong>NUX-V</strong>&nbsp;<strong>OENA</strong>&nbsp;op phos phyt plb prot scut sol-t <strong>STRAM</strong>&nbsp;<strong>SULPH</strong>&nbsp;<strong>TARENT</strong>&nbsp;<strong>VERAT</strong></li>
<li>Gem&uuml;t; KRABBELT, rollt; Fu&szlig;boden, auf dem; Zorn, im (1): prot</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Zorn, &Auml;rger; leidenschaftliche Ausbr&uuml;che; f&auml;llt zu Boden, tritt und schreit (6): calc cham lac-drom nat-m prot tub</li>
<li>Gem&uuml;t; AUFFAHREN, schreckhaft; Ber&uuml;hrung, bei (15): bamb-a, <span style="text-decoration: underline;">bell</span>, <span style="text-decoration: underline;">cocc</span>, coff, coffin, <strong>Kali-c</strong>, <span style="text-decoration: underline;">kali-p</span>, kali-sil, m-aust, mag-c, prot, ruta, <span style="text-decoration: underline;"><em>sil</em></span>, stram, stry</li>
<li>Gem&uuml;t; ROLLEN; Boden, auf dem (9): acet-ac, ars, <span style="text-decoration: underline;">calc</span>, cic, <strong>Op</strong>, paeon, prot, <span style="text-decoration: underline;">sulph</span>, tarent<br /><br /></li>
<li>Weibliche Genitalien; HAUTAUSSCHL&Auml;GE; Furunkel (4): morg, prot, tarent, thuj</li>
<li>Generalities; FOOD and drinks; chocolate; aversion (6): bani-c, calc-sil, lac-eq, osm, prot, tarent</li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Fri, 25 Jan 2019 14:19:02 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Erythroxylon Coca</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/230-erythroxylon-coca.html</link>
			<guid isPermaLink="true">https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/230-erythroxylon-coca.html</guid>
			<description><![CDATA[

<!-- START: Tabs -->
<div class="rl_tabs nn_tabs outline_handles outline_content top align_left" role="presentation">
<!--googleoff: index-->
<a id="rl_tabs-scrollto_5" class="anchor rl_tabs-scroll nn_tabs-scroll"></a>
<ul class="nav nav-tabs" id="set-rl_tabs-5" role="tablist">
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-4" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-4" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-4" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-4" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#klassische-literatur-3" title="Klassische Literatur" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-klassische-literatur-3" data-toggle="tab" data-id="klassische-literatur-3" role="tab" aria-controls="klassische-literatur-3" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Klassische Literatur</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#meine-erfahrungen-3" title="Meine Erfahrungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-meine-erfahrungen-3" data-toggle="tab" data-id="meine-erfahrungen-3" role="tab" aria-controls="meine-erfahrungen-3" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Meine Erfahrungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-4" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-4" data-toggle="tab" data-id="repertorium-4" role="tab" aria-controls="repertorium-4" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
</ul>
<!--googleon: index-->
<div class="tab-content">
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-4" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-4" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-4" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p><img style="margin: 2px 0px 5px 6px; float: right;" title="von H. Zell - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9880282" src="../../images/Bilder_AMB/coca_01.jpg" alt="coca 01" width="324" height="241" />Eine wirklich schöne und erschöpfende Beschreibung von Kokablättern bzw. der Geschichte der Droge Kokain im Westen findet man in diesem langen und schön bebilderten Artikel der Deutschen Apotheker Zeitung (1). Besondere Beachtung sollte man auch Seite 7 schenken, wo vom bekanntesten Getränk der heutigen Zeit die Rede ist, dessen Name den Namen der Pflanze noch immer enthält, obwohl ihr Wirkstoff daraus verbannt worden ist (2, 3): 'Coca-Wein wurde mit einem nie zuvor dagewesenen Werbeaufwand auf den Markt gebracht, mutierte zu einem ubiquitären Konsumprodukt, das seinen „Großmeister“ berühmt und wohlhabend machte und stimulierte schließlich die Erfindung eines Getränkes, das zum erfolgreichsten Soft-Drink aller Zeiten werden sollte.'&nbsp;</p>
<h6>(1)&nbsp; <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/31/cocaine-coca-medical-use-pharmacopoeia-medizin/chapter:1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/31/cocaine-coca-medical-use-pharmacopoeia-medizin/chapter:1</a></h6>
<h6>(2) <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/31/cocaine-coca-medical-use-pharmacopoeia-medizin/chapter:7" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/31/cocaine-coca-medical-use-pharmacopoeia-medizin/chapter:7</a></h6>
<h6>(3) <a href="https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/31/cocaine-coca-medical-use-pharmacopoeia-medizin/chapter:8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/05/31/cocaine-coca-medical-use-pharmacopoeia-medizin/chapter:8</a></h6>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="klassische-literatur-3" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-klassische-literatur-3" aria-hidden="true">
<a id="anchor-klassische-literatur-3" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Klassische Literatur</h2>
<p>Da die klassische Literatur fast nur in meinen Augen unspezifische Symptome wiedergibt, macht es keinen Sinn, sie im einzelnen zu besprechen. Wen es interessiert, kann hier die Beschreibung Boerickes (1) lesen, die in meinen Augen relevanten Teile habe ich durch Kursivschrift hervorgehoben:<img style="margin: 4px 0px 5px 5px; float: right;" title="Kokain Strukturformel von NEUROtiker, gemeinfrei" src="../../images/Bilder_AMB/coca_03_Cocaine.jpg" alt="coca 03 Cocaine" width="338" height="167" /></p>
<p>COCA - ERYTHROXYLON COCA (Kokastrauchblätter; göttl. Pflanze der Inkas); Erythroxylaceae; Peru, Bolivien, Chile</p>
<p>Das Bergsteiger-Mittel. Nützlich bei verschiedenen Beschwerden, die mit Bergsteigen zusammenhängen, wie <em>Herzklopfen, Atemnot</em>, Angst u. Schlaflosigkeit. Erschöpftes Nervensystem durch körperliche u. geistige Anspannung. Karies der Zähne. <em><span style="text-decoration: underline;">STIMMVERLUST</span></em>. - 5 bis 6 Tropfen alle halbe Stunde geben, 2 Stunden vor der erwarteten Stimmbeanspruchung. Nächtliche Enuresis. Emphysem (QUEBRACHO).</p>
<p>&nbsp; Geist, Gemüt: Melancholisch; schüchtern, <em>unfrei in Gesellschaft, reizbar</em>, findet Gefallen an Einsamkeit u. Verborgenheit. Sinn für Recht u. Unrecht verloren.</p>
<p>&nbsp; Kopf: Ohnmachtsanfall durch Bergsteigen. Schockwellen vom Hinterkopf her mit Schwindel. OHRENGERÄUSCHE. Kopfschmerz mit Schwindel, vorher Lichtblitze. Bandgefühl über der Stirn. Diplopie. Zunge belegt. KOPFSCHMERZ DURCH GROSSE HÖHEN. Tinnitus.</p>
<p>&nbsp; Magen: Pfeffriges Gefühl im Mund. <em>Verlangen nach Alkoholika u. Tabak</em>. Starkes Sättigungsgefühl, lange anhaltend. Festgesetzte Blähung; kommt mit Geräusch u. Heftigkeit hoch, als wollte sie die Speiseröhre zerreißen. Tympanitische Auftreibung des Bauches. Kein Appetit, nur für Süßigkeiten.</p>
<p>&nbsp; Herz: HERZKLOPFEN bei Herzschwäche u. <em>Atemnot</em>.</p>
<p>&nbsp; Männl. G: Diabetes mit Impotenz (PHOS-AC.).</p>
<p>&nbsp; Atemwege: Hochräuspern von kleinen, durchsichtigen Schleimstücken. <em>Schwache Stimmbänder. HEISERKEIT</em>; V.- nach Sprechen. <em><span style="text-decoration: underline;">ATEMNOT, KURZATMIGKEIT</span></em>, besonders bei älteren Sportlern u. Alkoholikern. Hämoptyse. ASTHMA, spastischer Art.</p>
<p>&nbsp;Schlaf: Kann nirgends Ruhe finden, aber schläfrig. Nervosität u. nächtliche Ruhelosigkeit während des Zahnens.</p>
<p>&nbsp;Modalitäten: B.- Wein; Fahren, schnelle Bewegung im Freien. V.- beim Hochsteigen, in großen Höhen.</p>
<h5>(1) Boericke, W., Materia Medica, aus MacRepertory für Windows Pro 6.1.7</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="meine-erfahrungen-3" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-meine-erfahrungen-3" aria-hidden="true">
<a id="anchor-meine-erfahrungen-3" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Meine Erfahrungen</h2>
<p>Coca ist ein typisches Mittelbild, das sich mir wahrscheinlich ohne die Erfahrung in der Praxis von Dr. Vijayakar in Mumbai so schnell nicht erschlossen hätte. Zu weit gehen die klassische Beschreibung, und auch die Wirkung als Droge, mit seiner Anwendung in der homöopathischen Praxis auseinander. Dabei ist es doch relativ einfach, das Mittelbild zu erkennen, wenn man es einmal verstanden hat. Die typische Auffälligkeit liegt bei einem Menschen, der Coca benötigt, in seiner wirklich pathologisch schüchternen Art, wie er oder sie im Hintergrund bleiben möchten und es einfach nicht aushält in irgendeiner Art im Mittelpunkt zu stehen oder direkt angesehen zu werden. Wie immer, erschließen sich viele Eigenschaften nicht eindimensional nur aus der erzählten Geschichte oder nur aus der aktuellen Beobachtung des Patienten, sondern die Wachheit der Sinne des Arztes und die 'Gesamtwahrnehmung' des Patienten entscheiden. Es kann hier ein entweder oder sein, das den Ausschlag für das Mittelbild gibt.</p>
<p>Dabei ist er durchaus fleissig und arbeitssam, v.a. nachts, aber nicht nur:</p>
<ul>
<li>Gemüt; FLEIßIG, Arbeitswut; nachts (1): coca</li>
</ul>
<p><img style="margin: 4px 6px 6px 0px; float: left;" title="von Nutzer Darina, GNU Free Documentation License, Version 1.2" src="../../images/Bilder_AMB/coca_02.jpg" alt="coca 02" width="158" height="212" />Was allerdings zusätzlich vorhanden sein sollte, obwohl ich mir hierbei nicht 100%ig sicher bin, ist die in allen Arzneimittel-Lehren beschriebene Kurzatmigkeit der Arznei. Hier greift einerseits auch die klassisch grobstoffliche Anwendung bei Höhenkrankheit in den Anden und andererseits die, wohl daraus abgeleitete Beschreibung in den Materiae Medicae. Vermeulen (1) schreibt z.B. 'Nukleus: …&nbsp; 3. Dyspnoea bei Athleten, alten Menschen.'&nbsp; Außerdem führt er auch die seit den ersten Prüfungen bekannte Schüchternheit an: 'Extreme Schüchternheit, Schamhaftigkeit und Verlegenheit; Rückzug aus der Gesellschaft; "gefällt sich, wenn er alleine ist und im Verborgenen bleibt" [Lippe]. "Fühlt sich in Gesellschaft unwohl."</p>
<p>Aber auch bei Boericke (2) findet sich der Eintrag: ATEMNOT, KURZATMIGKEIT, besonders bei älteren Sportlern u. Alkoholikern. Hämoptyse. ASTHMA, spastischer Art.</p>
<p>Wie immer in der Homöopathie ist die ungewöhnliche Kombination dieser Eigenschaften und Symptome der korrekte Hinweis auf die Verordnung eines Mittels. Dabei wird der Patient möglicherweise seine Art anderen Menschen, auch dem Behandler, zu begegnen, vollkommen umgestellt haben und es scheint nur wenig auf die tief liegende Unsicherheit hinzuweisen. Gerade bei Menschen im mittleren oder fortgeschrittenen Lebensalter hat sich meist eine deutlich an die Erfordernisse der Gesellschaft adaptierte Art herausgebildet, die das eigentliche Wesen sehr häufig kaschiert. Aus der Geschichte wird man diese Eigenschaften dann aber herauslesen können. Dies ist allerdings natürlich nicht so einfach. Vielleicht hat der Patient eine Beziehung, Ehe oder berufliche Karriere abgebrochen, weil sie zu viel in der Öffentlichkeit stattfand, ihn zu sehr exponierte. Dies ist ein Moment, das uns stark an das Medikament Coca denken lassen sollte.</p>
<h5>(1) Vermeulen's Synoptic I, aus MacRepertory Pros for Windows 6.1.7, Übersetzung des Autors</h5>
<h5>(2) Boericke, W., Materia Medica, aus MacRepertory für Windows Pro 6.1.7, Übersetzung des Autors</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-4" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-4" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-4" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<ul>
<li>Geist, Gemüt; soziale Betätigung; schl. (2): coca <strong>PALL&nbsp;</strong></li>
<li>Gemüt; RUHELOSIGKEIT, Nervosität; allgemein; schüchtern, ängstlich in Gesellschaft (1): <span style="text-decoration: underline;">coca&nbsp;</span></li>
<li>Gemüt; MORALISCHE Störungen; Mangel an Moralität (61): ... <span style="text-decoration: underline;">anac</span>, ... <strong>Bell</strong>, bism, <span style="text-decoration: underline;">bufo</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">coca</span>, <span style="text-decoration: underline;">cocain</span>, ... <strong>Hyos</strong>, <span style="text-decoration: underline;">kali-br</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">laur</span>, lyc, <span style="text-decoration: underline;">morph</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">op</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">plat</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">sep</span>, squil, <strong>Stram</strong>, stry-p, <span style="text-decoration: underline;">tarent</span>, thuj, <strong>Verat&nbsp;</strong></li>
<li>Gemüt; VERGNÜGEN, unterhaltsamer Zeitvertreib; Vergnügungssucht (7): cann-i, coca, lac-del, <span style="text-decoration: underline;">lach</span>, pip-m, sumb, tung</li>
<li>Gemüt; FURCHT; allgemein; Bewegung, vor; abwärts (13): <strong>Bor</strong>, calc, coca, coff-t, cupr, cupr-acet, gels, hyper, lac-c, lil-t, <span style="text-decoration: underline;">sanic</span>, sil, zinc</li>
<li>Gemüt; FURCHT; allgemein; Herz; aufhören zu schlagen, werde; wenn er nicht; bewegungslos bleibt (2): coca, dig</li>
<li>Gemüt; WAHNIDEE, Einbildung; Stimmen, hört; unangenehme, über sich selbst (1): coca</li>
<li>Gemüt; FLEIßIG, Arbeitswut; nachts (1): coca</li>
<li>Gemüt; FRÖHLICHKEIT, Heiterkeit, Ausgelassenheit, Lustigkeit; allgemein; Gehen; Freien, im, beim und nach (9): alum, ang, chin-s, cinnb, coca, fl-ac, plb, tarent, teucr<br /><br /></li>
<li>Kopfschmerzen; DRÜCKEND; Hinterkopf; Schwindel, mit (1): coca</li>
<li>Sprechen &amp; Stimme; STIMME; Heiserkeit; Überbeanspruchung der Stimme (33): ... <span style="text-decoration: underline;">arg</span>, <span style="text-decoration: underline;">arg-n</span>, arn, arum-d, <strong>Arum-t</strong>, <strong>Caps</strong>, carb-v, <strong>Caust</strong>, <span style="text-decoration: underline;">coca</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">hep</span>, iod, <span style="text-decoration: underline;">kali-p</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">mang</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">nat-m</span>, nat-sel, <span style="text-decoration: underline;">phos</span>, <strong>Rhus-t</strong>, <span style="text-decoration: underline;">sel</span>, seneg, spong, <span style="text-decoration: underline;">still</span>, ...</li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Wed, 26 Dec 2018 09:35:34 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Ranunculus bulbosus</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/229-ranunculus-bulbosus.html</link>
			<guid isPermaLink="true">https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/229-ranunculus-bulbosus.html</guid>
			<description><![CDATA[

<!-- START: Tabs -->
<div class="rl_tabs nn_tabs outline_handles outline_content top align_left" role="presentation">
<!--googleoff: index-->
<a id="rl_tabs-scrollto_6" class="anchor rl_tabs-scroll nn_tabs-scroll"></a>
<ul class="nav nav-tabs" id="set-rl_tabs-6" role="tablist">
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-5" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-5" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-5" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-5" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#allgemeine-vorbemerkungen" title="Allgemeine Vorbemerkungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-allgemeine-vorbemerkungen" data-toggle="tab" data-id="allgemeine-vorbemerkungen" role="tab" aria-controls="allgemeine-vorbemerkungen" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Allgemeine Vorbemerkungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#knollenhahnenfuß" title="Knollenhahnenfu&amp;szlig;" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-knollenhahnenfuß" data-toggle="tab" data-id="knollenhahnenfuß" role="tab" aria-controls="knollenhahnenfuß" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Knollenhahnenfu&szlig;</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-5" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-5" data-toggle="tab" data-id="repertorium-5" role="tab" aria-controls="repertorium-5" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
</ul>
<!--googleon: index-->
<div class="tab-content">
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-5" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-5" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-5" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Ran-b_flower.JPG" alt="Ran b flower" width="356" height="216" style="margin-top: 2px; margin-right: 5px; margin-bottom: 5px; float: left;" title="Bild 2 Flower H. Zell, Karlsruhe; GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later" />Ranunculus bulbosus oder Knollenhahnenfu&szlig; ist die bekannte Butterblume, mit ihren fettig gl&auml;nzenden gelben Bl&uuml;tenbl&auml;ttern, die man sehr h&auml;ufig auf heimischen Wiesen sieht und die durch ihre auffallende Farbe hervorsticht.</p>
<p>In der Literatur lesen wir: 'Der Knollige Hahnenfu&szlig; ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchsh&ouml;hen von 15 bis 45 Zentimetern. Die aufrechten St&auml;ngel sind an ihrem Grund, also im Boden, knollig verdickt, woher auch der Trivialname Knolliger Hahnenfu&szlig; kommt. &hellip; Die Sprossknolle speichert ebenso wie die mehr oder weniger fleischigen Wurzeln N&auml;hrstoffe und dient als &Uuml;berdauerungsorgan. Durch das Absterben oberirdischer Teile im Juli kann der Knollige Hahnenfu&szlig; trockene Sommer- und Herbstmonate' &uuml;berdauern. ...</p>
<p>'Die f&uuml;nf Kelchbl&auml;tter sind zur&uuml;ckgeschlagen (im Gegensatz zum Scharfen Hahnenfu&szlig;) und sind an der Au&szlig;enseite behaart.' (1)</p>
<p>'Bettler rieben ihre Haut mit dem Saft der Pflanze ein, um mit den daraufhin sich bildenden Wunden Mitleid zu erregen. Aus diesen Zeiten stammt auch die volkst&uuml;mliche Bezeichnung Bettlerhahnenfu&szlig;.' (2)</p>
<h5>(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Knolliger_Hahnenfu%C3%9F</h5>
<h5>(2) https://www.diepta.de/news/praxis/giftpflanzen-scharfer-hahnenfuss-536543/</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="allgemeine-vorbemerkungen" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-allgemeine-vorbemerkungen" aria-hidden="true">
<a id="anchor-allgemeine-vorbemerkungen" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Allgemeine Vorbemerkungen</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Ran-b_flowers.JPG" alt="Ran b flowers" width="317" height="336" style="margin: 2px 5px 5px 0px; float: left;" title="H. Zell, Karlsruhe; GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later" />Fast immer kn&uuml;pft sich die korrekte Anwendung eines Mittels mit der Vorstellung davon, die man sich aufgrund eines gelesenen Arzneimittelbildes als Therapeut davon gemacht hat; hat man sich die richtige Vorstellung gemacht, kann man das Mittel leicht erkennen und damit richtig verordnen. Als Hilfestellung und Ideengeber fungiert daneben nat&uuml;rlich die Repertorisation, bei der man spielerisch versucht, die herausstechenden Eigenschaften des Patienten dingfest zu machen, sich vor Augen zu f&uuml;hren und aus den angezeigten Mitteln desjenige auszuw&auml;hlen, das auch in der 'allgemeinen Vorstellung' zu passen scheint. Dabei sollten es nicht mehr als 5 Rubriken sein, die man kombiniert, wie Dr. Vijayakar nicht m&uuml;de wurde zu betonen (4). Bei zu vielen Rubriken ist man recht schnell im Abseits und sieht im Ergebnis nur noch die wirklich gro&szlig;en und intensiv gepr&uuml;ften Polychreste. Ich wage einmal zu behaupten, dass der Begriff Polychrest in diesem Sinne eine Art selbsterf&uuml;llender Prophezeiung darstellt, denn durch den zuvor geschilderten Mechanismus f&uuml;hrt er dazu, dass sie immer mehr im Ged&auml;chtnis der Behandler sind, immer h&auml;ufiger verordnet werden und deshalb auch immer mehr Eintr&auml;ge im Repertorium erhalten.&nbsp;</p>
<p>Aus diesem Grund und zur Erweitung der Materia Medica-Kenntnis versuche ich hier meine Erfahrungen auch mit sog. 'kleineren Mitteln' niederzulegen und damit allgemein zug&auml;nglich zu machen. Die wirklich pr&auml;gnanten Eigenschaften, die in einem Fall unbedingt vorhanden sein m&uuml;ssen, sollen einfach skizziert werden, damit man sie aus den von der Repertorisation vorgeschlagenen Mitteln ausw&auml;hlen kann. Nat&uuml;rlich wird das Bild auch mittels herausragender Rubriken abgerundet und ihre Bedeutung ein wenig in den Kontext eingef&uuml;gt.<br />Oft ist es ein sehr komplexer Eindruck, den man von einem Menschen hat und, wie immer in so einem Fall, ist es nat&uuml;rlich einfacher, wenn man einen Charakter einmal gesehen hat als die Eigenschaften m&uuml;hsam zu beschreiben. Wer die Landschaft Islands oder die W&uuml;ste einmal gesehen hat, wird sie nicht wieder vergessen. Gleichzeitig w&uuml;rde eine detailgetraue Beschreibung aber dennoch viele Seiten f&uuml;llen. Nun, ich versuche hier einen Kompromiss, der exakt genug ist, um sich auch ein gro&szlig;es Spektrum verschiedener Mittel merken zu k&ouml;nnen, aber auch ersch&ouml;pfend genug, um die, oft entscheidenden, Details wiederzugeben. <br />Das Wichtige hierbei ist, in meiner Erfahrung, m&ouml;glichst viele Mittel gleichzeitig vor seinem geistigen Auge wahrnehmen zu k&ouml;nnen. Dies hilft ungemein, zum einen um Gruppen von Mitteln zusammenzufassen, zum anderen um das hilfreiche, passende Mittel herauszusuchen. Vielleicht ist man aufgrund eines einzelnen Symptoms darauf aufmerksam geworden, kann dann aber rasch zuerst die Gruppeneigenschaften vor seinem geistigen Auge vorbei ziehen lassen und dann die speziellen Charakteristiken des einzelnen Mittels. Sehr oft sind es dann auch die auffallenden und ungew&ouml;hnlichen Kombinationen von Eigenschaften, die man wahrnimmt und die den Behandler auf das heilende Mittel f&uuml;hren. Hierbei ist ein 'Spielen mit den entsprechenden Rubriken' (1) als Ideengeber sinnvoll.</p>
<p>Die vielleicht beste allgemeing&uuml;ltige Charakterisierung der Ranunculaceen im Allgemeinen bietet die Rubrik&nbsp;<a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9513018" target="_blank"><img src="../../images/Bilder_AMB/Ran-b_tarax.JPG" alt="Ran b tarax" width="174" height="260" style="margin: 5px 0px 6px 6px; float: right;" title="By Enrico Blasutto - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9513018" /></a></p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Heimweh (140): acon ... <strong>CIMIC</strong> ... <strong>CLEM</strong> ... <strong>HELL</strong> ... <strong>Puls</strong> ... <strong>RAN-S</strong> ... <strong>STAPH</strong> <span style="text-decoration: underline;">stoi-k</span> stront-c ... <strong>SULPH&nbsp;</strong> &hellip;</li>
</ul>
<p>Es sind 7 der 13 in der Hom&ouml;opathie bislang bekannten Vertreter (acon, act-sp, adon, ane-n, cimic, clem, hell, hydr, paeon, puls, staph, ran-b, ran-s) hier verzeichnet. M&uuml;ller (2) schreibt &uuml;ber diese Pflanzenfamilie: ' &hellip; die emotionale Reife bleibt &hellip; auf der Ebene eines Kindes oder Pubertierenden stehen. &hellip; Ranunculaceae sind emotional sehr abh&auml;ngig von der positiven Zuwendung der sie Umgebenden und ein kleiner Stimmungsumschwung verdirbt sofort die Laune.' Irgendwo scheint immer eine Art Sehnsucht vorhanden, die individuell unterschiedlich kanalisiert wird. Jedes Mittel besondere Eigenarten, die es eindeutig von den &uuml;brigen abgrenzen. Staphisagria und Clematis z.B. haben einen relativen Fokus auf Harnwegsinfekten, was in aller Regel auf das Problemfeld 'Revierabgrenzung', Vorankommen und Behaupten hinweist. Aber auch zwischen diesen beiden gibt es bedeutende Unterschiede, derer man sich bewu&szlig;t sein sollte, will man sicher verordnen. Staphisagria ist wesentlich disziplinierter und die Reizbarkeit wesentlich st&auml;rker unterdr&uuml;ckt als bei Clematis.</p>
<p>W&auml;hrend Clematis recht reizbar und unzufrieden ist, wechselt die Unzufriedenheit bei Ranunculus bulbosus mit vielen Sorgen ab, mit denen sich das Mittel herumschl&auml;gt, damit ist sie wesentlich mehr kaschiert und im Hintergrund:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; unzufrieden, missvergn&uuml;gt, unbefriedigt; grundlos (3): <strong>CLEM</strong>&nbsp;merc puls</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Streitsucht, Zanken; abwechselnd mit; Sorge und Unzufriedenheit (1): ran-b</li>
</ul>
<p>Insgesamt ist Ranunculus schon recht stark mit sich selbst besch&auml;ftigt bzw. in seiner, von unerf&uuml;llter Sehnsucht (wie bei den meisten Ranunculaceae) gepr&auml;gten Geschichte, sich der Problematik sehr bewu&szlig;t. Sie k&ouml;nnen deshalb auch eine &uuml;ppige Psychotherapie-Historie haben.</p>
<p>Staphisagria auf der anderen Seite hat diese Probleme der Revierabgrenzung in Disziplin und Ehrgeiz sublimiert und es gibt dann v.a. Probleme damit, die Sexualit&auml;t konfliktfrei zu integrieren.</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Angst; Gesundheit, um die; Masturbation, durch (5): <strong>CON</strong>&nbsp;<strong>PH-AC</strong>&nbsp;<strong>STAPH</strong>&nbsp;<strong>TARENT</strong>&nbsp;<strong>ZINC</strong>&nbsp;</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Angst; Masturbation, durch (3): cann-i <strong>PH-AC</strong>&nbsp;staph</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Gesellschaft; Abneigung gegen; Alleinsein, Verlangen nach; Masturbieren, um zu (5): <strong>BUFO</strong>&nbsp;dios <strong>STAPH</strong>&nbsp;thuj ust</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Vergesslichkeit; Masturbation, durch (6): <strong>DIG</strong>&nbsp;<strong>GELS</strong>&nbsp;hyos kali-br <strong>PHOS</strong>&nbsp;<strong>STAPH</strong>&nbsp;</li>
</ul>
<h5>(1) Vijayakar, Dr. Prafull, Mumbai, Indien, eigene Aufzeichnungen 2007-2013</h5>
<h5>(2) M&uuml;ller, Karl-Josef, Materia Medica M&uuml;ller 'Wissmut', Zweibr&uuml;cken, April 2007</h5>
<p>&nbsp;</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="knollenhahnenfuß" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-knollenhahnenfuß" aria-hidden="true">
<a id="anchor-knollenhahnenfuß" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Knollenhahnenfu&szlig;</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Ran-b_bulb.jpg" alt="Ran b bulb" width="235" height="336" style="margin: 2px 0px 6px 6px; float: right;" title="Karlsruhe; GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later" />Aber nun zu Ranunculus bulbosus im Speziellen:&nbsp;</p>
<p>Das erste und sicherste Erkennungszeichen sind die bekannten Interkostalneuralgien, die meist linksseitig sind, also auf der emotionalen oder 'Familien-Seite'. Hier liegt die 'Sehnsucht' von Ranunculus, das offenbar eine erkennbare Sensibilit&auml;t im Bereich von Familie und direkter Umgebung hat. Eine wirkliche Emanzipierung einem real existierenden Problemfeld war nie m&ouml;glich, weshalb zur Kompensation die Schmerzen bzw. ein weiteres einzigartiges und interessantes Symptom auftauchen, das besagt, sobald die Patienten nach drau&szlig;en geht, f&uuml;hle sie wie feuchte Lappen innen im Brustkorb (1). Ein Schwerpunkt des Mittels, dessen Probleme damit zusammenh&auml;ngen, die Brust nicht bieten zur k&ouml;nnen, also keinen Widerstand leisten zu k&ouml;nnen (2). Zugeh&ouml;rige Rubriken sind:</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; WEINEN; allgemein; abends; agg.; Brustbeklemmung, mit (1): ran-b&nbsp;</li>
<li>Brust; SCHWELLUNG; allgemein; Musculus pectoralis (1): ran-b</li>
</ul>
<p>Insbesondere beim letzteren sieht man den Kompensationsmechanismus der K&ouml;rpers am Werk. Ranunculus konnte sich fr&uuml;her einmal nicht widersetzen und zeigt dies jetzt auf der k&ouml;rperlichen Ebene durch eine angedeutete Hypertrophie des Brustmuskels an. Dies ist eine weitere Analogie zu Staphisagria, das sich ebenfalls nicht wehren konnte und dann irgendwann '&uuml;berreagiert'.</p>
<p>Im Gegensatz zu den 'Verletzungsmitteln', den Compositae, sind die Ranuculaceae in einem dauerhaft schwierigen, oder als schwierig empfundenen, Umfeld eingebunden oder aufgewachsen. Es gab also kein konkretes Erlebnis, das sie gepr&auml;gt hat. Bei Ranunculus bulbosus war das Empfinden st&auml;ndig von einem Gef&uuml;hl des Unfriedens und der Ungeborgenheit gekennzeichnet:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; Krieg, meint, er befindet sich im (12): bani-c bell calc-i <strong>FERR</strong> hyos ignis plat ran-b rhus-g succ thuj verb</li>
</ul>
<p>Immer wieder also das Bild von Kampfhandlungen um ihn, der sie, herum, denen sie sich nicht wirklich stellen k&ouml;nnen, nicht die Brust bieten k&ouml;nnen. Dabei f&uuml;hrt die subjektiv als sehr belastend empfundene Situation auch dazu, dass dem Mittel der Sinn f&uuml;r Humor abhanden gekommen ist:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; beleidigt, ist leicht; Sp&auml;sse, durch (4): <strong>CINA</strong> nat-m ran-b tela</li>
</ul>
<p>Ansonsten ist der Knollenhahnefu&szlig; auch h&auml;ufig vertr&auml;umt, wohl als Fluchtweg aus dem als zu kriegerisch empfundenen Umfeld:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Geistesverlorenheit, wie abwesend (107): &hellip; ran-b, ...</li>
</ul>
<p>Auch ein immer wieder hervorbrechender &Auml;rger sollte nicht fehlen, obwohl es sich nicht um ein dominant &auml;rgerliches Mittel handelt. Die Patienten werden von ihrer gelegentlichen &Auml;rgerlichkeit erz&auml;hlen, in der Anamnesesituation wird aber nichts davon zu sp&uuml;ren sein, da sie immer wieder dem sch&uuml;chternen und entmutigten Grundnaturell des Patienten Platz machen wird:</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; SCH&Uuml;CHTERNHEIT, Furchtsamkeit; abwechselnd mit; Reizbarkeit (2): ran-b, zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; FEIGHEIT; abwechselnd mit Reizbarkeit (2): ran-b, zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; &Auml;RGER, Zorn, Wut; allgemein; abwechselnd mit; Entmutigung (2): ran-b, zinc</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Zorn, &Auml;rger; abwechselnd mit; Unzufriedenheit (1): ran-b</li>
</ul>
<p>Das allgemein frostige Mittel, das ja im tiefsten Inneren immer noch die Sehnsucht nach W&auml;rme und Familie hat, ist verschlechtert in der feuchten K&auml;lte und entsprechend im Herbst/Winter.</p>
<h5>(1) Murphy, Robin, Lotus Materia Medica, Health Harmony 2010, ISBN 8131908593</h5>
<h5>(2) <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/bieten">https://de.wiktionary.org/wiki/bieten</a></h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-5" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-5" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-5" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; WEINEN; allgemein; abends; agg.; Brustbeklemmung, mit (1): <span style="text-decoration: underline;">ran-b</span>&nbsp;</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; beleidigt, ist leicht; Sp&auml;sse, durch (4): <strong>CINA</strong> nat-m ran-b tela</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Ehrgeiz, Strebsamkeit; Mangel an (85): absin adren agar am-m am-pic ambr apoc arbu-m <strong>ARG-N</strong>&nbsp;ars bamb-a bar-ar bor but-ac cadm <strong>CALC</strong>&nbsp;<strong>CALC-P</strong>&nbsp;calc-sil calop-s <strong>CAPS</strong>&nbsp;carc cari <strong>CAUST</strong>&nbsp;cere-b chin chin-ar chr cina clem-vit cocain cocc cop corn-a croto-t <strong>DIOS</strong>&nbsp;electr erig gall gink haliae-lc harp helo ichth indol kali-c lac-as lac-cpr lach lat-h <span style="text-decoration: underline;">leon</span>&nbsp;<strong>LIL-T</strong>&nbsp;lut-o med merc <strong>NAT-C</strong>&nbsp;nat-m nat-p <strong>NUX-V</strong>&nbsp;ory-c oxyt pall petr <strong>PH-AC</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">plac</span>&nbsp;polyst <strong>RAN-B</strong>&nbsp;rhus-g <strong>RHUS-V</strong>&nbsp;rob salx-f sam-s sang schran-u <strong>SEP</strong>&nbsp;sile-c stann staph <strong>SULPH</strong>&nbsp;tab tax tax-br <span style="text-decoration: underline;">thuj</span>&nbsp;tub uran <strong>VIOL-O</strong></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Ehrgeiz, Strebsamkeit; sehr ehrgeizig (107): <span style="text-decoration: underline;">acon</span>&nbsp;aego-p agar alum alum-s am-c anac ars asar aur aur-m-n aur-s bar-s berb blatta bov brachy-s cadm <strong>CALC</strong>&nbsp;calc-f <span style="text-decoration: underline;">calc-i</span>&nbsp;camph caras carb-an carbn-s caul caust choc cich cina cinis-p cocain cocc coff coloc con culx cupr cur cycl dor dros dysp-n eur-n eur-o <span style="text-decoration: underline;">eur-p</span>&nbsp;ferr-c galeoc-c gall graph <strong>HALIAE-LC</strong>&nbsp;holm-n hydr-ac irid kali-c kali-sil kola <strong>LAC-EQ</strong>&nbsp;lac-h <strong>LACH</strong>&nbsp;lil-t lut-o lyc m-aust mag-p <span style="text-decoration: underline;">med</span>&nbsp;mosch naja nat-m nelu neod neod-br neod-c neod-o <strong>NUX-V</strong>&nbsp;<strong>PALL</strong>&nbsp;phos pin-s <strong>PLAT</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">plut-n</span>&nbsp;polyst pras-f predl psor pter-a puls querc-r ran-b sam sam-c sam-f sam-o sars <span style="text-decoration: underline;">scorp</span>&nbsp;sil sile-c sol spig staph <span style="text-decoration: underline;">stoi-k</span>&nbsp;sulph syc-co tanac ulm-c <strong>URAN</strong>&nbsp;<strong>VERAT</strong>&nbsp;ytte-n</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Heimweh (140): acon ... <strong>CIMIC</strong> ... <strong>CLEM</strong> ... <strong>HELL</strong> ... <strong>Puls</strong> ... <strong>RAN-S</strong> ... <strong>STAPH</strong> <span style="text-decoration: underline;">stoi-k</span> stront-c ... <strong>SULPH&nbsp;</strong> &hellip;<img src="../../images/Bilder_AMB/Ran-b_flowers_plen.JPG" alt="Ran b flowers plen" width="371" height="278" style="margin: 5px 0px 6px 6px; float: right;" title="Karlsruhe; GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later" /></li>
<li>Gem&uuml;t; SCH&Uuml;CHTERNHEIT, Furchtsamkeit; abwechselnd mit; Reizbarkeit (2): ran-b, zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; FEIGHEIT; abwechselnd mit Reizbarkeit (2): ran-b, zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; &Auml;RGER, Zorn, Wut; allgemein; abwechselnd mit; Entmutigung (2): ran-b, zinc</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Zorn, &Auml;rger; abwechselnd mit; Unzufriedenheit (1): ran-b</li>
<li>Gem&uuml;t; BESCHWERDEN durch; Kr&auml;nkung, Erniedrigung, Verdruss; emotionale oder geistige Beschwerden durch (21): anac, <span style="text-decoration: underline;">apoc</span>, <span style="text-decoration: underline;">aur</span>, bell, <span style="text-decoration: underline;">coloc</span>, con, cur, <span style="text-decoration: underline;">ign</span>, lach, lyc, lyss, nat-m, nux-v, pall, plat, <span style="text-decoration: underline;">puls</span>, ran-b, rhod, <span style="text-decoration: underline;">staph</span>, verat, zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; FURCHT; allgemein; Gespenstern, vor; abends (4): brom, lyc, puls, ran-b</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Launenhaft, kaprizi&ouml;s; tags&uuml;ber (3): agar cast ran-b</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; Krieg, meint, er befindet sich im (12): bani-c bell calc-i FERR hyos ignis plat ran-b rhus-g succ thuj verb<br /><br /></li>
<li>Schlaf; EINSCHLAFEN; Arbeit, bei der (7): bism, lact, mur-ac, phel, ran-b, sulph, zinc</li>
<li>Brust; Schmerz; neuralgischer; Nerven, interkostal; links (9): cere-b chin-ar cimic kalm par plb ran-b spig zinc&nbsp;</li>
<li>Brust; SCHWELLUNG; allgemein; Musculus pectoralis (1): ran-b</li>
<li>Allgemeines; WETTER; Wetterwechsel; agg (108): abrot, achy, acon, act-sp, all-c, alum, alumn, <span style="text-decoration: underline;">am-c</span>, anh, ant-c, <span style="text-decoration: underline;">ant-t</span>, apis, aran, ars, <span style="text-decoration: underline;">ars-i</span>, asar, bamb-a, bar-c, <span style="text-decoration: underline;">bell</span>, benz-ac, bor, brom, brucel, <strong>Bry</strong>, <span style="text-decoration: underline;">calc</span>, calc-f, <span style="text-decoration: underline;">calc-p</span>, calc-sil, carb-v, carbn-s, <span style="text-decoration: underline;">caust</span>, <span style="text-decoration: underline;">cham</span>, <span style="text-decoration: underline;">chel</span>, chin, cinnb, <span style="text-decoration: underline;">cocc</span>, colch, crot-c, crot-h, cupr, cur, <span style="text-decoration: underline;">dig</span>, <strong>DULC</strong>, euph, ferr, <strong>Fl-ac</strong>, galph, <span style="text-decoration: underline;">gels</span>, <span style="text-decoration: underline;">graph</span>, harp, <span style="text-decoration: underline;">hep</span>, hyper, ip, kali-bi, <span style="text-decoration: underline;">kali-c</span>, kali-i, kali-s, kalm, lach, lept, lyc, mag-c, mand, mang, mant-r, meli, merc, merc-i-f, merc-i-r, mez, mosch, nat-c, nat-m, nat-p, <span style="text-decoration: underline;">nat-s</span>, nat-sil, nit-ac, <strong>Nux-m</strong>, nux-v, petr, ph-ac, <strong>Phos</strong>, phys, phyt, <strong>Psor</strong>, puls, <strong>Ran-b</strong>, <span style="text-decoration: underline;">rheum</span>, <strong>Rhod</strong>, <strong>RHUS-T</strong>, rumx, ruta, sabad, sang, sep, <strong>Sil</strong>, spig, stann, stict, stront-c, <span style="text-decoration: underline;">sulph</span>, syph, tarent, <span style="text-decoration: underline;">teucr</span>, thuj, <strong>Tub</strong>, verat, vip</li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Fri, 30 Nov 2018 17:51:00 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Caladium seguinum</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/228-caladium-seguinum.html</link>
			<guid isPermaLink="true">https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/228-caladium-seguinum.html</guid>
			<description><![CDATA[

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<ul class="nav nav-tabs" id="set-rl_tabs-7" role="tablist">
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-6" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-6" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-6" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-6" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#klassische-literatur-4" title="Klassische Literatur" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-klassische-literatur-4" data-toggle="tab" data-id="klassische-literatur-4" role="tab" aria-controls="klassische-literatur-4" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Klassische Literatur</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#eigene-erfahrungen" title="Eigene Erfahrungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-eigene-erfahrungen" data-toggle="tab" data-id="eigene-erfahrungen" role="tab" aria-controls="eigene-erfahrungen" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Eigene Erfahrungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-6" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-6" data-toggle="tab" data-id="repertorium-6" role="tab" aria-controls="repertorium-6" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
</ul>
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<div class="tab-content">
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-6" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-6" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-6" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Calad-Verbreitung.jpg" alt="Calad Verbreitung" width="240" height="259" style="margin: 0px 0px 6px 6px; float: right;" title="Verbreitungsgebiet Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license, Author Ninjatacoshell" />Das Schweigrohr als Pflanze geh&ouml;rt zu den seltenen Vertretern, die ich pers&ouml;nlich einmal gekostet habe bez&uuml;glich ihrer toxischen Wirkungen. Im Rahmen einer sonnt&auml;glichen F&uuml;hrung im botanischen Garten in Mainz kamen wir ins Arboretum (den Bereich, in dem haupts&auml;chlich B&auml;ume zu finden sind) und wurden, an einem T&uuml;mpel gelegen, auf Caladium seguinum aufmerksam gemacht und gewarnt, dass man es nicht in den Mund nehmen solle. Nat&uuml;rlich war mein Interesse geweckt und nach kurzer R&uuml;cksprache versuchte ich einen winzigen Teil der Pflanze. Tats&auml;chlich war ein kleiner Bereich meiner Mundschleimhaut, der mit dem Pflanzenst&uuml;ckchen in Ber&uuml;hrung gekommen war, f&uuml;r gut 20 Minuten fast vollkommen taub. Dies liegt an dem reichlichen Vorkommen von Calcium-Oxalat-Kristallen im Pflanzengewebe. Man kann sich nun also vorstellen, was passiert, wenn man den Mund damit voll hat und die Wirkung entsprechend l&auml;nger und intensiver ist. Das Gef&uuml;hl ist dann, dass man nichts mehr sagen oder Nahrung zu sich nehmen kann und entsprechend ausgestossen ist und nicht weiter kommen kann (s. eigene Erfahrungen). Dazu passt nat&uuml;rlich auch die Impotenz als eines der wichtigsten wahlanzeigenden Symptome, allerdings nat&uuml;rlich immer nur, wenn die allgemeinen Rahmenbedingungen des Mittels passen. Die Fortpflanzung, also das Weiterkommen der Generationen ist tief gest&ouml;rt bei Caladium.</p>
<p>Die Pflanze geh&ouml;rt botanisch zu den Aronstabgew&auml;chsen, die auf Englisch auch als 'Ladies and gents' bezeichnet werden. Ein anderer Name der Spezies ist Herz-Jesu (Heart of Jesus), Dieffenbachia seguine oder Schierlings-Caladium. Andere verwandte Arten sind Arum triphyllum, A. Dracontium, A. Maculatum und Calla.</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="klassische-literatur-4" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-klassische-literatur-4" aria-hidden="true">
<a id="anchor-klassische-literatur-4" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Klassische Literatur</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Calad_Bluete.jpg" alt="Calad Bluete" style="margin: 4px 6px 6px 0px; float: left;" title="Quelle http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/332609" /></p>
<p>Wenn man die klassische Literatur &uuml;ber Caladium durchschaut, stellt man fest, dass sie im Jahr 1832 von&nbsp; Constantin Hering (1) in Surinam, wo die Pflanze bekannt war, gepr&uuml;ft wurde. 'Die Herkunft des Namens Caladium ist unklar, er ist vermutlich indischen Ursprungs; seguinum = schierlings&auml;hnlich.' (2). Und weiter hei&szlig;t es in diesem Text: 'In Amerika wird die Tinktur bei Pruritus vulvae verordnet, w&auml;hrend Abkochungen des Krautes zu Gurgelw&auml;ssern und Fomentationen ben&uuml;tzt werden (Union pharm. 1878, Nr. 19, S. 291.).</p>
<p>Clarke (Clarke, A Dict. of pr. Mat. Med., Bd. I, S. 333.) bezeichnet Caladium seguinum (ebenfalls, Anm. des Autors) als eines der besten Mittel bei Pruritus vulvae. Auch falls dieses Leiden durch W&uuml;rmer verursacht ist, werden, nachdem eine Wurmkur vorgenommen worden ist, die zur&uuml;ckgebliebenen Beschwerden durch Verordnung des Mittels rasch gebessert, da es stark beruhigend auf das Sexualsystem wirkt (Stauffer, Klin. hom. Arzneimittell., S. 266.).</p>
<p>Auf hom&ouml;opathischer Basis wird es bei geschw&auml;chter Potenz mit mangelhaften Erektionen (Heinigke, Handb. d. hom. Arzneimittell., S. 129.) und Sterilit&auml;t sowie bei Frigidit&auml;t (Haehl, Dtsch. Ztschr. f. Hom. 1934, S. 67.) angewandt.' (2).</p>
<p>Um sich einen Eindruck vom klassischen Bild von Caladium zu machen, kann ich die Lekt&uuml;re von Kents Materia Medica empfehlen, die hier auf Google verf&uuml;gbar ist: (<a href="https://books.google.de/books?id=gk1c7HdTPw0C&amp;pg=PA264&amp;lpg=PA264&amp;dq=hering+pr%C3%BCfungssymptome+caladium&amp;source=bl&amp;ots=OV4dVQMyCf&amp;sig=RrNwEURG0XMx2XgHk-0PjONT-zw&amp;hl=en&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjH9tfOw7_eAhWN66QKHYd8B3oQ6AEwA3oECAkQAQ#v=onepage&amp;q=hering%20pr%C3%BCfungssymptome%20caladium&amp;f=false" target="_blank">bitte zum Anfang des Mittelbildes hochscrollen!</a>)</p>
<h5>(1) Hering, Constantin, Condensed Materia Medica, 3. Auflage, F. E. Boericke, Philadelphia 1884</h5>
<h5>(2) https://www.henriettes-herb.com/eclectic/madaus/dieffenbachia.html</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="eigene-erfahrungen" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-eigene-erfahrungen" aria-hidden="true">
<a id="anchor-eigene-erfahrungen" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Eigene Erfahrungen</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Calad-Gr_Blatt.jpg" alt="Calad Gr Blatt" width="441" height="294" style="margin: 3px 0px 6px 6px; float: right;" title="Creative-Commons-Lizenz &bdquo;Namensnennung &ndash; Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international&ldquo;, David Stang. First published at ZipcodeZoo.com" />Nat&uuml;rlich sind die sexuellen Symptome, wie man aus der klassischen Literatur erf&auml;hrt, das erste, das einen an das Mittel denken l&auml;&szlig;t. Aber, wie so oft in der Hom&ouml;opathie, muss man im Anschlu&szlig; zwischen Dutzenden bis Hunderten Mitteln differenzieren und ein 'tiefer passendes' ausw&auml;hlen. Die&nbsp; Mittel, die in Frage kommen, nachdem man eine <span class="nn_tooltips-link hover" data-toggle="popover" data-html="true" data-template="&lt;div class=&quot;popover nn_tooltips &quot;&gt;&lt;div class=&quot;arrow&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;popover-inner&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;popover-title&quot;&gt;&lt;/h3&gt;&lt;div class=&quot;popover-content&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;" data-placement="bottom" data-content="'&amp;sect;. 153: Bei dieser Aufsuchung eines hom&amp;ouml;opathisch specifischenHeilmittels, das ist, bei dieser Gegeneinanderhaltung des Zeichen-Inbegriffs der nat&amp;uuml;rlichen Krankheit gegen die Symptomenreihen der vorhandenen Arzneien, um unter diesen eine, dem zu heilenden Uebel in Aehnlichkeit entsprechende Kunstkrankheits-Potenz zu finden, sind die auffallendern, sonderlichen, ungew&amp;ouml;hnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptome des Krankheitsfalles, besonders und fast einzig fest in&amp;rsquo;s Auge zu fassen; ... .'" title="S. Organon der Heilkunst">'wesentliche' Rubrik gefunden hat, die als &sect; 153-er Symptom durchgehen k&ouml;nnte (1)</span>.</p>
<p>Dies ist ja auch der eigentliche Grund, f&uuml;r meine 'Mittel des Monats'-Rubrik, denn meist f&uuml;hlt sich der angehende Hom&ouml;opath von der klassischen Literatur diesbez&uuml;glich sehr alleine gelassen. Auch die Literatur des Arzneimittel-Bildes oder gar der Pr&uuml;fungssymptome f&uuml;hren nur selten zu einem Bild, das den Behandler auf eine veritable F&auml;hrte f&uuml;hrt. Um sich dies vor Augen zu f&uuml;hren empfehle ich noch einmal die Lekt&uuml;re der Kent'schen Vorlesung bzw. seiner Arzneimittel-Lehre, die man bei Google kostenfrei einsehen kann (3) (<a href="https://books.google.de/books?id=gk1c7HdTPw0C&amp;pg=PA264&amp;lpg=PA264&amp;dq=hering+pr%C3%BCfungssymptome+caladium&amp;source=bl&amp;ots=OV4dVQMyCf&amp;sig=RrNwEURG0XMx2XgHk-0PjONT-zw&amp;hl=en&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjH9tfOw7_eAhWN66QKHYd8B3oQ6AEwA3oECAkQAQ#v=onepage&amp;q=hering%20pr%C3%BCfungssymptome%20caladium&amp;f=false" target="_blank">bitte zum Anfang des Mittelbildes hochscrollen!</a>). Dabei steht es mir nat&uuml;rlich nicht zu, den ber&uuml;hmten Kent zu kritisieren, aber wir m&uuml;ssen dennoch gemeinsam versuchen, die hom&ouml;opathische Materia Medica auf ein anwendbares Ma&szlig; zu bringen, das wir alle in der t&auml;glichen Praxis erkennen und anwenden k&ouml;nnen. Nur dann kann die Hom&ouml;opathie wirklich weiter entwickelt werden und zur Bl&uuml;te kommen, was durchaus Not tut nach 200 Jahren. Dabei handelt es sich nat&uuml;rlich um eine Mammut-Aufgabe, die kein einzelner leicht bewerkstelligen kann. Wohl kann man aber Strukturen schaffen, die dies m&ouml;glich machen bzw. dem Vorschub leisten. Au&szlig;erdem mache ich mir diese leise Kritik nicht leicht, sondern ich m&ouml;chte betonen, dass ich mich seit meinem sp&auml;ten 23. Lebensjahr mit Hom&ouml;opathie besch&auml;ftige, im Verlauf der daraufhin folgenden 28 Jahre bis heute Medizin studiert habe und bei einigen gro&szlig;en und bekannten Hom&ouml;opathen studiert und gelernt habe. Ich glaube also mit Fug und Recht behaupten zu k&ouml;nnen, dass meine Besch&auml;ftigung mit dem Sujet eine ernsthafte ist. Dabei ist mir die korrekte Anwendung der einzelnen Medizinen immer das wichtigste Unterthema der gesamten Wissenschaft gewesen. Ich wage sogar zu behaupten, dass das korrekte hom&ouml;opathische Mittel, den einzelnen Patienten bef&auml;higt &uuml;ber sich selbst hinaus zu wachsen und 'sich selbst auf nat&uuml;rliche Art und Weise in die Welt einzuordnen'. Man gestatte mir also eine derartige Kritik, denn sie soll dazu dienen, das hom&ouml;opathische Wissensgeb&auml;ude weiter wachsen zu lassen.</p>
<p>Der Patient f&uuml;hlt sich oft, als fahre er ein wenig 'mit angezogener Handbremse' durch sein Leben. Dies korreliert in meinen Augen mit der Beschreibung Vijayakars (2), das Mittel entspr&auml;che einem &uuml;bertrieben vorsichtigen Typus, der die Medizin immer nur zur exakt richtigen Zeit einnehme und st&auml;ndig damit besch&auml;ftigt sei, er k&ouml;nne irgendwie seine Gesundheit ruinieren oder ruiniert haben. Er beschreibt es nur aus einer leicht anderen Perspektive. Es ist dem einzelnen m&ouml;glicherweise gar nicht bewu&szlig;t, dass seine Beschreibung der 'angezogenen Handbremse' auf einer bestimmten, abstrakten Ebene, durch diese m&ouml;glicherweise lebenslang schon bestehende &Uuml;bervorsicht bedingt ist. Den Menschen hat vielleicht in fr&uuml;hen Lebensjahren ein Schock ereilt, der sein Leben auf den Kopf gestellt hat und ihn fortan vorsichtig und eben in eine Caladium-Pathologie gedr&auml;ngt hat.</p>
<p>Ein anderes Moment, bei dem man feststelllen kann, dass Caladium sich bis zu einem gewissen Grade aus der Realit&auml;t zur&uuml;ck gezogen hat, ist die Vergesslichkeit, wobei ihm das Vergessene im Schlaf wieder einf&auml;llt:</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; VERGESSLICHKEIT; Schlaf, im, erinnert sich an alles, was er vergessen hatte (2): calad, sel</li>
<li>Gem&uuml;t; VERGESSEN; Dinge fallen im Schlaf wieder ein (2): calad, sel</li>
</ul>
<p>Ein typisches Symptom ist auch das hastige Essen, das mich in einem Fall auf das Mittel aufmerksam gemacht hat:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Eile, Hast; Essen, beim (47): <strong>ANAC</strong> androc arg-n <strong>ARS</strong>&nbsp;<strong>AUR</strong>&nbsp;aur-s <strong>BELL</strong>&nbsp;berb bros-g <strong>CALAD</strong>&nbsp;<strong>CAUST</strong>&nbsp;clem <strong>COFF</strong>&nbsp;conch <strong>CUPR</strong>&nbsp;cymb-c <span style="text-decoration: underline;">dig</span>&nbsp;ephe-v graph <strong>HELL</strong>&nbsp;<strong>HEP</strong>&nbsp;hist iod kali-c lac-lup <strong>LACH</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">lyc</span>&nbsp;lyss merc merc-v naja-m <strong>NUX-M</strong>&nbsp;nux-v <strong>OLND</strong>&nbsp;<strong>PHOS</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">pip-m</span>&nbsp;<strong>PLAT</strong>&nbsp;plect <strong>RHUS-T</strong>&nbsp;sabad sol <strong>SUL-AC</strong>&nbsp;sulph tela thuj urt-u <strong>ZINC</strong></li>
</ul>
<p>Alles das, was komplett in unser 'Wesen verwoben' ist, verschwindet in der subjektiven direkten Wahrnehmung, da es uns als zu selbstverst&auml;ndlich erscheint, es ist unser 'Filter' geworden, unter dem wir die Welt betrachten. Dies ist fast immer zutreffend, nicht nur im Falle Caladiums, wo ich es aber besonders augenscheinlich fand.</p>
<p>Alle anderen Symptome, die die klassische Literatur beschreibt, sind &uuml;brigens nicht falsch, sondern ebenfalls, falls man sie finden sollte, gute 'Wegweiser' zu dem Mittel. Die Idee, diese Symptome in der Majorit&auml;t der F&auml;lle vorfinden zu m&uuml;ssen, ist allerdings in meinen Augen vollkommen falsch.&nbsp;</p>
<p>In der klassischen Literatur ist davon die Rede, dass Caladium 'Ruhe m&ouml;chte, mit einer Abneidung gegen Bewegung (4). Dies scheint in meinen Augen auch nicht so eindeutig zu sein, jedenfalls k&ouml;nnen in meiner Erfahrung Caladium-Patienten durchaus Sport treiben oder bewegungsfreudig sein. Allerdings nicht allzu viel und keine passionierten Triathleten z.B.. Sie betreiben hingegen bekannte Risiko-Sportarten, dies aber regelm&auml;&szlig;ig.</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; MUTIG, beherzt, tapfer, unerschrocken; n&auml;rrisch (2): bar-c, calad</li>
</ul>
<p>Man darf das Prinzip des Pendels in der Psychologie des Menschen nie vernachl&auml;ssigen. Wenn es zu einer starken Bewegung in eine Richtung kommt, dann setzt sehr oft eine 'innere Gegenbewegung' ein, die scheinbar das Gegenteil zu Tage f&ouml;rdert. Sich diese Bewegungen vor Augen zu f&uuml;hren, sie wahrzunehmen, setzt aber viel Fingerspitzengef&uuml;hl und Erfahrung voraus.&nbsp;</p>
<h5>(1) Hahnemann, Samuel, Organon der Heilkunst, 6. Auflage, 1842 (nach der Ausgabe von Richard Haehl 1921)</h5>
<h5>(2) Vijayakar, Dr. Prafull, Mumbai, Indien, eigene Aufzeichnungen 2007-2013</h5>
<h5>(3) Kent, James Tyler, Hom&ouml;opathische Arzneimittelbilder: Vorlesungen zur hom&ouml;opathischen Materia medica Georg Thieme Verlag (MVS Medizin-Verlag), Stuttgart 2009</h5>
<h5>(4) Lippe, A. Handbuch hom&ouml;opathischer Charakteristika: Eine Arzneimittellehre f&uuml;r die Praxis, Haug Verlag, Stuttgart 2003, aus dem Original Textbook of Materia Medica von 1866</h5>
<p>&nbsp;</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-6" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-6" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-6" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; MUTIG, beherzt, tapfer, unerschrocken; n&auml;rrisch (2): bar-c, calad<img src="../../images/Bilder_AMB/Calad_many_leaves.jpg" alt="Calad many leaves" width="377" height="565" style="margin: 0px 0px 6px 6px; float: right;" title="Creative-Commons-Lizenz &bdquo;Namensnennung &ndash; Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international&ldquo;, David Stang. First published at ZipcodeZoo.com" /></li>
<li>Gem&uuml;t; AUFFAHREN, schreckhaft; Papierrascheln, durch (1): calad</li>
<li>Gem&uuml;t; AUFFAHREN, schreckhaft; T&uuml;r; zuschl&auml;gt, wenn eine (2): calad, ox-ac</li>
<li>Gem&uuml;t; MUTIG, beherzt, tapfer, unerschrocken (32): acon, agar, alco, ... berb, <span style="text-decoration: underline;">bov</span>, <span style="text-decoration: underline;">calad</span>, calc-s, dros, ... ferr-p, ... <span style="text-decoration: underline;">ign</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">op</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">puls</span>, squil, ... tab, tarax, ter, ... <span style="text-decoration: underline;">tub</span>, &hellip;</li>
<li>Gem&uuml;t; EIFERSUCHT; allgemein; Impotenz, mit (2): calad, nux-v</li>
<li>Gem&uuml;t; GEDANKEN; allgemein; hartn&auml;ckig; sexuelle; Impotenz, mit (2): <span style="text-decoration: underline;">calad</span>, <span style="text-decoration: underline;">sel</span></li>
<li>Gem&uuml;t; LEICHTFERTIG, oberfl&auml;chlich, leichtsinnig (18): agar, <span style="text-decoration: underline;">apisin</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">arn</span>, bar-c, bell, calad, con, ... <strong>Merc</strong>, par, <strong>Puls</strong>, ... spong, ...</li>
<li>Gem&uuml;t; KONZENTRATION; schwierig; Denken, beim (3): calad, lim-b-c, mant-r</li>
<li>Gem&uuml;t; L&Uuml;STERN, lasziv; Impotenz, mit (4): calad, <span style="text-decoration: underline;">chin</span>, <span style="text-decoration: underline;">op</span>, <span style="text-decoration: underline;">sel</span></li>
<li>Gem&uuml;t; L&Uuml;STERN, lasziv; weidet sich am Anblick vorbeigehender junger Frauen, steht an den Stra&szlig;enecken herum (2): calad, fl-ac</li>
<li>Gem&uuml;t; K&Uuml;HNHEIT, Verwegenheit, Dreistigkeit (40): acon, agar, alum, ant-t, <span style="text-decoration: underline;">arn</span>, aur, bamb-a, bell, bov, calad, carc, caust, chlf, cic, cocain, falco-p, guai, hep, <strong>Ign</strong>, lac-eq, lach, lar-ar, <span style="text-decoration: underline;">m-arct</span>, merc, mez, nat-c, nitro-o, op, ozone, plat, <span style="text-decoration: underline;">puls</span>, sil, sol, squil, staph, sulph, tab, tub, tung, verat</li>
<li>Gem&uuml;t; REDEN, redet; allgemein; r&uuml;cksichtslos / inconsiderate (3): alco, calad, mez</li>
<li>Gem&uuml;t; REIZBARKEIT, Gereiztheit; allgemein; Schlaf; agg; im (5): calad, calen, cast, thuj, vac</li>
<li>Gem&uuml;t; DELIRIUM; murmelt; Typhus, bei (3): <span style="text-decoration: underline;">arn</span>, <span style="text-decoration: underline;">lyc</span>, calad</li>
<li>Gem&uuml;t; INDISKRETION, Taktlosigkeit (31): ... <span style="text-decoration: underline;">bar-c</span>, ... calad, ... <span style="text-decoration: underline;">merc</span>, ... <span style="text-decoration: underline;">nux-v</span>, ...</li>
<li>Gem&uuml;t; VERGESSLICHKEIT; Schlaf, im, erinnert sich an alles, was er vergessen hatte (2): calad, sel</li>
<li>Gem&uuml;t; VERGESSEN; Dinge fallen im Schlaf wieder ein (2): calad, sel</li>
<li>Mind; dreams; vivid; images, lifelike /&nbsp; Tr&auml;ume; lebhaft, lebensnah; Bilder, lebensnahe (4): aster, calad, <strong>NAT-M</strong>, tarax</li>
<li>Gem&uuml;t; VERWIRRUNG, geistige; Fr&uuml;hst&uuml;ck; nach; agg (2): calad, coc-c</li>
<li>Gem&uuml;t; VERWIRRUNG, geistige; konzentrieren, sich zu, bei dem Versuch (14): ambr, androc, asar, calad, gels, hydrog, lim-b-c, mez, nat-c, nat-m, nit-ac, olnd, ran-b, staph</li>
<li>Gem&uuml;t; EMPFINDLICH, &uuml;berempfindlich; allgemein; Ger&auml;usch, gegen; Einschlafen, beim (4): <span style="text-decoration: underline;">calad</span>, <span style="text-decoration: underline;">calc</span>, lac-del, ozone</li>
<li>Gem&uuml;t; EMPFINDLICH, &uuml;berempfindlich; allgemein; Ger&auml;usch, gegen; Papierrascheln, gegen (10): <span style="text-decoration: underline;">asar</span>, bor, calad, ferr, lyc, <span style="text-decoration: underline;">nat-c</span>, nat-s, tarax, ther, zinc</li>
</ul>
<ul>
<li>Allgemeines; GER&Auml;USCH, L&auml;rm; amel (13): apoc, aur-ar, calad, calc, graph, hell, kali-ar, mag-p, med, puls, pyrog, stram, tarent</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Eile, Hast; Essen, beim (47):&nbsp;<strong>ANAC</strong>&nbsp;androc arg-n&nbsp;<strong>ARS</strong>&nbsp;<strong>AUR</strong>&nbsp;aur-s&nbsp;<strong>BELL</strong>&nbsp;berb bros-g&nbsp;<strong>CALAD</strong>&nbsp;<strong>CAUST</strong>&nbsp;clem&nbsp;<strong>COFF</strong>&nbsp;conch&nbsp;<strong>CUPR</strong>&nbsp;cymb-c&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">dig</span>&nbsp;ephe-v graph&nbsp;<strong>HELL</strong>&nbsp;<strong>HEP</strong>&nbsp;hist iod kali-c lac-lup&nbsp;<strong>LACH</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">lyc</span>&nbsp;lyss merc merc-v naja-m&nbsp;<strong>NUX-M</strong>&nbsp;nux-v&nbsp;<strong>OLND</strong>&nbsp;<strong>PHOS</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">pip-m</span>&nbsp;<strong>PLAT</strong>&nbsp;plect&nbsp;<strong>RHUS-T</strong>&nbsp;sabad sol&nbsp;<strong>SUL-AC</strong>&nbsp;sulph tela thuj urt-u&nbsp;<strong>ZINC</strong></li>
<li>Gesicht; TROCKENHEIT; allgemein; Lippen; nachts (4): ant-c, aq-mar, calad, cham</li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Tue, 30 Oct 2018 10:11:49 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Lyssinum</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/227-lyssinum.html</link>
			<guid isPermaLink="true">https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/227-lyssinum.html</guid>
			<description><![CDATA[

<!-- START: Tabs -->
<div class="rl_tabs nn_tabs outline_handles outline_content top align_left" role="presentation">
<!--googleoff: index-->
<a id="rl_tabs-scrollto_8" class="anchor rl_tabs-scroll nn_tabs-scroll"></a>
<ul class="nav nav-tabs" id="set-rl_tabs-8" role="tablist">
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-7" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-7" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-7" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-7" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#eigene-erfahrungen-2" title="Eigene Erfahrungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-eigene-erfahrungen-2" data-toggle="tab" data-id="eigene-erfahrungen-2" role="tab" aria-controls="eigene-erfahrungen-2" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Eigene Erfahrungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-7" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-7" data-toggle="tab" data-id="repertorium-7" role="tab" aria-controls="repertorium-7" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
</ul>
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<div class="tab-content">
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-7" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-7" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-7" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Lyss_Schild_Wildtollwut.jpg" alt="Lyss Schild Wildtollwut" width="504" height="265" style="margin: 3px 6px 6px 0px; float: left;" title="Warnschild Warnschild in Weinsberg, von User Rosenzweig, GNU-Lizenz f&uuml;r freie Dokumentation" />Das Mittel wurde 1833 von Constantin Hering in den USA erstmals gepr&uuml;ft. Es wurde aus dem Speichel eines tollw&uuml;tigen Hundes gewonnen und tr&auml;gt auch den Namen Hydrophobinum. In der Folge wurden verschiedene weiter Pr&uuml;fungen ausgef&uuml;hrt (1, 2).</p>
<p>Entsprechend sind viele der in unserer hom&ouml;opathischen Materia Medica beschriebenen Symptome mehr oder minder direkt aus der bekannten Tollwut-Erkrankungspathologie abgeleitet. So hei&szlig;t es bei Wikipedia zum Krankheitsverlauf:</p>
<p>'Bald danach (nach dem Bi&szlig; eines infizierten Tieres, Anmerkung des Autors) steigern sich die zentralnerv&ouml;sen Symptome wie L&auml;hmungen, Angst, Verwirrtheit, Aufregung, weiter fortschreitend zum Delirium, zu anormalem Verhalten, Halluzinationen und Schlaflosigkeit. Die L&auml;hmung der hinteren Hirnnerven (Nervus glossopharyngeus, Nervus vagus) f&uuml;hrt zu einer Rachenl&auml;hmung, verbunden mit einer Unf&auml;higkeit zu sprechen oder zu schlucken &ndash; dies ist w&auml;hrend sp&auml;terer Phasen der Krankheit typisch. Der Anblick von Wasser kann Anf&auml;lle von Hydrophobie mit Kr&auml;mpfen des Rachens und Kehlkopfs hervorrufen. Der produzierte Speichel kann nicht mehr abgeschluckt werden und bildet Schaum vor dem Mund. &hellip; Geringste Umweltreize wie ein Aerophobie ausl&ouml;sender Luftzug, z. B. durch einen Ventilator,oder Ger&auml;usche und Licht f&uuml;hren zu Wutanf&auml;llen, Schreien, Schlagen und Bei&szlig;en, wobei das hochkonzentrierte Virus schlie&szlig;lich &uuml;bertragen wird.</p>
<p>Die Erkrankung kann auch in der &bdquo;stummen&ldquo; Form verlaufen, bei der ein Teil der genannten Symptome fehlt.' (3) Man kann sich die Dramatik einer Tollwut-Erkrankung beim Menschen also lebhaft vorstellen. V.a. in l&auml;ndlichen Regionen muss ein gewaltiger Terror davon ausgegangen sein.</p>
<p>Und weiter hei&szlig;t es bei Wikipedia:&nbsp;<img src="../../images/Bilder_AMB/Lyss_dog.jpg" alt="Lyss dog" width="397" height="403" style="margin: 5px 0px 5px 5px; float: right;" title="Gemeinfrei, von Center for Disease Control and Prevention" /></p>
<p>'Krankheitsverlauf beim Tier: An Tollwut k&ouml;nnen alle S&auml;ugetiere und bedingt auch V&ouml;gel erkranken. Die Inkubationszeit betr&auml;gt im Regelfall zwei bis acht Wochen. Die Krankheit dauert zwischen einem Tag und einer Woche und endet praktisch immer t&ouml;dlich. Die Krankheit beginnt h&auml;ufig mit Wesensver&auml;nderungen.</p>
<p>Erkrankte Haushunde k&ouml;nnen dabei besonders aggressiv und bissig werden, sind &uuml;bererregt, zeigen einen gesteigerten Geschlechtstrieb und bellen unmotiviert (&bdquo;rasende Wut&ldquo;). Sp&auml;ter stellen sich L&auml;hmungen ein, die zu heiserem Bellen, Schluckst&ouml;rungen (starkes Speicheln, Schaum vor dem Maul), Heraush&auml;ngen der Zunge f&uuml;hren und infolge L&auml;hmung der Hinterbeine kommt es zum Festliegen. Die Phase der &bdquo;rasenden Wut&ldquo; kann auch fehlen und die Tollwut gleich mit den L&auml;hmungserscheinungen beginnen (&bdquo;stille Wut&ldquo;).' (3)</p>
<p>Im hom&ouml;opathischen Repertorium finden wir zu diesem fulminanten Krankheitsverlauf analoge Symptome (4), dabei wurden nur einige im Zusammenhang mit Schlucken und Verkrampfung ausgew&auml;hlt:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; Schlucken, kann nicht (1): lyss</li>
<li>Innerer Hals; Konvulsionen, Spasmen; Schlucken; schl.: aconin alum alumn <strong>BAPT</strong>&nbsp;<strong>BAR-C</strong>&nbsp;bar-s <strong>BELL</strong>&nbsp;caj <strong>CARB-V</strong>&nbsp;coc-c elaps <strong>GRAPH</strong>&nbsp;<strong>HYOS</strong>&nbsp;<strong>IRIS</strong>&nbsp;<strong>LACH</strong>&nbsp;lyc <strong>LYSS</strong>&nbsp;<strong>MANC</strong>&nbsp;<strong>MERC-C</strong>&nbsp;mit <strong>MUR-AC</strong>&nbsp;nicc nux-v <strong>PHOS</strong>&nbsp;<strong>STRAM</strong>&nbsp;stry <strong>SULPH</strong>&nbsp;tab <strong>ZINC</strong>&nbsp;zinc-p</li>
<li>Innerer Hals; Schlucken; erschwert, schwierig; Konvulsionen, w&auml;hrend (11): aml-n <span style="text-decoration: underline;">ars</span>&nbsp;art-v <strong>BELL</strong>&nbsp;<strong>CIC</strong>&nbsp;cupr hydr-ac ictod lyss psor <strong>STRAM</strong></li>
<li>Innerer Hals; Schlucken; Neigung zu, dauernde; Konvulsionen, w&auml;hrend (6): <strong>BELL</strong>&nbsp;calc cina <strong>GRAPH</strong>&nbsp;lyss <strong>SOL-N</strong></li>
<li>Magen; Durst; Schlucken, kann nicht: <strong>ACET-AC</strong>&nbsp;<strong>ANATH</strong>&nbsp;<strong>BELL</strong>&nbsp;cic <span style="text-decoration: underline;">hyos</span>&nbsp;ign <strong>LYSS</strong></li>
</ul>
<p>Aber auch die Reaktion anderer gleichwarmer Tiere auf das Rabies-Virus ist interessant:</p>
<p>'Bei der Hauskatze gleicht das klinische Bild dem des Hundes. H&auml;ufig zieht sich eine erkrankte Katze zur&uuml;ck, miaut st&auml;ndig und reagiert aggressiv auf Reizungen. Im Endstadium kommt es zu L&auml;hmungen.</p>
<p>Beim Hausrind zeigt sich eine Tollwut zumeist zun&auml;chst in Verdauungsst&ouml;rungen, ... Sp&auml;ter stellen sich Muskelzuckungen, Speicheln, st&auml;ndiges Br&uuml;llen und L&auml;hmungen der Hinterbeine ein. Bei kleinen Wiederk&auml;uern wie Schafen und Ziegen dominiert die &bdquo;stille Wut&ldquo;, es k&ouml;nnen aber auch Unruhe, st&auml;ndiges Bl&ouml;ken und ein gesteigerter Geschlechtstrieb auftreten.' (3)</p>
<p>Mit einem kleinen wenig Fantasie kann man das Kommunikationsverhalten der Tiere mit st&auml;ndigem Miauen und Bl&ouml;ken ebenfalls im Repertorium finden:</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; GESCHW&Auml;TZIGKEIT, Redseligkeit; Reden, Ansprachen, h&auml;lt (7): arn, camph, cham, ign, lach, lachn, lyss</li>
</ul>
<p>Expressis verbis schreibt Murphy (2): Die Pathogenese von Lyssinum wurde z.T. aus den Symptomen die bei tollw&uuml;tigen Tieren beobachtet wurden und z.T. von menschlichen Patienten hergeleitet.</p>
<p>Tats&auml;chlich ist dies nicht meine Erfahrung. Damit will ich nicht infrage stellen, dass es solche F&auml;lle gibt, man sieht sie aber in der heutigen Zeit praktisch nicht. Das Mittelbild findet sich in einem wesentlich 'kompensierteren', zivilisierteren Zustand. Man kann vielleicht einzelne Symptome, wie z.B. die Schluckst&ouml;rungen erwarten, die Psyche der Person ist aber, in meiner Erfahrung zumindest, fast komplett an ein sozialvertr&auml;gliches Ma&szlig; angepasst (s.u.).</p>
<h5>(1) http://www.simillimum.net/lyss.txt.htm</h5>
<h5>(2) Murphy, Robin, Lotus Materia Medica, Health Harmony 2010, ISBN 8131908593</h5>
<h5>(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Tollwut</h5>
<h5>(4) Aus Complete Dynamics, Version 18.19 - Released 30 August 2018</h5>
<p>&nbsp;</p>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="eigene-erfahrungen-2" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-eigene-erfahrungen-2" aria-hidden="true">
<a id="anchor-eigene-erfahrungen-2" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Eigene Erfahrungen</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Lyss_patient.jpg" alt="Lyss patient" width="424" height="242" style="margin: 3px 0px 6px 6px; float: right;" title="Gemeinfrei, von Center for Disease Control and Prevention" />Was mir bisher als typisch f&uuml;r das Lyssinum-Bild auffiel, war ein netter Mensch, oft eine Frau, die eine gewisse gesch&auml;ftst&uuml;chtige Aktivit&auml;t zeigt oder zeigen m&ouml;chte; diese ist Ihr auch sehr wichtig ist und sie ist fast stolz darauf. Auf eine gewissen Art definieren sie sich &uuml;ber ihre Gesch&auml;ftst&uuml;chtigkeit, bzw. wollen damit vielleicht ein gewisses Gef&uuml;hl der Isolation und des Ausgestossenseins &uuml;berspielen, wie man manchmal dann doch heraush&ouml;rt. Damit ist der erste Eindruck, den die Patienten vermitteln durchaus patent und mit beiden Beinen im Leben zu stehen, also deutlich unterschiedlich zur klassischen Beschreibung der Hom&ouml;opathie.</p>
<p>Diese schreckliche Gef&uuml;hl im Hintergrund ist nicht immer einfach festzustellen, es gibt aber dennoch in ihren Formulierungen h&auml;ufig Momente, die es nahelegen. Beispielsweise erz&auml;hlt eine Frau &uuml;ber ihren Ex-Feund 'er hat mich wie Dreck behandelt!'. Oft gab es auch einige schlimme Situationen der gef&uuml;hlen Isolation in ihrem Leben, in denen sie sich versto&szlig;en und einsam f&uuml;hlten. Es kann auch sein, dass sie wirklich erz&auml;hlen, immer wenn sie alleine seien, &uuml;bermanne sie so ein merkw&uuml;rdiges Gef&uuml;hl des 'schmerzhaften Getrenntseins von der Welt'.</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; schmutzig; er wird (28): arist-cl berb blatta bos-s brachy-s calx-b clad-r cygn-c cygn-c-b geoc-c heli hydrog <strong>LAC-C</strong>&nbsp;lsd lycps lyss nat-p neon olea plut-n posit ratt-n rhus-t ros-g sol-t-ae <strong>SYPH</strong>&nbsp;thuj thul</li>
</ul>
<p>Es kann sich hierbei um ein Verstossensein durch Freunde handeln, oder von der Familie, in der die Tochter z.B. pl&ouml;tzlich 'weg gegeben' musste.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; ausgestossen, verbannt, sie ist (21): andri-q <span style="text-decoration: underline;">astac</span>&nbsp;cygn-c-b dysp-f elaps electr emer <span style="text-decoration: underline;">fl-ac</span>&nbsp;gado-n haliae-lc lut-o <span style="text-decoration: underline;">lyss</span>&nbsp;pras-f sabad sam-f sol-t-ae terb-o thul-c thul-f thul-m <span style="text-decoration: underline;">uran</span></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; gequ&auml;lt zu werden (9): <strong>AQ-MAR&nbsp;</strong>canth <strong>CHIN</strong>&nbsp;<strong>LYSS</strong>&nbsp;mangi <strong>MERC</strong>&nbsp;sop-m spong zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; FURCHT; allgemein; verkauft zu werden (5): bell, bry, hyos, lyss, rhus-t</li>
</ul>
<p>Als einige der wenigen Quellen konnte ich bei M&uuml;ller (1) einen Hinweis auf die unterdr&uuml;ckte oder gar verschwundene Aggressivit&auml;t von Lyssinum finden. Dabei war meine Beobachtung prim&auml;r, dass es sich um, in der Praxis zumindest, sehr nette Menschen handelt, denen ein Kontakt mit anderen sehr wichtig ist.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; KONVERSATION, Unterhaltung, geselliges Gespr&auml;ch; amel. (5): aeth, ars, eup-per, lac-d, lyss</li>
</ul>
<p>Dabei ist ihnen die soziale Stellung recht wichtig, entweder k&auml;mpfen sie darum oder sie ist ihnen selbstverst&auml;ndlich, beispielsweise die sozial gehobene Stellung der Herkunftsfamilie:</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; sozial, gesellschaftlich; Stellung, bedacht auf die gesellschaftliche (23): aeth <strong>AGAR</strong> alum bell blatta calc cann-i <strong>COCA</strong> cupr ign <strong>LYC</strong> lyss neod-f nux-v <strong>PALL</strong> phos plat puls rhus-t sep staph sulph <strong>VERAT&nbsp;</strong></li>
</ul>
<p>Wenn man die in den alten Materiae Medicae beschriebene Aggressivit&auml;t finden m&ouml;chte, muss man oft sehr weit in die Kindheit zur&uuml;ck gehen. Wortw&ouml;rtlich schreibt M&uuml;ller (1): 'Lyssinum-Kinder k&ouml;nnen noch fuchsteufelswild werden, toben und bei&szlig;en. Doch fr&uuml;h schon steckt in ihnen die Tendenz ihren Zorn zu b&auml;ndigen und ihnen tut schnell leid, was sie gerade getan haben. &hellip;'</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; &Auml;RGER, Zorn, Wut; allgemein; abwechselnd mit; Reue, schneller (7): anan, croc, lyss, mez, olnd, <span style="text-decoration: underline;">sulph</span>, vinc</li>
<li>Gem&uuml;t; WUT, Raserei, Rage; Reue, gefolgt von (3): croc, germ, lyss</li>
</ul>
<p>Auch bei einem meiner F&auml;lle war die Frau in ihrer Kindheit recht aggressiv, auch und v.a. Fremden gegen&uuml;ber. Die 'schnelle Reue' fand ich jedoch, auch bei vorsichtiger Nachfrage, nicht best&auml;tigt.</p>
<p>Im Anschlu&szlig; schreibt M&uuml;ller (1): 'Das ruhelose Lyssinum macht es wahnsinnig, wenn es nicht seine t&auml;gliche Runde laufen oder walken kann.'</p>
<p>Das ist auch meine Beobachtung, jedenfalls in 2 F&auml;llen, wo die sportliche Aktivit&auml;t, neben der gesch&auml;ftlichen, sehr im Mittelpunkt des Lebens stand.</p>
<p>In einem Fall war das wahlanzeigende Symptom die auffallende Besserung durch Reden und Sprechen, von der die Patientin berichtete und was im &uuml;bertragenen Sinne ja sogar bei von Tollwut befallenen Tieren auftritt.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Reden, redet; bess. (35): aeth alum-sil aq-mar <span style="text-decoration: underline;">argo</span>&nbsp;ars chir-f <span style="text-decoration: underline;">citl-l</span>&nbsp;clad-r culx-p cupr-ar cygn-c <span style="text-decoration: underline;">eryth</span>&nbsp;<strong>EUP-PER</strong>&nbsp;hydr-ac irid jade <strong>LAC-D</strong>&nbsp;lac-h lamp-c lat-h lsd lyss melal-a mimul-l nat-m oci-s ol-an olnd ory-c phyt pier-b salv scorp stoi-k tax</li>
<li>Gem&uuml;t; GESCHW&Auml;TZIGKEIT, Redseligkeit; Reden, Ansprachen, h&auml;lt (7): arn, camph, cham, ign, lach, lachn, lyss</li>
<li>Gem&uuml;t; KONVERSATION, Unterhaltung, geselliges Gespr&auml;ch; amel. (5): aeth, ars, eup-per, lac-d, lyss</li>
</ul>
<p>Daneben erf&uuml;llte die Patientin aber auch die anderen, zuvor geschilderten Eigenschaften, insbesondere der Bedacht auf die soziale Stellung, ein Verlassenheitsgef&uuml;hl, eine gewisse Zwanghaftigkeit und viele Schwierigkeiten mit Abh&auml;ngigkeiten in Beziehungen.</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Zwanghaftigkeit; rituelle Verhaltensweisen (12): anh ars cer-c con cupr dpt holm iod lyss pin-s <strong>RHUS-T</strong>&nbsp;<strong>TUB</strong></li>
</ul>
<p>Auch in den Beziehungen zu Therapeuten k&ouml;nnen sich hier eindr&uuml;ckliche Abh&auml;ngigkeiten einstellen, von denen die Patienten auch offen sprechen, auch wenn sie es nicht so nennen. Hier sind sie &auml;hnlich wie Lac-c, aber schon deutlich aggressiver, zwanghafter und weniger heiter und locker.</p>
<p>Ein andermal f&uuml;hrte mich eine ausgepr&auml;gte hellsichtige und sehr feingeistige und hochsensible Art auf die Spur des Mittels.</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Hellsichtigkeit; weiss wo die Schwester, die &Auml;rzte, und die Bekannten sind, auch wenn sie weit entfernt sind (1): lyss</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Angst; Sinne, mit &Uuml;bererregung der (1): lyss</li>
</ul>
<p>Wie wir bei Voegeli (2) lesen k&ouml;nnen, ist 'Ein hochsensibles Nervensystem und die &Uuml;berempfindlichkeit aller Sinne' ein bedeutendes Merkmal von Lyssinum.</p>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Lyss_Karte.jpg" alt="Lyss Karte" width="645" height="321" style="margin: 5px 0px 5px 5px; float: right;" title="Katie Hampson, Laurent Coudeville, Tiziana Lembo et al.  Creative-Commons-Lizenz &bdquo;CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright&ldquo;" />Laut Vijayakar (3) ist eine wiederholt aufgetretene &uuml;bersinnliche Wahrnehmung (=Hellsichtigkeit) ein hochwertiges, syphilitisches Symptom, weshalb ich es als Schl&uuml;sselrubrik f&uuml;r diesen genannten Fall erfolgreich benutzte.</p>
<p>Was ich noch einmal betonen m&ouml;chte, ist die Tatsache, dass mich bisher ausschlie&szlig;lich ungew&ouml;hnliche, eigenartige und herausragende Einzelsymptome auf das Mittel gebracht haben. Dennoch gibt es sozusagen eine durchgehende psychische Eigenart, die in meinen Augen immer passen sollte und hier beschrieben wurde. Es kann in meiner eigenen Praxis also durchaus passieren, dass ich bei einem Patienten vielleicht keine irgend geartete Repertorisation oder kein Einzel-Symptom habe, das auf das Mittel hinweist, mich der Gesamteindruck aber an Lyssinum erinnert. Dies ist schon mehrfach passiert und hat oft auch geholfen. Deshalb schreibe ich die Mittelerfahrungen in dieser Art auf.</p>
<h5>&nbsp;(1) M&uuml;ller, Karl-Josef, Materia Medica M&uuml;ller 'Wissmut', Zweibr&uuml;cken, April 2007</h5>
<h5>(2) Voegeli, Adolf, Leit- und wahlanzeigende Symptome in der Hom&ouml;opathie, 6. &uuml;berarbeitete Auflage, Karl F. Haug Verlag, Stuttgart 2004</h5>
<h5>(3) Eigene Aufzeichnungen nach Dr. Vijayakar, Prafull, Mumbai, Indien 2007-2013</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-7" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-7" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-7" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; sozial, gesellschaftlich; Stellung, bedacht auf die gesellschaftliche (23): aeth <strong>AGAR</strong> alum bell blatta calc cann-i <strong>COCA</strong> cupr ign <strong>LYC</strong> lyss neod-f nux-v <strong>PALL</strong> phos plat puls rhus-t sep staph sulph <strong>VERAT&nbsp;</strong><img src="../../images/Bilder_AMB/Lyss_Rabies_EM.JPG" alt="Lyss Rabies EM" width="439" height="572" style="margin: 5px 0px 5px 5px; float: right;" title="Electron micrograph of the Rabies Virus. This electron micrograph shows the rabies virus, as well as Negri bodies, or cellular inclusions &ndash; Kein copyright, Center for Disease Control and Prevention" /></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Hellsichtigkeit; weiss wo die Schwester, die &Auml;rzte, und die Bekannten sind, auch wenn sie weit entfernt sind (1): lyss</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Angst; Sinne, mit &Uuml;bererregung der (1): lyss</li>
<li>Gem&uuml;t; GEM&Uuml;TSERREGUNG, Gef&uuml;hlsspannung, erregbar; allgemein; Gespr&auml;chs, durch H&ouml;ren eines (1): <span style="text-decoration: underline;">lyss</span></li>
<li>Gem&uuml;t; KONVERSATION, Unterhaltung, geselliges Gespr&auml;ch; amel. (5): aeth, ars, eup-per, lac-d, lyss</li>
<li>Gem&uuml;t; GESCHW&Auml;TZIGKEIT, Redseligkeit; Reden, Ansprachen, h&auml;lt (7): arn, camph, cham, ign, lach, lachn, lyss</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Reden, redet; bess. (35): aeth alum-sil aq-mar <span style="text-decoration: underline;">argo</span>&nbsp;ars chir-f <span style="text-decoration: underline;">citl-l</span>&nbsp;clad-r culx-p cupr-ar cygn-c <span style="text-decoration: underline;">eryth</span>&nbsp;<strong>EUP-PER</strong>&nbsp;hydr-ac irid jade <strong>LAC-D</strong>&nbsp;lac-h lamp-c lat-h lsd lyss melal-a mimul-l nat-m oci-s ol-an olnd ory-c phyt pier-b salv scorp stoi-k tax</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; Schlucken, kann nicht (1): lyss</li>
<li>Gem&uuml;t; &Auml;RGER, Zorn, Wut; allgemein; abwechselnd mit; Reue, schneller (7): anan, croc, lyss, mez, olnd, sulph, vinc</li>
<li>Gem&uuml;t; WUT, Raserei, Rage; Reue, gefolgt von (3): croc, germ, lyss</li>
<li>Gem&uuml;t; REUE; allgemein; bereut schnell; entschuldigt sich ernsthaft (1): lyss</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Zwanghaftigkeit; rituelle Verhaltensweisen (12): anh ars cer-c con cupr dpt holm iod lyss pin-s <strong>RHUS-T&nbsp;TUB</strong></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; schmutzig; er wird (28): arist-cl berb blatta bos-s brachy-s calx-b clad-r cygn-c cygn-c-b geoc-c heli hydrog <strong>LAC-C</strong>&nbsp;lsd lycps lyss nat-p neon olea plut-n posit ratt-n rhus-t ros-g sol-t-ae <strong>SYPH</strong>&nbsp;thuj thul</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; m&uuml;rrisch, verdriesslich, schlecht gelaunt; Gespr&auml;ch bess. (1): lyss</li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; ausgestossen, verbannt, sie ist (21): andri-q <span style="text-decoration: underline;">astac</span>&nbsp;cygn-c-b dysp-f elaps electr emer <span style="text-decoration: underline;">fl-ac</span>&nbsp;gado-n haliae-lc lut-o <span style="text-decoration: underline;">lyss</span>&nbsp;pras-f sabad sam-f sol-t-ae terb-o thul-c thul-f thul-m <span style="text-decoration: underline;">uran</span></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; gequ&auml;lt zu werden (9): <strong>AQ-MAR</strong>&nbsp;canth <strong>CHIN</strong>&nbsp;<strong>LYSS</strong>&nbsp;mangi <strong>MERC</strong>&nbsp;sop-m spong zinc</li>
<li>Gem&uuml;t; FURCHT; allgemein; verkauft zu werden (5): bell, bry, hyos, lyss, rhus-t</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Innerer Hals; Konvulsionen, Spasmen; Schlucken; schl.: aconin alum alumn <strong>BAPT</strong>&nbsp;<strong>BAR-C</strong>&nbsp;bar-s <strong>BELL</strong>&nbsp;caj <strong>CARB-V</strong>&nbsp;coc-c elaps <strong>GRAPH</strong>&nbsp;<strong>HYOS</strong>&nbsp;<strong>IRIS</strong>&nbsp;<strong>LACH</strong>&nbsp;lyc <strong>LYSS</strong>&nbsp;<strong>MANC</strong>&nbsp;<strong>MERC-C</strong>&nbsp;mit <strong>MUR-AC</strong>&nbsp;nicc nux-v <strong>PHOS</strong>&nbsp;<strong>STRAM</strong>&nbsp;stry <strong>SULPH</strong>&nbsp;tab <strong>ZINC</strong>&nbsp;zinc-p</li>
<li>Innerer Hals; Schlucken; erschwert, schwierig; Konvulsionen, w&auml;hrend (11): aml-n <span style="text-decoration: underline;">ars</span>&nbsp;art-v <strong>BELL</strong>&nbsp;<strong>CIC</strong>&nbsp;cupr hydr-ac ictod lyss psor <strong>STRAM</strong></li>
<li>Innerer Hals; Schlucken; Neigung zu, dauernde; Konvulsionen, w&auml;hrend (6): <strong>BELL</strong>&nbsp;calc cina <strong>GRAPH</strong>&nbsp;lyss <strong>SOL-N</strong></li>
<li>Magen; Durst; Schlucken, kann nicht: <strong>ACET-AC</strong>&nbsp;<strong>ANATH</strong>&nbsp;<strong>BELL</strong>&nbsp;cic <span style="text-decoration: underline;">hyos</span>&nbsp;ign <strong>LYSS</strong></li>
<li>Allgemeines; Gespr&auml;ch, Unterhaltung; bess. (12): aeth fago falco-p fl-ac irid <strong>LAC-D</strong>&nbsp;lyss nitro <strong>PALL</strong>&nbsp;rat rhus-g thea</li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Sun, 30 Sep 2018 09:24:11 +0000</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Morphinium purum</title>
			<link>https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/226-morphinium-purum.html</link>
			<guid isPermaLink="true">https://www.homoeopathie-praxis-jenny.de/arbeitskreis-lehre/arzneimittel-des-monats/226-morphinium-purum.html</guid>
			<description><![CDATA[

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<div class="rl_tabs nn_tabs outline_handles outline_content top align_left" role="presentation">
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<a id="rl_tabs-scrollto_9" class="anchor rl_tabs-scroll nn_tabs-scroll"></a>
<ul class="nav nav-tabs" id="set-rl_tabs-9" role="tablist">
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item active" ><a href="#die-ursprungssubstanz-8" title="Die Ursprungssubstanz" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-die-ursprungssubstanz-8" data-toggle="tab" data-id="die-ursprungssubstanz-8" role="tab" aria-controls="die-ursprungssubstanz-8" aria-selected="true"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Die Ursprungssubstanz</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#eigene-erfahrungen-3" title="Eigene Erfahrungen" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-eigene-erfahrungen-3" data-toggle="tab" data-id="eigene-erfahrungen-3" role="tab" aria-controls="eigene-erfahrungen-3" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Eigene Erfahrungen</span></a></li>
<li class="rl_tabs-tab nn_tabs-tab nav-item" ><a href="#repertorium-8" title="Repertorium" class="rl_tabs-toggle nn_tabs-toggle nav-link" id="tab-repertorium-8" data-toggle="tab" data-id="repertorium-8" role="tab" aria-controls="repertorium-8" aria-selected="false"><span class="rl_tabs-toggle-inner nn_tabs-toggle-inner">Repertorium</span></a></li>
</ul>
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<div class="tab-content">
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane active" id="die-ursprungssubstanz-8" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-die-ursprungssubstanz-8" aria-hidden="false">
<a id="anchor-die-ursprungssubstanz-8" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Die Ursprungssubstanz</h2>
<p>Morphinium (1) ist das Haupt-Alkaloid des Opium mit der Summenformel C17H19NO3. <img src="../../images/Bilder_AMB/Morph_formula.jpg" alt="Morph formula" style="margin-top: 3px; margin-bottom: 5px; float: right;" title="Public domain by NEUROtiker" />Es wurde 1804 erstmals von dem deutschen Apothekergehilfen Friedrich Wilhelm Adam Sert&uuml;rner in Paderborn aus Opium isoliert und besitzt stark analgetische und narkotische Eigenschaften. Deshalb wurde es sp&auml;ter als Morphin nach dem griechischen Gott der Tr&auml;ume Morpheus benannt. Es ist ein Rauschgift und unterliegt bet&auml;ubungsmittelrechtlichen Vorschriften gem&auml;&szlig; dem Einheitsabkommen &uuml;ber die Bet&auml;ubungsmittel.</p>
<p>Morphin wird aus Opium, d. h. aus dem getrockneten Milchsaft des Schlafmohns (Papaver somniferum), gewonnen; der Morphinanteil im Opium liegt bei etwa 12%, schwankt aber abh&auml;ngig von der Herkunft und Vorbehandlung des Milchsafts deutlich.</p>
<p>Medizinisch wird Morphin zur Behandlung von starken und st&auml;rksten akuten und chronischen Schmerzen verwendet.</p>
<p>'Als 1853 die Injektionsspritze erfunden wurde, haben Morphinisten sie direkt genutzt, um den Stoff schon in 15 Minuten im Gehirn sp&uuml;ren zu k&ouml;nnen.' (2)</p>
<h5>(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Morphin</h5>
<h5>(2) https://www.drogen-aufklaerung.de/opium-morphium-und-heroin</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="eigene-erfahrungen-3" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-eigene-erfahrungen-3" aria-hidden="true">
<a id="anchor-eigene-erfahrungen-3" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Eigene Erfahrungen</h2>
<p><img src="../../images/Bilder_AMB/Morph_Papaversomniferum.jpg" alt="Morph Papaversomniferum" width="362" height="243" style="margin: 3px 7px 7px 0px; float: left;" title="Public domain Marknesbitt Field in Turkey, near Afyon,1988 Credit: Mark Nesbitt and Delwen Samuel" />Wie Boericke (1) bemerkt, hat Morphinum 'dieselbe Beziehung zu Opium wie Atropin zu Belladonna - d.h. es stellt die nerv&ouml;se Seite dar. Es zeigt weniger Stimulation, weniger Zuckungen, wirkt entschieden mehr schlaff&ouml;rdernd. Es verstopft weniger, &hellip;&nbsp; Reizbar, n&ouml;rgelnd, hysterisch. Schock durch Schrecken. Traumhafter Zustand. &hellip;&nbsp;</p>
<p>Dunkelrotes oder blasses livides Aussehen von Gesicht, Lippen, Zunge, Mund oder Rachen. &hellip;'</p>
<p>Wie so oft, sind diese S&auml;tze stark interpretationsbed&uuml;rftig. Tats&auml;chlich ist Morphin das Haupt-Alkaloid des Opium, wie auch Atropin das Haupt-Alkaloid der Tollkirsche ist. Wie es zu der Aussage kommt, sie stelle ' die nerv&ouml;se Seite dar' ist und bleibt mir ein R&auml;tsel. Vielleicht meint er damit auch, dass das Morphinium, &uuml;ber Atropin kann ich nichts sagen, deutlich aktiver und im t&auml;glichen Umgang wesentlich 'lebendiger' als das eher beschauliche Opium ist. Dies w&uuml;rde ich auch als erstes &uuml;ber das Mittel schreiben wollen, es ist sehr lebendig, streitet gerne und &uuml;bertreibt alles. In diese Rubrik fallen auch seine &Uuml;bertreibungen, die im Repertorium als L&uuml;gen Einzug gehalten haben.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; L&uuml;gner (39): agath-a <span style="text-decoration: underline;"><strong>ALCO</strong></span>&nbsp;alum-s androc arg-n astac bell bos-s calc carb-v caust clad-r coca con <strong>CUPR-ACET</strong>&nbsp;dpt electr falco-p hoch hura kola lac-c lyc lyss <strong>MED</strong>&nbsp;merc <span style="text-decoration: underline;"><strong>MORPH</strong></span>&nbsp;nat-m nux-v <span style="text-decoration: underline;"><strong>OP</strong></span>&nbsp;phos puls scorp sil <strong>STAPH</strong>&nbsp;sulph <strong>SYPH</strong>&nbsp;thal-s <strong>THUJ</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>VERAT</strong></span></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; L&uuml;gner; sagt nie die Wahrheit, weiss nicht, was sie sagt (6): alco arg-n lac-c <strong>MORPH</strong>&nbsp;<strong><span style="text-decoration: underline;">OP</span></strong>&nbsp;<strong>SYPH</strong>&nbsp;<strong>VERAT</strong></li>
</ul>
<p>Wenn man genau hinschaut, ist dies auch so. Seine Erz&auml;hlungen sind bis weit in den Bereich der L&uuml;ge und Fantasie hin ausgedehnt. Dieses extrem energetisch gespr&auml;chige und fast raue Element im Reden von Morphinium steht in krassem Gegensatz zu Opium und anderen Mitteln. Vijayakar (2) vergleicht es mit Stramonium, das aber meist dennoch eher sch&uuml;chtern und auch zur&uuml;ckhaltend ist und bei dem es nur in Ausnahmef&auml;llen zu derartigen Ausbr&uuml;chen kommen kann. In meiner Erfahrung ist das etwas komplett anderes und in der Praxis kaum zu verwechseln. Tats&auml;chlich steht Morphinium mit seinem Hochdruck-Erz&auml;hlen fast alleine in der Materia Medica da. Auf zart-besaitete Menschen erscheint er furchteinfl&ouml;ssend und die schiere Lautst&auml;rke seiner Rede ist beeindruckend. Eine arterielle Hypertonie als direkte Folge dieses Wesens ist also selbstverst&auml;ndlich.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Sprechen &amp; Stimme; laut (74): <span style="text-decoration: underline;">acon</span>&nbsp;agar <span style="text-decoration: underline;">amet</span>&nbsp;ant-t apoc arg-m arg-n argo <strong>ARN</strong>&nbsp;<strong>ARS</strong>&nbsp;ars-h atro aur bacch-a <strong>BELL</strong>&nbsp;borr-b bufo bung-f calad calx-b camph <span style="text-decoration: underline;">cann-i</span>&nbsp;cann-s carc cham con croc <span style="text-decoration: underline;">cupr</span>&nbsp;dat-m dios fagu ferr-br graph <strong>HYOS</strong>&nbsp;iod <strong>KALI-C</strong>&nbsp;kali-i lac-leo <span style="text-decoration: underline;">lach</span>&nbsp;lact <span style="text-decoration: underline;">m-arct</span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">m-art</span>&nbsp;m-aust mag-c merc morph mosch <span style="text-decoration: underline;"><strong>MUR-AC</strong></span>&nbsp;nat-c <strong>NAT-M</strong>&nbsp;<strong>NUX-M</strong>&nbsp;<strong>NUX-V</strong>&nbsp;<strong>OP</strong>&nbsp;ory-c par plat puls rhus-t sabin sel <strong><span style="text-decoration: underline;">SEP</span></strong>&nbsp;<strong>SIL</strong>&nbsp;sile-c spong stann staph <span style="text-decoration: underline;"><strong>STRAM</strong></span>&nbsp;stry sul-ac <strong>SULPH</strong>&nbsp;<strong>TARAX</strong>&nbsp;tep thuj <strong>VERAT<img src="../../images/Bilder_AMB/Morph-syringe.jpg" alt="Morph syringe" width="352" height="310" style="margin: 3px 0px 7px 7px; float: right;" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license, Dr. Hannes Grobe, Hannover" /></strong></li>
</ul>
<p>Was bei Boerickes Beschreibung noch auff&auml;llt und auch von Vijayakar so beschrieben wird, ist die Tatsache des auffallend roten Gesichtes, wie man es von Belladonna, aber eben auch von Opium kennt. All diese Mittel haben eine deutlich dunkelrote Grundfarbe des Gesichtes und ich w&uuml;rde es als ein wirklich starkes Zeichen, gemeinsam mit dem energievollen Auftreten und der lauten Sprache, nehmen.</p>
<p>Dabei erinnere ich mich an einen Fall, bei dem ich lange in der Rubrik&nbsp;</p>
<ul>
<li>Sprechen &amp; Stimme; betrunken, wie (21): <span style="text-decoration: underline;">amet</span>&nbsp;amyg-am androc <strong>BAPT</strong>&nbsp;<strong>BELL</strong>&nbsp;bos-s carb-an diox <strong>GELS</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>HYOS</strong></span>&nbsp;lampr-s laur <span style="text-decoration: underline;">lyc</span>&nbsp;meph naja-m nat-m <strong>NUX-V</strong>&nbsp;<strong>OP</strong>&nbsp;rhus-t <strong>STRAM</strong>&nbsp;vip</li>
</ul>
<p>erfolglos gesucht habe und Mittel wie Belladonna, Hyoscyamos und Nux-vomica verordnete.&nbsp; Lange sp&auml;ter kam mir dann aufgrund meiner Erfahrungen bei Dr. Vijayakar die Idee f&uuml;r Morphinium, das den Fall komplett ver&auml;nderte und die Hauptbeschwerde, wie auch die allgemeine Aussicht auf das Leben, zum Positiven hin ver&auml;nderte.</p>
<p>Was ich nicht unerw&auml;hnt lassen m&ouml;chte, ist die Vorgeschichte von beachtlichen Traumata, die mehr oder weniger &uuml;berspielt worden sind. Die Person hat es nicht wirklich verarbeitet, sondern ist direkt zu einer Art 'Gegenangriff' &uuml;bergegangen, indem sie die mangelnde Fairness der Welt mit pers&ouml;nlicher Lautst&auml;rke &uuml;berspielen wollte. Man wird einen solchen Zusammenhang nat&uuml;rlich, wie so oft, nicht direkt erz&auml;hlt bekommen, sondern man wird sich nur wundern, was f&uuml;r ein Trauma da geschehen ist und wie wenig dies aufgearbeitet wurde. Aber das erste was auff&auml;llt ist nat&uuml;rlich, wie bereits gesagt, die Lautst&auml;rke der Person und ihr sich mit wilden Geschichten ins Zentrum stellen wollen.</p>
<h5>(1) Boericke, W., Pocket Manual of homoeopathic Materia Medica, 9th Edition, Boericke and Runyon, Philadelphia 1927, S. 445f bzw.&nbsp; aus MacRepertory f&uuml;r Windows Pro 6.1.7</h5>
<h5>(2) Eigene Aufzeichnungen nach Dr. Vijayakar, Prafull, Mumbai, Indien</h5>


</div>
<div class="tab-pane rl_tabs-pane nn_tabs-pane" id="repertorium-8" role="tabpanel" aria-labelledby="tab-repertorium-8" aria-hidden="true">
<a id="anchor-repertorium-8" class="anchor"></a><h2 class="rl_tabs-title nn_tabs-title">Repertorium</h2>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; L&uuml;gner (39): agath-a&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>ALCO</strong></span>&nbsp;alum-s androc arg-n astac bell bos-s calc carb-v caust clad-r coca con&nbsp;<strong>CUPR-ACET</strong>&nbsp;dpt electr falco-p hoch hura kola lac-c lyc lyss&nbsp;<strong>MED</strong>&nbsp;merc&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>MORPH</strong></span>&nbsp;nat-m nux-v&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>OP</strong></span>&nbsp;phos puls scorp sil&nbsp;<strong>STAPH</strong>&nbsp;sulph&nbsp;<strong>SYPH</strong>&nbsp;thal-s&nbsp;<strong>THUJ</strong>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>VERAT</strong></span></li>
<li>Geist, Gem&uuml;t; L&uuml;gner; sagt nie die Wahrheit, weiss nicht, was sie sagt (6): alco arg-n lac-c&nbsp;<strong>MORPH</strong>&nbsp;<strong><span style="text-decoration: underline;">OP</span></strong>&nbsp;<strong>SYPH</strong>&nbsp;<strong>VERAT<img src="../../images/Bilder_AMB/Morph_Flasche.jpg" alt="Morph Flasche" width="164" height="304" style="margin: 5px 0px 6px 6px; float: right;" title="Creative-Commons-Lizenz &bdquo;Namensnennung &ndash; Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international&ldquo; Flasche f&uuml;r Morphinhydrochlorid L&ouml;sung, um 1900 (aus der Schwanen-Apotheke Gr&uuml;nstadt), 3. Mai 2018, Autor Alera levatur" /></strong></li>
</ul>
<ul>
<li>Geist, Gem&uuml;t; Wahnideen, Illusionen; Baby; Zimmer sei voll von weissen und farbigen S&auml;uglingen (1): morph</li>
<li>Gem&uuml;t; REDEN, redet; allgemein; verlegen (9): aeth, atro, carbn-s, merc, morph, nat-m, pall, sphing, tab</li>
<li>Gem&uuml;t; GEM&Uuml;TSERREGUNG, Gef&uuml;hlsspannung, erregbar; allgemein; leicht (10): adam, androc, aster, astra-e, ferr, <span style="text-decoration: underline;">graph</span>, morph, <span style="text-decoration: underline;">naja</span>, plat, sumb</li>
<li>Gem&uuml;t; MORALISCHE St&ouml;rungen; Mangel an Moralit&auml;t (61): abrot, acetan, achy, alco, am-c, <span style="text-decoration: underline;">anac</span>, androc, ars, aster, aur, <strong>Bell</strong>, bism, <span style="text-decoration: underline;">bufo</span>, cass, cere-s, cham, chin, choc, clem, <span style="text-decoration: underline;">coca</span>, <span style="text-decoration: underline;">cocain</span>, cocc, coloc, con, convo-d, croc, cur, falco-p, flav, germ, haliae-lc, hep, hura, <strong>Hyos</strong>, <span style="text-decoration: underline;">kali-br</span>, kali-c, kali-n, lac-c, <span style="text-decoration: underline;">laur</span>, lyc, <span style="text-decoration: underline;">morph</span>, nat-m, nit-ac, nit-s-d, nux-v, <span style="text-decoration: underline;">op</span>, ozone, ped, ph-ac, pic-ac, <span style="text-decoration: underline;">plat</span>, psil, raph, sabad, <span style="text-decoration: underline;">sep</span>, squil, <strong>Stram</strong>, stry-p, <span style="text-decoration: underline;">tarent</span>, thuj, Verat</li>
<li>Gem&uuml;t; REDEN, redet; allgemein; aufgeregt (9): alum, cast, graph, hyos, morph, mosch, nat-c, nux-v, sulph</li>
</ul>
<p>(aber auch:</p>
<ul>
<li>Gem&uuml;t; REDEN, redet; allgemein; verlegen (9): aeth, atro, carbn-s, merc, morph, nat-m, pall, sphing, tab)<br /><br /></li>
<li>Sprechen &amp; Stimme; laut (74):&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">acon</span>&nbsp;agar&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">amet</span>&nbsp;ant-t apoc arg-m arg-n argo&nbsp;<strong>ARN</strong>&nbsp;<strong>ARS</strong>&nbsp;ars-h atro aur bacch-a&nbsp;<strong>BELL</strong>&nbsp;borr-b bufo bung-f calad calx-b camph&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">cann-i</span>&nbsp;cann-s carc cham con croc&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">cupr</span>&nbsp;dat-m dios fagu ferr-br graph&nbsp;<strong>HYOS</strong>&nbsp;iod&nbsp;<strong>KALI-C</strong>&nbsp;kali-i lac-leo&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">lach</span>&nbsp;lact&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">m-arct</span>&nbsp;<span style="text-decoration: underline;">m-art</span>&nbsp;m-aust mag-c merc morph mosch&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>MUR-AC</strong></span>&nbsp;nat-c&nbsp;<strong>NAT-M</strong>&nbsp;<strong>NUX-M</strong>&nbsp;<strong>NUX-V</strong>&nbsp;<strong>OP</strong>&nbsp;ory-c par plat puls rhus-t sabin sel&nbsp;<strong><span>SEP</span></strong>&nbsp;<strong>SIL</strong>&nbsp;sile-c spong stann staph&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><strong>STRAM</strong></span>&nbsp;stry sul-ac&nbsp;<strong>SULPH</strong>&nbsp;<strong>TARAX</strong>&nbsp;tep thuj&nbsp;<strong>VERAT</strong></li>
</ul>
</div></div></div><!-- END: Tabs -->]]></description>
			<author>dr.p.m.jenny@gmail.com (Dr. Dr. Jenny)</author>
			<category>Arzneimittel des Monats</category>
			<pubDate>Fri, 31 Aug 2018 08:15:10 +0000</pubDate>
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